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Thomas und Mathias Theuerer führen mit Juwelier Theuerer beim Wiener Stadtpark eine besondere Familiengeschichte in die Zukunft.

Juwelier Theuerer gibt es seit nun mehr 66 Jahren. Können Sie uns etwas zur Gründung des Unternehmens erzählen? 

Thomas Theuerer (TT): Unsere Großmutter ist der Liebe wegen nach Wien gezogen und wollte ins Juwelier-Geschäft einsteigen. Daraufhin haben unsere Urgroßeltern kurzerhand alles verkauft, sind – um der Tochter weiterhin nahe zu sein — mit nach Wien gezogen und haben ihr damit die Gründung eines eigenen Unternehmens 1956 an dem Standort, wo wir heute noch sind, ermöglicht. Eine Geschichte, die auch für uns heute noch beeindruckend ist.

Mathias Theuerer (MT): Mit dem Einstieg unseres Vaters in das Geschäft 1984 wurde der Standort weiterentwickelt, das Geschäft mehrfach umgebaut, das Sortiment erweitert und auf digitale Systeme umgestellt. Eine gute Basis um seit diesem Jahr auch einen Online-Shop auf theuerer​.at anbieten zu können. Leider ist unser Vater sehr früh nach kurzer Krankheit verstorben und Thomas und ich haben die Leitung des Geschäfts 2015 übernommen.

War davor von Ihnen ein Einstieg ins Familienunternehmen geplant? 

MT: Eigentlich nicht, es erfüllt uns allerdings heute mit Stolz und Freude, dass wir unseren Familienbetrieb als Brüder führen dürfen und wir sehen diese Herausforderung, als großes Privileg. Unsere Familie hat seit jeher viel Wert auf eine exzellente, kompetente und persönliche Beratung gelegt. Wir wollen das Zwischenmenschliche in den Vordergrund stellen und die Tradition bei Juwelier Theuerer weiterführen.

Als Juweliere in dritter Generation, gibt es sicherlich Stammkunden, die schon seit Jahrzehnten treu sind.

MT: Ja wir haben einen Kunden, der 1958 bei Theuerer seinen Verlobungsring gekauft hat und bis heute zusammen mit seiner Frau zu uns kommt. Vor kurzem hat uns die Schwiegermutter eines Freundes, deren Mann kurz davor verstorben war beauftragt, aus zwei Edelsteinen, die sie von ihm geschenkt bekommen hat, Schmuckstücke für die beiden Töchter anzufertigen. Das sind Geschichten, die sehr berühren.

Ist gerade der Kauf von Verlobungs- und Trauringen oft ein Einstieg für Stammkunden?

MT: Verlobungs- und Trauringe, sind sicher die kundenbindensten Schmuckstücke und es ist etwas das man jeden Tag trägt. Deswegen ist es für uns auch ein essentieller Punkt im Verkauf. 

Sehen Sie in diesem Bereich Trends, die verstärkt nachgefragt werden?

MT: Wir verzeichnen eine stärkere Nachfrage nach Platin als in den Jahren davor. Das hat natürlich auch mit dem hohen Goldkurs zu tun. Zudem bietet es aufgrund der Beständigkeit der Optik einen Vorteil beim Trauring. Was mir auffällt ist, dass die Ringe generell schmaler werden. 

TT: Bei den Damentrauringen gibt es auch einen Trend zum Steinbesatz.

Was ist Ihnen bei der Auswahl der Uhren- und Schmuckmarken, die Sie anbieten, wichtig?

TT: Dass die Qualität des Produktes stimmen muss ist Grundvoraussetzung. Abgesehen davon ist uns die persönliche Komponente sehr wichtig. Partnerschaftlich und loyal zusammen zu arbeiten, aber auch ehrlich kritisieren zu können ist für uns das um und auf. Die meisten Marken-Partnerschaften bestehen seit vielen Jahren. 

Longines und Rado zählen zu diesen Partnern. Welche aktuellen Modelle finden Sie besonders gelungen?

MT: Bei Longines gefallen mir persönlich aktuell die Longines Legend Diver, eine Taucheruhr mit Vintage-Optik, wie auch die Modelle der Longines Spirit Kollektion außergewöhnlich gut. Das besondere an Longines ist, der hohe Qualitätsanspruch der Traditionsmarke zu einem leistbaren Preis, wie auch das Angebot einer 5‑Jahres Garantie auf alle Automatikmodelle.

TT: Bei Rado finde ich den Fokus auf den Designaspekt sehr spannend und inspirierend. Beispielsweise bei der True Thinline x Great Gardens of the World-Kollektion, insbesondere bei dem Modell aus gelber Hightech-Keramik, das dem Sommer gewidmet ist. Ein Design und eine Farbgebung, die ich so noch nirgendwo sonst gesehen habe. 

Kann man auch mit einer eigenen Schmuckidee zu Ihnen kommen? Welche Services bieten Sie an?

TT: Sehr gerne. Unsere Goldschmiedmeisterin kommt auch für einen persönlichen Termin mit dem Kunden ins Geschäft und wir erarbeiten im Gespräch gemeinsam wo es hingehen soll. Aber auch mit Service- oder Reparaturwünschen kann man zu uns kommen. Wir haben einen Uhrmachermeister direkt im Haus, der vom Lederbandwechsel bis zu größeren Reparaturen alles zeitnah umsetzen kann. Zudem bieten wir seit einiger Zeit einen Concierge-Service an, der gut nachgefragt wird, und kommen gerne nach Terminvereinbarung persönlich vorbei.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Fashion Exhibitions

Gabrielle Chanel. Fashion Manifesto

Die Coco-Chanel-Ausstellung feierte ihre Premiere mit großem Erfolg 2020 in Paris. Heuer ist die Schau ab 16. September erstmalig in Großbritannien (V&A South Kensington, London) zu sehen. Dabei wird das großartige Werk der ikonischen Modedesignerin honoriert. Gabrielle Chanel. Fashion Manifesto“ zeichnet die Gründung des Hauses Chanel und die Entwicklung ihres ikonischen Designstils nach, der die Art und Weise, wie Frauen sich heute kleiden, weiterhin beeinflusst.

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23. November 2023 Loreal c Caio Kauffmann 03

Scent & Success mit ARA und L’Oréal

Wie Flacons zu Design Pieces werden, wonach das Jahr 2024 duftet: Kathrin Zlousic, Market Director L’Oréal Luxe Austria, und ARA-CEO Dr. Harald Hauke im Talk.

Flacons wurden früher schon oft gerne als wertvolles Design Piece geschätzt und auch nachgefüllt. Welchen Stellenwert hat heute die Verpackung, im Vergleich zum Inhalt?

Kathrin Zlousic: Gerade bei Couture Parfums werden auch heute Flacons zu wahren Schmuckstücken. Schönes Beispiel etwa ist der Prada Duft mit seinem ikonischen Dreieck. Da ist das Design definitiv ein Erfolgsfaktor. Parfums sind ein höchst emotionales Lifestyle-Produkt, es unterstreicht das Lebensgefühl, das man auch präsentieren möchte. Natürlich ist da auch der Flacons ein Statement, das man aktiv wählt. Ein Design-Stück, das man je nach Emotion und Situation aus dem Regal nimmt und verwendet. Und es ist spannend zu beobachten, dass Flacons immer mehr an Wertigkeit gewinnen. Weg von der Schnelllebigkeit, hin zu einem It-Piece, das sogar den ein oder anderen Sammler auf den Plan ruft. Es geht darum, sich zu differenzieren, sowohl mit dem Duft, als auch mit seiner Verpackung. Somit sind Flacons durchaus Erfolgsfaktoren für ein Parfum.

Harald Hauke: Ich denke wie immer im Leben, gibt es nicht die eine Lösung. Viele werden Flacons als Einwegprodukt sehen, andere werden komplett auf Refill und Wertigkeit setzen. Auch wenn ich nicht so viele Flacons wie meine Frau besitze, verstehe ich durchaus die Passion dafür. Genau wie der jeweilige Duft selbst, löst auch der jeweilige Flacon eine Emotion aus. Man wählt ihn, passend zum Anzug. Und es ist auch immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man ihm nach Gebrauch mit einem Wurf in den Glascontainer ein zweites Leben schenkt.

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22. Dezember 2020 Whitaker Studio Joshua Tree Residence 02 View from the car

Grandios erbaulich

Boxenstopp für Architekturbegeisterte im Joshua National Park. Wie man einen Container in ein bewohnbares Kunstwerk verwandelt, zeigt das innovative Whitaker Studio aus London.

Containerbehausungen gelten nicht unbedingt als erste Adresse. Es sei denn, sie wurden vom renommierten Whitaker Studio aus London errichtet. Für 2,8 Millionen Pfund hat die Design- und Ideenschmiede zwölf lackierte Schiffscontainer am Rande des Joshua National Parks in den USA installiert und daraus ein extravagantes Eigenheim mit rund 200 Quadratmetern geschweißt. Die Joshua Tree Residence hat keine Nachbarn, dafür außen herum viel Platz und Sonne. Logisch, dass der Strom aus einer eigenen Solaranlage kommt. Außerdem stehen drei Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer zur Verfügung. Ganz in Weiß und ziemlich surrealistisch steht die Stahlimmobilie inmitten einer wüstenartigen Landschaft. Für Architekturbegeisterte ist der Boxenstopp ein definitiv erbauliches Muss.

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