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Von New Yorks neuen Wolkenkratzern über das erweiterte New Museum bis zum neu gestalteten The Boca Raton: Zum Jubiläum der USA zeigt sich die Ostküste mit Kultur, Design und Hospitality in Bewegung.

Zum 250-jährigen Bestehen der USA lohnt sich der Blick an die Ostküste besonders. Zwischen New York und Florida entstehen neue Landmarken, Kulturadressen und Hospitality-Konzepte, die amerikanische Architektur- und Designgeschichte weiterschreiben. Ob 520 Fifth Avenue, das erweiterte New Museum, der neue JP-Morgan-Tower an der Park Avenue oder The Boca Raton: Die Ostküste zeigt 2026, wie sich Tradition, urbane Dichte und zeitgenössischer Luxus neu verbinden.


520th Fifth Skyscraper

06 520 Fifth BINYAN STUDIOS 2
Binyan Studios ©

Ein vertikales Dorf, das mittels markanter Bögen und Terrakotta an die klassische New Yorker 5th Avenue Architektur und also an Art Déco Traditionen anknüpft, und das mit einer finalen Höhe von 305 Metern und 88 Stockwerken — überragt nur vom Empire State Building — als neues Ausrufezeichen von Midtown gefeiert wird: All das macht den von Kohn Pedersen Fox entworfenen Wolkenkratzer 520 Fifth Avenue zur neuen Supertall Landmark New Yorks. Abgesehen von Luxus-Apartements und Boutique-Büroetagen sind auch öffentliche Retailflächen und der Private Member Club Moss Teil des Konzepts.

520 Fifth Avenue
520 Fifth Avenue, New York, NY 10036, United States
520fifth​.com


New Museum of Contemporary Art

Ende der Siebziger Jahre, als das New Museum gegründet wurde, erfreute sich die Gegend um die Bowery Street auf der Lower East Side keines besonders guten Rufs. Die damalige Idee, eine rollierende Sammlung aufzubauen, die sich ausschließlich auf die Präsentation zeitgenössischer Künstler konzentrierte, und die lange Zeit ohne fixen Standort durch New York vagabundierte, passt gut zum einstigen Image des heute längst gentrifizierten Umfelds. Markierten die japanischen SANAA Architekten mit dem Bau des New Museum vor knapp zwanzig Jahren eine wichtige Etappe in der Geschichte des New Museum of Contemporary Art, so läutet der niederländische Architekt Rem Koolhaas mit dem nun eröffneten Erweiterungsbau eine neue Ära ein. Der siebenstöckige Anbau, der die Ausstellungsfläche auf rund 11.0000 qm erweitert, und neben Galerien auch Künstlerateliers beherbergt, gilt als eines der wichtigsten US-Museumsprojekte des Jahrzehnts. Teil der Auseinandersetzung von Rem Koolhaas mit New York ist er auch: der Niederländer reüssierte einst mit dem Konzept der Hyperdichte“, die schachbrettartige Stadtraster a la New York und architektonische Vielfalt verbindet. Titel der fortlaufenden Eröffnungsausstellung, die sich über drei Etagen erstreckt: New Humans: Memories of the Future.“

New Museum of Contemporary Art
235 Bowery, New York, NY 10002, United States
newmuseum​.org


113 Spring

Nachhaltige Materialien, transluzente Optik, interaktive Workshops, ein Colour Code System und kuratierte Ausstellungsflächen. Das sind wesentliche Elemente eines völlig neuen konzipierten Retail Space im Herzen von SoHo N.Y.. Oder anders gesagt: 113 Spring ersetzt reinen Konsum durch die Einladung zur Kommunikation und setzt gezielt auf Edukation. Anstelle herkömmlicher Verkaufsberatung unterstützt ein spezialisiertes Advisory Team. Private Räume ergänzen das Shopping-Erlebnis von Morgen. Gute Dinge mitnehmen kann man trotzdem — der Fokus liegt auf Product Ranges von emerging brands und innovativer Studios — etwa Algorithmen basierter Duftberatung.

113 Spring
113 Spring St, New York, NY 10012, United States
113spring​.com


Cooper Hewitt Museum: Made in USA

Blue Collar plus Boeing-Schnauze. Menschen inmitten von Zahnrädern. Solche besonderen Einblicke erlaubt eine spannende Fotoausstellung im New Yorker Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum, einer Top-Adresse zur US-amerikanischen Produktkultur. Die großformatigen Fotos des auf Industrial Photography spezialisierten Christopher Payne schärfen den Blick auf ikonisches US-Design durch die Kameralinse.

Bis 27.09.2026

Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum
2 E 91st St, New York, NY 10128, United States
cooperhewitt​.org


270 Park Avenue

Dem Normalo-New Yorker ein Stück Stadtfläche zurückgeben: diese noble Geste zeichnet den von Foster & Partner realisierten Bau des Wolkenkratzers 270 Park Avenue aus, der mittels schräg nach innen gestürzter Wände im Erdgeschoß breitere Gehsteige und eine großzügige Outdoor-Plaza schafft. Als Community Hub dient der vielleicht modernste und nachhaltigste Wolkenkratzer des Big Apple, das nunmehrige JP Morgan Chase Headquarter, aber auch aus anderen Gründen: Ein State-of-the-art Wellness Center und ein kuratiertes Kunstprogramm in der mit monumentaler Stiege ausgestatteten Lobby – letzeres beinhaltet Arbeiten von Maya Lin, Leo Villareal, Gerhard Richter, Refik Anadol und Norman Foster — tragen dazu bei. Im Westteil lädt eine begrünte Public Plaza zum Aufenthalt ein. Eine unterirdische Anbindung zum Grand Central Terminal wurde ebenfalls geschaffen.

270 Park Avenue
270 Park Ave, New York, NY 10017, USA
270parkave​.com


The Boca Raton

Während Stararchitekt Renzo Piano die Planung des Boca Raton Creative Campus vorantreibt, feiert eine benachbarte Ferienhotelikone diverse Etappen eines umfassenden Redesigns. Die Rede ist vom 1926 im Süden Floridas, präziser am Intracoastal Waterway als Ritz-Carlton Inn gegründeten The Boca Raton, einem Wahrzeichen floridianischer Ferienarchitektur. Die behutsame Restaurierung durch die Rockwell Group rückt den amerikanischen Mediterranen Revival Style der originalen Architektur in den Mittelpunkt, und schafft neue Fine Dining Optionen — etwa den mit spektakulären Fliesen-Sujets ausgestatteten The Flaming Grill oder das exklusive Principessa Ristorante. Ebenfalls restauriert wurden die markanten Cloister Towers, der Beach Club sowie der Yacht Club.

The Boca Raton
501 E Camino Real, Boca Raton, FL 33432, United States
thebocaraton​.com


Clemente Bar

Keine US-News ohne Bareröffnung: Die spannende neue Midtown-Tränke der Clemente Bar an der Madison Avenue, New York, ragt dabei heraus. Im Rahmen einer Kollaboration zwischen Starkoch Daniel Humm und dem Künstler Francesco Clemente entstand hier ein Interieur, das wie eine begehbare Leinwand funktioniert. Handgemalte Fresken und eine massive skulpturale Bar aus dunklem Holz tragen nicht unwesentlich dazu bei. 

Clemente Bar
Eleven Madison Park
11 Madison Ave, New York, NY 10010, United States
clementebar​.com


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