teilen via

Flora Miranda ist eine österreichische Modedesignerin, die in Antwerpen lebt und arbeitet. Im Talk gibt Sie Einblicke in die angesagte Metropole.

Sie haben als Österreichische Mode-Designerin Antwerpen als Homebase gewählt. Was macht für Sie die Faszination dieser Stadt aus?
In Antwerpen habe ich meine Ruhe, es gibt hier für mich hauptsächlich Konzentration. Die Stadt ist ruhig und klein, alles ist unmittelbar erreichbar. Gleichzeitig ist die Kreativszene und das Unternehmertum sehr lebendig. Das motiviert und beeinflusst den Vibe’ in der Stadt. Außerdem erreicht man von hier aus Metropolen wie Paris, London und Köln in wenigen Stunden, während in Antwerpen das Leben noch sehr erschwinglich ist. In den genannten Städten bekommt man so große Ateliers wie in Antwerpen nicht mehr ganz so einfach.

Die Kreativszene und das Unternehmertum sind in Antwerpen sehr lebendig.”

Was sollte man auf keinen Fall verpassen?
Die kleinen Boutiquen in der Innenstadt. Der Vintage / 2nd Hand /​Antiquen Markt ist hier schon lange stark präsent, es gibt tolle 2nd Hand Geschäft in denen man Schätze der nahen Vergangenheit Belgischer Designer findet (Rosier, Labels Inc., Vrijdgamarkt6). In Borgerhout, im Süden und im Viertel Nieuwe Zuid’ sind die Galerien sehenswert (Zeno‑X, DMW, Ingrid Deuss, Sophie Van De Velde, Tim Van Laere, und viele mehr). Jeder Stadteil hat ein anderes Gesicht, das es zu entdecken gibt. Mein Atelier ist momentan in Zurenborg, wo hinreißende Art-Nouveau Architektur zu sehen ist. Außerdem — genau als ich nach Antwerpen gezogen bin, hat das Museum für Schöne Künste die Türen geschlossen für eine große Renovierung. Vielleicht sind die Türen wieder offen, wenn Sie die Stadt besuchen… 

Was liegt in Atwerpen gerade im Trend?
Weil ich eher zurückgezogen lebe, bin ich mir gar nicht so sicher. Mir fällt auf, die Kinder und Jugendlichen kleiden sich seit ein paar Jahren wie Billie Eilish, alles extrem oversized. Insgesamt sind die Leute ziemlich sauber’ angezogen und genießen es offensichtlich, wenn sie auf der Straße chique sein können. Besonders nach 2 Jahren des Höhlenlebens’. Im Supermarkt gibt es keine Plastiksackerl mehr. Und nach wie vor lieben die Belgier das Radfahren, zur Arbeit, zum Spaß. Ich denke mehr als je zuvor.

Ihr liebster Ort in Antwerpen? Warum?
Middelheim Park und Rivierenhof Park — wobei das für uns Österreicher, die wir aus einer reichen Natur kommen, nicht ganz so besonders ist. Besonders ist, wenn man einen Ausflug zur Kalmthoutsen Heide macht, ein Naturschutzgebiet das etwas Wüstenartiges hat, ein besonderer Ort. Auch ist es Wert am Fluss, der Schelde, richtung Norden zu gehen. Da sieht man tolle Himmelformationen, die schier endlos sind da hier keine Berge am Horizont sind. Je weiter man in den Norden geht, tauchen Kräne und andere technische Hafengestalten auf. Wenn es dämmert, erleuchtet ein industrielles Lichtermeer. Das ist das dystopische Bild, das den Charme von Antwerpen ausmacht, im Kontrast mit der Mittelalter-Renaissance und Jugendstil Architektur. Zaha Hadid gibt es seit ein paar Jahren auch im Norden zu entdecken!

Wo finden Sie Ihre Inspiration?
Für alle die sagen, man kann online keine Inspiration finden — ich schon. Mich inspiriert die Ästhetik von Technologie, wie sie gemanagt wird, wie wir Menschen uns mit den technologischen Innovationen im Verhalten und unserer Identität ändern. Gerade habe ich zu Tschaikovski, Stravinsky und Malevich recherchiert — sie haben sich um 1900 auch schon dieselben Fragen gestellt: Ist die Puppe eine echte Person, oder nur eine Repräsentation der echten Person?’. Heute geht das eher so: Ist es nur eine Frage der Evolution, der Gewöhnung unseres Hirns, bis wir das Internet nicht mehr als Simulation wahrnehmen? Und mit dieser Frage geht die Suche weiter. Faszinierend, oder?

Was ich noch sagen wollte…
Bei den Wiener Festwochen wurde ich von Schauspielerin Caroline Peters eingeladen die Kostüme für das Stück Die Maschine Steht Nicht Still’ zu kreieren. Eine Ehre! Willkommen zur Premiere am 2. Juni, im Hamakon, Wien. Der Science-Fiction Roman, der dieser Produktion als Inspiration dient, ist auch zu empfehlen. Ein ganz kurzes, unterhaltsames Büchlein von E.M. Forster, 1090.

Vielen Dank für das Gespräch!

Fashion Fakten

Mehr Informationen zu Flora Miranda finden Sie unter floramiranda​.com

Angebot
hotel-das-eisenberg-blick-vom-pool-auf-das-hotel

Hotel das Eisenberg: Ihr Resort am Dreiländereck

Kennenlern-Paket im 4‑Sterne Hotel das Eisenberg ‑20% Ermäßigung!

13. Jänner 2023 Angela0

Von Kiwis bis Kötbullar

Unsere Redaktion verrät ihre Reiseträume und Tipps.

Angela Sirch – Stellvertretende Chefredakteurin


Die unendlich erscheinenden Landschaften, die Kultur der Maori, die offene und moderne Gesellschaft, die kulturellen Sehenswürdigkeiten und der große Respekt vor der Natur und dem sensiblen Ökosystem des Landes – das alles sind Gründe warum Neuseeland als Traumreiseziel bei mir ganz oben auf der Liste steht. Seitdem ich die Verfilmungen von J.R.R. Tolkiens Epos Der Herr der Ringe“ im Kino gesehen habe, lässt mich die Faszination für dieses wunderschöne Land nicht mehr los. Ich würde aber nicht nur gerne Hobbiton besuchen und durch die atemberaubenden Landschaften wandern, auch die Städte Queenstown, Auckland und Wellington interessieren mich sehr. Und wenn man schon am anderen Ende der Welt ist, geht sich vielleicht auch noch ein Abstecher zu einem der umgebenden Inselstaaten wie z.B. Fidschi aus. Bis das Budget für diese Fernreise ausreicht, träume ich von einem weiteren Sehnsuchtsziel: Stockholm und Südschweden. Die skandinavische Kultur, das Prinzip Lagom – nicht zu viel, nicht zu wenig, gerade richtig“ – und die Hauptstadt Stockholm mit seiner bezaubernden Altstadt und den vielen kleinen Inseln finde ich sehr spannend. Zudem ich es in den Norden bislang leider nicht weiter als Kopenhagen geschafft habe. Da gibt es noch einiges zu entdecken!

Mein derzeitiger Lieblingsort: Ich bin passionierte Städte- und Kulturreisende und laufe so manchen Marathon um eine Stadt richtig kennenzulernen. Städte in die ich auf jeden Fall immer wieder zurückkommen würde sind Valencia, Basel, Florenz, London und das bereits erwähnte Kopenhagen. Auch die ganz eigenen kulturellen und gemeinschaftlichen Entwicklungen auf Inseln finde ich sehr faszinierend. Hier haben es mir besonders die Kanalinseln zwischen Großbritannien und Frankreich angetan. 

Lieblingshotel: Sobald ich einen Schritt durch die Eingangstüre dieses Hotels mache, schalte ich in der Minute zwei Gänge runter. Das Almwellness Pierer auf der Teichalm in der Steiermark durfte ich mittlerweile schon zwei Mal besuchen. Die entspannende Atmosphäre, das elegante, geschmackvolle Interieur, das ausgezeichnete Essen und der zuvorkommende Service sind bemerkenswert. 

weiterlesen

14. Juli 2021 X Son Vida Ned Capeleris1

Mallorca inside

Ned Capeleris wohnt dort, wo andere urlauben. Als neuer General Manager des Castillo Hotel Son Vida und Sheraton Mallorca kennt er die besten Plätze der Sonneninsel. Im Talk verrät er seine Geheimtipps.


Wir haben den neuen General Manager des Castillo Hotel Son Vida und des Sheraton Mallorca getroffen. Der Australier ist neu auf der Insel, hat aber schon einige Geheimtipps auf Lager. 

weiterlesen

07. August 2023 Factory

The Manchester Museum

Eine erlebbar Investition in die Zukunft.

Fünfzehn Millionen Pfund hat sich Manchester den jüngsten Umbau des Manchester Museum kosten lassen – und verweist auf eine Investition in die Zukunft. Genau darum geht es beim Projekt Hello Future“ dann auch. Bislang stand hier die Erzählung rund um die einstige Weltmacht Großbritannien im Mittelpunkt. Doch man muss kein Hellseher sein, um in Zeiten eines zunehmend aggressiven geführten Wettbewerbs zwischen westlichen Demokratien und aufstrebenden Weltmächten wie China den Wert eines tieferen Verständnisses unterschiedlicher Kulturen zu erkennen. Genau darauf zielen die neue Belonging Gallery, die Lee Kai Hung Chinese Gallery und die South Asia Gallery ab. Wobei ein gemeinsames Ziel ganz besonders herausgestrichen wird: Nämlich die Schaffung einer nachhaltigeren Welt.

weiterlesen