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Auf Rhodos entstehen weiterhin neue Hotels – doch nicht jedes Projekt versucht, sich so klar an seiner Umgebung auszurichten wie das Amoh, a Luxury Collection Resort. Mit der Eröffnung im Frühjahr 2026 setzt The Luxury Collection erstmals einen Standort auf der Insel und erweitert damit seine Präsenz in Griechenland.

Das Resort liegt auf einer Halbinsel nahe Pefki, nur wenige Minuten von Lindos entfernt. Die Lage ist ungewöhnlich ruhig: leicht erhöht über dem Meer, mit Blick auf die Ägäis und direkt angrenzend an einen ehemaligen Kalksteinbruch, der bis in die Antike zurückreicht. Diese unmittelbare Nähe zur Geschichte prägt auch den Zugang zum Projekt.

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AMOH Collection ©

Architektur aus dem Ort heraus gedacht

Entworfen wurde das Resort vom Londoner Büro Studio Lost. Statt eines klaren Kontrasts zur Landschaft setzt das Design auf Materialien und Formen, die sich aus der Umgebung ableiten. Naturstein, mineralische Farbtöne und skulpturale Elemente ziehen sich durch die Anlage. Viele Details greifen die lokale Steinmetztradition auf, ohne historisierend zu wirken. Das Ergebnis ist eine Architektur, die ruhig bleibt und sich nicht in den Vordergrund drängt.

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AMOH Collection ©

Zimmer mit Blick – und Rückzug

Das Amoh umfasst 197 Zimmer und Suiten, viele davon mit freiem Meerblick, einige zusätzlich mit privaten Pools. Die Räume sind klar gestaltet, mit natürlichen Materialien und zurückhaltenden Farben. Die Rhoda Presidential Suite bildet das grösste Angebot innerhalb des Hauses, mit separaten Wohnbereichen und grosszügigen Aussenflächen. Insgesamt ist die Ausrichtung eindeutig: viel Raum, viel Privatsphäre, wenig Ablenkung. Zwei Strände – Kavos Beach und Kymata Beach – sind direkt erreichbar und erweitern den Aufenthalt über die Hotelanlage hinaus.

Kulinarik mit regionalem Bezug

Acht Restaurants und Bars verteilen sich über das Resort. Die Bandbreite reicht von mediterran geprägter Küche bis zu italienischen Klassikern und Fischgerichten mit Fokus auf Produkten aus der Ägäis. Auffällig ist weniger die Vielfalt als der Versuch, lokale Bezüge einzubauen – etwa bei der Auswahl der Zutaten oder bei Formaten wie Olivenölverkostungen. Solche Angebote wirken hier nicht wie Zusatzprogramme, sondern ergeben sich aus der Umgebung.

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AMOH Collection ©

Bewegung und Erholung

Auch der Wellnessbereich folgt diesem Ansatz. Das Elispa kombiniert klassische Anwendungen mit regionalen Produkten wie Olivenöl, Kräutern oder Zitrusfrüchten. Ergänzt wird das Angebot durch Fitness, Pilates und Sportmöglichkeiten im Freien. Es geht dabei weniger um einzelne Anwendungen als um ein Gesamtangebot, das sich über den Aufenthalt verteilt.

Rhodos im Wandel

Mit dem Amoh zeigt sich eine Entwicklung, die auf Rhodos zunehmend sichtbar wird: Neue Resorts orientieren sich stärker an ihrer Lage und versuchen, sich in bestehende Landschaften einzufügen, statt sich davon abzuheben. Das Amoh ist dafür ein Beispiel. Kein radikaler Entwurf, sondern ein Projekt, das versucht, Ort, Architektur und Nutzung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.


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