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Einsame Traumstrände, authentische Begegnungen und das Privileg der absoluten Ruhe: Antizyklisches Reisen ist das neue Statement für anspruchsvolle Entdecker. Von den blühenden Landschaften am Kap bis hin zur magischen Nordlicht-Saison Islands zeigt sich die Welt abseits der Touristenströme von ihrer exklusivsten Seite. Wer klug plant, gewinnt eine völlig neue Perspektive auf globale Sehnsuchtsorte.

Die Vorzüge der Nebensaison liegen auf der Hand: günstigere Hotelpreise, entspannte Restaurantreservierungen – und Museen und Sehenswürdigkeiten lassen sich plötzlich aus der ersten Reihe erleben. Auch die Einheimischen schalten in den Off-Modus. Zugleich mischen veränderte Klimaszenarien die Karten neu – Rekordhitze am Mittelmeer, verschobene Monsune, milde Winter.

Bleibt für Nebensaison-Reisende nur eine Frage: Wann fährt man wohin am besten?

Genau hier setzt unsere neue Reihe Against the Season“ an, in der wir die besten Ziele für antizyklisches Reisen kuratieren – und wir starten den Auftakt direkt mit unseren Favoriten für die Monate Juli bis September.

Juli: Kapstadt

Winter am Kap? Man muss kein Golfer sein, um die Vorzüge der Nebensaison in dieser Weltgegend aufzuzählen. Während sich Europas Strände füllen, laden nahe Naturjuwele wie der Kirstenbosch National Botanical Garden zu Spaziergängen in üppiger Flora ein — ohne dass man ins Schwitzen kommt. Die Star-Winzer der Weingüter von Stellenbosch & Co präsentieren die neueste Auslese — aber der erste Run auf den Jahrgangs-Cabernet-Sauvignon ist vorbei. 

Am besten, man verlängert ein paar Tage in der Region Cape Winelands. Das zuletzt eröffnete familiäre Spier Hotel“ ist dann keine schlechte Option. Game Drives in umliegende Reservate sind ähnlich erfolgreich. Die Chance, Tiere zu sehen, ist nun besonders gut, die Wal-Saison hat ihren Höhepunkt. Etwas weiter nördlich, im Augrabies-Falls-Nationalpark, führt der Orange River massig Wasser – ideal für White-Water Rafting der Superlative. Trockener ist die Kombi Big Five plus Weinbegleitung im nun angenehm kühlen Samara Karoo Reserve“. Dann geht die Liebe zum Eastern Cape durch den Magen: Karoo-Lamm und Agavenknospen sowie Spekboom-Salsa stehen beim Busch-Dinner auf dem Programm.

August: Indonesien

Asien in den Sommermonaten? Trotz heftiger Monsunregenfälle, einem Backofen namens Zentralasien und enormer Schwüle in Shanghai, Tokio und Seoul? Eine Ausnahme sind dann Regionen südlich des Äquators. Indonesien – beworben als Winterreiseziel – lädt zu besonders vielfältigen Exkursionen ein. Dabei gilt: Je weiter östlich man reist, desto trockener wird es. 

Das macht Lust auf einige der spannendsten Flecken im riesigen Archipel. Das nördlich von Java gelegene Karimunjawa fällt in diese Kategorie. Weiter im Osten lädt das Naturjuwel Sumba zum Baden ein. Wobei: Beim Indonesien-Insel-Hopping verschwimmen auch die Saisonen: Noch weiter im Osten, auf den herrlichen Molukken, beginnt jetzt die kurze Regenzeit. 

September: Island

Die Massen sind weg, die Papageientaucher auf Klippen wie Látrabjarg noch da, die Wale gerade angekommen — vor allem um Húsavík und Reykjavík. Die Traumtrassen zwischen Vulkanen und Geysiren sind weiterhin gut passierbar, und bis zur Wintersperre der F‑Roads ist noch etwas Zeit. Ein paar dekorative Schneeflocken im Hochland sind trotzdem schon drin — aber bleiben harmlos. 

Wer Island per Pony bereist, kann sich unterwegs über spätsommerliche Herbstfärbung freuen. Eine perfekte Balance ist diese Jahreszeit auf jeden Fall: Die Tage bieten ausreichend Tageslicht für Outdoor-Aktivitäten, doch die Nordlicht-Saison hat bereits begonnen. Die Temperaturen sind mit zehn Grad ideal, um stylisch mit Island-Pulli und ‑Mütze aufzuzeigen – aber ohne zu frieren. Ideales Quartier: das neue Black Sand Hotel“. Als einziges Beachfront-Hotel des Landes liegt es an der Atlantikküste.


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