Paisley, Fransen, Western-Schnallen – und darunter das gute alte Fußbett. Zum 50. Geburtstag des Boston lässt Birkenstock Etro an einen seiner bekanntesten Schuhe. Das Ergebnis ist weniger vernünftig, als man es von Birkenstock gewohnt ist. Gut so.
1976 brachte Birkenstock den Boston auf den Markt. Ein geschlossener Clog, ein Riemen, eine Schnalle, anatomisch geformtes Fußbett. Mehr braucht er bis heute nicht, um erkannt zu werden.
Fünfzig Jahre später kommt Etro und hängt Fransen dran.
Die Zusammenarbeit wurde bei der Fall/Winter Show 2026 von Etro während der Milan Fashion Week erstmals gezeigt und kommt nun in den Verkauf. Neben dem Boston gehört auch die 1983 eingeführte Gizeh zur ersten gemeinsamen Kollektion. Birkenstock liefert zwei seiner bekanntesten Formen, Etro gibt ihnen eine neue Garderobe.
Paisley wird gestickt, Wildleder und Nappaleder treffen auf lange Fransen, die klassischen Schnallen werden durch eigens entwickelte Varianten mit Western-Anklängen ersetzt. Dazu kommen Nieten mit Pegasus und metallische Details. Selbst unter der Sohle geht die Zusammenarbeit weiter: Dort verbindet sich das typische Birkenstock-Profil mit Etros Paisley.
Beim Boston funktioniert der Kontrast besonders gut. Die geschlossene, reduzierte Form bekommt durch die langen Fransen Bewegung, Taupe und Schokoladenbraun halten Materialien und Details optisch zusammen. Im Inneren steckt weiterhin das anatomisch geformte Kork-Latex-Fußbett, für die Kollektion vollständig mit farblich abgestimmtem Leder bezogen.
2026 feiert der Boston seinen 50. Geburtstag. Seine Grundform hat sich in diesem halben Jahrhundert kaum verändert – und verträgt offenbar trotzdem Fransen, Western-Schnallen und eine ordentliche Portion Paisley.
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