teilen via

Unbegreiflich ist für Haptikforscher Martin Grunwald nichts. Der Wahrnehmungspsychologe weiß, wie sich die Welt anfühlen muss, damit sie uns gefällt.

Zwischen Bohrmaschinen, Drähten und allerhand anderen Gerätschaften ragt in der Ecke ein kleiner Schreibtisch hervor. Kaum zu glauben, dass hier international renommierte Pionierarbeit in Sachen Haptikforschung geleistet wird. Und zwar von Prof. Dr. Dipl.-Psych. Martin Grunwald, der an der Universität Leipzig sein Haptic Research Laboratory eingerichtet hat. Mit seinem engagierten Team erforscht der deutsche Wahrnehmungspsychologe den Tastsinn und seine essenzielle Bedeutung für unser Leben. Und zwar mit einzigartigen Maschinen Marke Eigenbau: Denn obwohl der Tastsinn als der Ursinn jeglichen biologischen Lebens betrachtet werden kann, gilt er in der Wissenschaft immer noch als Randthema. Dabei ist das Wissen darüber in den unterschiedlichsten Bereichen von großer Bedeutung: von der Kosmetikindustrie, die die perfekte Textur sucht, bis zu neuen Ansätzen in der Neonatal-Medizin oder Körpertherapien bei Magersucht. Und natürlich ist auch in Zeiten von Corona Grunwalds Wissen gefragt. 

Unsere Umwelt ist eindimensional geworden, was uns als dreidimensionales Wesen stört.” Prof. Dr. Martin Grunwald

Prof. Dr. Grunwald, haben sich Ihre ­haptischen Erfahrungen in den letzten Monaten verändert? Greifen Sie weniger an seit der Coronakrise?
Ich persönlich habe als hauptberuflicher Haptiker mein Verhalten wenig geändert. Natürlich wasche ich mir öfter die Hände, und auch auf den Handschlag verzichte ich bewusst. Sonst aber hat sich mein haptischer Alltag kaum verändert.

In Ihrem Buch Homo hapticus“ schreiben Sie, dass der Tastsinn wichtiger ist als hören, riechen und schmecken. Wie darf man das verstehen?
Am besten versteht man diese Aussage, wenn man den Blick auf die Biologie richtet. Sie sorgt dafür, dass alle Organismen auf dem Planeten fühlen, also Tastreize verarbeiten können. Auch Tiere und Pflanzen können Vibrationen, Berührungsreize verarbeiten. Die Biologie sorgt dafür, dass der körperliche Kontakt zur Außenwelt analysiert werden muss. Das gilt vom Einzeller bis zum Menschen. Diese Fähigkeit ist essenziell für jegliches Leben. Es gibt niemanden, der ohne Tastsinn auf die Welt kommt. Während etwa die Analyse von Schallwellen – also das Hören – oder von Lichtquellen – also das Sehen – nicht unbedingt fürs Überleben notwendig ist. 

Sie beschreiben auch, dass eine Umarmung mehr trösten kann als tausend Worte? Wie funktioniert das?
Erstens hat jeder Mensch in den letzten Wochen der Schwangerschaft im Mutterbauch erste Kontakterfahrungen gemacht, die als prinzipiell positiv erlebt werden. Es war eng, warm, die Hand am Bauch der Mutter wurde gespürt, man wurde geschaukelt. All das registriert der Fötus und fühlt sich versorgt, geschützt und geborgen. Dann auf der Welt kommt der schützende, geborgene Körperkontakt zu Bezugspersonen. Der Organismus verwertet all diese Berührungsreize mit positiven Emotionen und positiver Biochemie – sofern kein Trauma erlebt wurde. Diese Körpererfahrungen bleiben ein Leben lang gespeichert und werden bei einer Umarmung abgerufen. Der Organismus hat gelernt, dass Berührung zu schnellem Stressabbau führt. Bei Paaren etwa reicht eine Umarmung von Sekunden, um eine Veränderung der Stressbiologie zu messen. Bei der Umarmung fremder Personen funktioniert die Stressreduktion nicht so schnell. Prinzi­piell ist es ein Mechanismus, der universell und weltweit funktioniert. Auch wenn sich Kinder wehtun. Dann laufen sie zu den ­Eltern, werden in den Arm genommen, und alles ist wieder gut. 

Kurz erklärt: Was passiert, wenn der Körper einen haptischen Impuls erhält?
Das ist ein sehr komplexer Vorgang. Wir haben fast 900 Millionen tastsensible Rezeptoren im Körper, nicht nur in der Haut. Allein ein paar Millionen davon werden bei einer Umarmung stimuliert. Diese senden kleine elektrische Impulse Richtung Gehirn, das dadurch in einen anderen Aktivierungszustand wechselt und Hormone ausschüttet, die via Blut zu anderen Körperregionen gelangen. Dort setzen sie körperliche Phänomene wie etwa Muskelkontraktionen in Gang. Sprich: Der Tastsinn löst biochemische Reaktionen aus, die wie eine hauseigene Apotheke sogar auf das Immunsystem wirken. Studien beweisen, dass Menschen, die mehr berührt werden, etwa ein stärkeres Immunsystem haben.

Haptische Erfahrungen fehlen in der Coronakrise häufig. Welchen Einfluss hat das auf die Gesellschaft?
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach Körperkontakt. Menschen mit einem hohen Bedürfnis leiden natürlich unter den Corona-Bedingungen mehr als solche, die sowieso introvertiert leben wollen. Für die ist es möglicherweise sogar eine Entlastung, nicht ständig Hände schütteln zu müssen. 

Es gibt also unterschiedliche Typen in Sachen Haptik?
Das Bedürfnis nach Körperkontakt ist ­natürlich individuell verschieden. Und auch die Sensibilität des Tastsinns ist ­unterschiedlich ausgeprägt. Prinzipiell ist jedoch jeder Mensch tastsensibel.

Kinder begreifen die Welt im wahrsten Sinn des Wortes. Wie wichtig sind diese Erfahrungen für das spätere Leben?
Unser Organismus ist in drei Dimensionen aufgebaut – hoch/​tief/​breit. Genau wie ­unsere Welt außerhalb des Organismus dreidimensional ist. Unser Tastsinn, unser Gehirn haben sich über Millionen von Jahren darauf spezialisiert eine analoge Welt in 3‑D zu begreifen. Wenn also Kinder zu viele zweidimensionale Erfahrungen – mit Handy, Tablet etc. – erleben, verkümmern wertvolle Ressourcen, um die reale Welt in ihren drei Dimensionen zu verstehen. Ein Schiff aus einem Blatt Papier zu falten ist beispielsweise gar nicht so einfach. Mit ­einer Falt-App am Handy gelingt es in wenigen Schritten. Da fehlen dann oft in der analogen Welt die Geduld und die Konzentration, um reale Aufgaben zu lösen. 

Unser Gehirn, unser Tastsinn sehnen sich nach Unterschieden.“ Prof. Dr. Martin Grunwald

Aktuell ist Digital Learning großes Thema. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Welche Effekte diese Digital-Learning- Phase haben wird, werden erst Studien in der Zukunft zeigen. Aktuell merkt man schon, dass Lernen mehr als Wissenstransfer am Bildschirm ist. Die Schüler wollen in die Klassen, sich mit ihren Mitschülern austauschen, den Lernstoff begreifen.

Macht es also auch einen Unterschied, ob ich den gleichen Text am Bildschirm oder auf Papier lese?
Auf jeden Fall! Analog, also Print, schneidet immer besser ab! Die körperliche Erfahrung beim Lesen eines Print-Artikels hat extremen Einfluss auf die Wirkung des Textes und die Gedächtnisleistung der ­Leser. Analoges Lesen ist ein multisensorisches Erlebnis im Gegensatz zum Lesen am Bildschirm. Ein Text, den man physisch in der Hand hält, wird anders gelesen. Man merkt sich den Inhalt viel besser, nimmt ihn intensiver wahr. Das beweist auch die Schulforschung.

Wird die aktuell vermehrte Kontakt­losigkeit nachhaltige Folgen haben?
Das Säugetier Mensch – wir gehören zur Klasse der Säugetiere – wird immer so handeln, wie es ihm guttut. Unsere Spezies hat die Pest überstanden, die spanische Grippe etc., und trotz dieser Krisen existieren kulturtechnische Verhaltensweisen wie Umarmungen oder Handschlag immer noch. Auch die Coronakrise wird unser Kommunikationsverhalten langfristig nicht vollständig verändern.

Menschen greifen sich 400- bis 800-mal täglich unbewusst ins Gesicht. Wieso?
Wir sind eine der wenigen Gruppen weltweit, die dieses Phänomen erforscht. Die neurobiologischen Daten zu diesem Phänomen geben momentan noch Rätsel auf. Eine Vermutung gibt es jedoch bereits: Die Emotionalität ist im Lauf des Tages nicht stabil. Wir sehen, hören Dinge, die uns ­ablenken. Wenn die Reize von außen zu viel Aufmerksamkeit fordern, hilft uns die unbewusste Selbstberührung, unsere Emotion wieder auf ein neutrales Niveau einzupendeln. Durch die Stimulation des ­Gesichts funktioniert das unbewusst.

Wie können Sie diesen Effekt messen?
Wir schließen Probanden – die nicht wissen, worum es beim Experiment geht – an ein EEG an, das die Gehirnaktivitäten misst. Die Teilnehmer müssen sich dann für 15 Minuten eine Aufgabe merken. Währenddessen stören wir sie bewusst mit kleinen akustischen Signalen, bis sie sich ins Gesicht fassen. Das EEG zeigt dann: Das Gehirn befindet sich nach der Berührung in einem völlig neuen neurobiologischen Zustand – was faszinierend ist. Dieser ­Effekt tritt jedoch nur dann auf, wenn es sich um eine unbewusste Berührung handelt. Bei einer bewussten Selbstberührung im Gesicht tut sich im Gehirn gar nichts.

Kann man also verhindern, dass man sich ins Gesicht fasst?
Die meisten Gesichtsberührungen passieren im Mund- und Nasenbereich, was ­natürlich gerade aktuell brisant ist. Wir wissen momentan viel zu wenig über den Gesamtmechanismus dieser unbewussten Gesichtsberührungen und können daher aktuell keinen aktiven Einfluss darauf nehmen. Was wir jedoch bereits aus Tests wissen ist, dass ein bewusstes Vermeiden nicht funktioniert und nur zu einem erhöhten Stresslevel führt. Aktuell ist Händewaschen somit noch die beste Methode.

Können Berührungen auch bei Depressionen helfen?
Studien zeigen, dass Patienten mit leichten, mittleren oder schweren Depressionen auf jeden Fall von physiotherapeutischen Massagen profitieren. Berührungen werden mit positiven biochemischen Vorgängen beantwortet – unabhängig davon, welche Vorerfahrungen jemand gemacht hat. 

Man will die Dinge wieder spüren – ob mit Do-it-­yourself-Projekten oder Schallplattensammlungen.” Prof. Dr. Martin Grunwald

Welche Relevanz hat Ihre Forschung für die Wirtschaft?
Für die Wirtschaft ist es zum Beispiel relevant, welche Oberfläche beim Konsumenten ankommt. Das gilt von der Autoindustrie über die Kosmetikbranche bis zur Verpackungsproduktion. Wir sind umgeben von glatten Oberflächen: Glas und Kunststoff dominieren Architektur und Pro­dukte. Unsere Umwelt ist eindimensional geworden, was uns als dreidimensionales Wesen stört. Unser Gehirn, unser Tastsinn sehnen sich nach Unterschieden. Man will die Dinge wieder spüren – ob mit Do-it-­yourself-Projekten oder Schallplattensammlungen. 

Gibt es ein Forschungsergebnis, das Sie persönlich besonders bewegt hat?
Eines meiner Herzensprojekte ist die Entwicklung eines engen Körperanzugs, der das Tastempfinden und somit auch die Körperwahrnehmung von Magersüchtigen stimuliert. Diese Catsuits haben wir bereits vor vielen Jahren entwickelt, als wir in ­Experimenten herausfanden, dass sich die verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers auf eine Fehlfunktion jenes Teils des Gehirns zurückführen lässt, der für die Verarbeitung sensorischer Reize zuständig ist. Diese Anzüge werden bereits in renommierten Institutionen verwendet, weiter geforscht wurde jedoch nie – obwohl sich etwa ein Fünftel der Betroffenen zu Tode hungert. Das ist meiner Meinung nach ein Skandal. Wir brauchen weitere Forschungsdaten, um diesen körperorientierten Ansatz zu verbessern. Ich hatte gehofft, dass andere Wissenschaftler das Thema aufgreifen. Da das nicht der Fall ist, versuchen wir nun selbst, Ressourcen dafür zu erhalten. Das Thema ist aus meiner Sicht so wichtig, dass unbedingt nach neuen und besseren Therapiemethoden gesucht werden muss. 

Sie sind experimenteller Psychologe und Pionier in Sachen Haptikforschung – wie kam es dazu?
Eigentlich arbeitete ich 1994 an einem ­Experiment zur menschlichen bildlichen Vorstellungskraft. Dafür habe ich den Probanden Tastaufgaben gestellt und bald ­bemerkt, dass alle die Aufgabe gut lösen konnten. Und dass dieses Ergebnis überhaupt nichts mit der Vorstellungskraft, sondern mit dem Tastsinn zu tun hatte. Als ich dann nach Literatur zum Thema suchte, gab es sehr wenig. So habe ich dann selbst mit der Haptikforschung begonnen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Einen Mäzen oder eine Mäzenin, damit noch viele spannende Forschungsthemen unseres Labors unbürokratisch realisiert werden können. Aktuell etwa die Frühchen-Forschung. Frühgeborene Babys ­haben oft Apnoephasen, die durch einen Berührungsreiz am Fuß verhindert werden können. Wir arbeiten gemeinsam mit der Klinik für Neonatologie ganz konkret an ­einer neuartigen Methode. Unser Ziel ist es, gerade diesen Babys einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Sinn des Lebens

Prof. Dr. Martin Grunwald wurde 1966 in Leipzig geboren, ist Psychologe und gründete 2008 das Haptik-Labor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig. Dort erforscht er die Wirkungsweise des menschlichen Tastsinns, entwickelt Therapien für psychisch bedingte Störungen der Körperwahrnehmung und berät als Begründer des Haptik-Designs weltweit Industrieunternehmen bei der 
Gestaltung neuer Produkte. Sein vielfältiges Wissen hat er 2017 kompakt im Buch Homo hapticus“ (Verlag Droemer & Knaur) einem breiten ‑Publikum bekannt gemacht. Aktuell sucht er Unterstützung für sein engagiertes Projekt babyatmung​.de. Gemeinsam mit der Klinik für Neonatologie hat er eine neuartige, wirkungsvolle Methode entwickelt, um die Apnoephasen von Frühchen durch taktile Reize schneller als sonst zu beenden. Haptikforscher Martin Grunwald hat zwei erwachsene Töchter und wohnt in Leipzig. haptik​-labor​.de

Gewinnspiel
Givenchy

Cat-Eyecatcher

Gewinnen Sie einen Gutschein in der Höhe von € 200,– von Mister Spex!
Angebot
Kirchenwirt 04

Entspannte Tage im Tiroler Alpbachtal

Wandern und Spa genießen im 4 – Sterne – Superior Hotel Kirchenwirt!
Angebot
Wein Co

WEIN & CO Gutscheine

10 % auf WEIN & CO Gutscheine und unbegrenzt in allen Filialen, Bars und im Onlineshop einlösen.

21.September.2021 Ellert2 c Caio Kauffmann

GoldAder

Thomas Ellert steckt das Schmuckgeschäft im Blut. Ein Talk über Marken, Märkte und unerkannte Promis.


Sie sind in einem Familienbetrieb aufgewachsen. Was sind Ihre ersten Erinnerungen an das Schmuckgeschäft Ihrer Großeltern?

Mein Großvater hat 1953 das Geschäft in der Alserbachstraße aufgemacht. Er war gelernter Uhrmachermeister. Seine Geschäftsidee war: Er repariert die Uhren, meine Großmutter ist im Verkauf, und mein Vater macht eine Goldschmiedelehre, um den Schmuck herzustellen.

Also von Beginn an sehr breit aufgestellt?

Ja, und sehr handwerklich geprägt. Mein Vater wurde 1940 geboren, er hatte seinen Goldschmiedemeister als einer der Jüngsten absolviert, er war damals um die 20. Er hat das Geschäft dann 1966 übernommen, und natürlich bin ich im Shop aufgewachsen. Ich war ständig dort, habe in meiner Schulzeit angefangen, mir ein Taschengeld dazuzuverdienen. 

Shoppingmalls waren damals neu und cool. 

Die SCS wurde 1976 eröffnet, ich war viel im Geschäft meiner Eltern. Ich erinnere mich noch genau, da war ich zehn Jahre alt, und alle Verkäuferinnen hatten zu tun: Eine Kundin kam auf mich zu und wollte eine Uhr um 1.290 Schilling sehen. Die habe ich ihr dann auch verkauft. 

weiter lesen

24.November.2022 Interview boehnel1

Schmucke Zeitlosigkeit

Bei Juwelier Böhnel auf der ­Wiener Mariahilfer Straße gehen ­Tradition, bester Service und Liebe zum Detail Hand in Hand.

Juwelier Böhnel besteht seit 1845. Können Sie uns etwas zur Geschichte des Unternehmens erzählen?

Die Familie Böhnel kam einst aus Böhmen nach Wien und ließ sich im allseits bekannten Böhnel Haus“ in Margareten nieder. Es handelte sich dabei um eine riesige Fabrik mit zahlreichen Uhrmachern. Das Unternehmen war sehr innovativ und hat bereits in der K.u.K.-Zeit Hauskataloge an seine Kunden versendet. Seit 1902 ist Juwelier Böhnel hier auf der Mariahilfer Straße. Mein Großvater war in den 1920er-Jahren für Junghans unter anderem in China tätig, und meine Eltern haben dann schließlich Juwelier Böhnel übernommen. 

Sie sind in vierter Generation Uhrmachermeisterin. Wie sah Ihr Weg in den Beruf aus? 

Ich habe zunächst an der Universität Handelswissenschaften studiert und bin nach meinem Abschluss zur ­Firma ­Huber nach München gegangen. Anschlie­ßend bin ich in das Familienunternehmen eingestiegen und habe im zweiten Bildungsweg die Ausbildung zur Uhrmachermeisterin und ­einige Gem­mologiekurse absolviert. Mein Wis­sen habe ich dann bei Juwelier Messerer in Zürich erweitert. 

weiter lesen

27.September.2022 Longines Reichmuth

Raffinesse & Eleganz

Die Schweizer Designerin Yvonne Reichmuth sorgt mit ihrem Glamrock-Stil für Furore bei Promis und neuerdings auch bei Longines.


Ihre Kollektionen sind oft von der Welt des Pferdesports inspiriert. Was macht für Sie die Faszination aus?
Es sind drei Aspekte: Einerseits ist es das Handwerk der Sattlerei, das typische vegetabil gegerbte Leder sowie die Verarbeitung davon, was sich auch in meinen Stücken wiederfindet. Dann natürlich das Harness: Der Körperschmuck, für den YVY bekannt ist, sieht den Pferdezäumen sehr ähnlich. Und dann fasziniert mich der Charakter der Pferde: Sie sind unvergleichlich elegant, stark und wild zugleich. 

Longines pflegt seit jeher eine traditionelle Verbindung zum Pferdesport – war das Inspiration für die Zusammenarbeit?
Ja genau, Longines wollte diese Verbindung und Leidenschaft auch in ihren Produkten umsetzen, und so kamen sie auf YVY. Wir haben einen neuen, ­modernen und überraschenden Ansatz gesucht, um diese Tradition in einer Uhr zu würdigen. 

weiter lesen