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Die ungarische Cidery verwandelt Landschaft, Tradition und zeitgenössisches Design in pure Architektur.

Auf den Hügeln von Etyek, wo sonst Reben reifen, wachsen hier Apfelbäume. Vater und Sohn, beide Weinliebhaber, gründeten BudaPrés – eine kleine Cider-Manufaktur, die das ungarische Getränkeneuland mit Stil und Präzision betritt. Für ihre Idee einer neuen, eleganten Ciderkultur entwickelten BORD Architectural Studio ein Gebäude, das mehr ist als Produktionsstätte: eine architektonische Landschaft aus Beton, Holz und Licht.

Der Entwurf übersetzt die Typologie des klassischen Presshauses in eine zeitgenössische Geometrie. Die 45-Grad-Dachform wurde gespiegelt, verschoben und rhythmisch aneinandergereiht – so entstand eine Abfolge rhombenförmiger Volumen, die sich in den Hang schmiegen und dabei mit der Landschaft verschmelzen. Die Stirnseiten aus Glas öffnen den Blick auf Obstgarten und Horizont; Lichtfugen schneiden durch das Dach, rahmen Himmelsstücke, Wildblumen und die Bewegung der Wolken.

Im Inneren treffen rohe Produktionsräume mit Sichtbeton und Edelstahl auf warme Holzoberflächen und recycelte Bretter alter Agrarbauten. Unter der Erde wird gearbeitet, darüber verkostet – Bar, Showroom und Panoramafenster verbinden Handwerk und Genuss. Das Gebäude erzählt vom Rhythmus der Ernte, vom Duft der Äpfel, von der stillen Präzision moderner Landwirtschaft.

Architekt Péter Bordás erklärt, dass neue Ideen vor allem deshalb faszinieren, weil sie uns an unsere Wurzeln erinnern. Mit dem BudaPrés Cider Manor überführt sein Team traditionelle Elemente in eine zeitgenössische Sprache – und schafft so eine Atmosphäre zwischen Vertrautem und Neuem.

Abends leuchtet die Cidery wie eine Skulptur in der Landschaft – kühl und warm zugleich, ganz wie ihr Produkt: frisch, ehrlich, unprätentiös. Ein Stück Architektur, das schmeckt.


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