David Rockwell entwirft für Artemest einen Raum, der sich weniger wie ein klassischer Dining Room anfühlt – und mehr wie der Moment danach.
Im Palazzo Donizetti entsteht eine Szenerie, die irgendwo zwischen Neapel und Theater liegt. Inspiriert von antiken römischen Speiseräumen ist der Tisch hier kein fester Ort mehr. Stattdessen verteilen sich Daybeds, Poufs und niedrige Tische im Raum. Man sitzt nicht, man bleibt.
Der Raum erzählt nicht vom Essen selbst, sondern von dem, was davon übrig bleibt. Teller hängen an den Wänden wie Kunstwerke, Tabletts werden zu Bildern, Gläser zu kleinen Installationen. Nichts wirkt perfekt arrangiert – eher so, als wäre gerade jemand aufgestanden.
Auch das Licht spielt mit dieser Idee. Kronleuchter hängen scheinbar verkehrt herum, als wären sie gefallen. Dazwischen ein warmes, gedämpftes Leuchten, das den Raum ruhig macht.
Farblich bleibt alles nah an Material: Marmor, Goldtöne, dunkle Flächen, dazu immer wieder Blau. Es ist opulent, aber nicht laut.
Am Ende ist es kein Dining Room im klassischen Sinn, sondern eine Inszenierung. Ein Raum, in dem Essen, Kunst und Atmosphäre ineinander übergehen.
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