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Mit Dior by Yuriko Takagi öffnet das Pariser Traditionshaus ein visuelles Kapitel, das Modegeschichte neu inszeniert. Die renommierte japanische Fotografin Yuriko Takagi fängt die Essenz der Haute Couture von Dior in einer Serie poetischer Aufnahmen ein, die weit mehr sind als bloße Modefotografie – sie sind eine Hommage an Handwerkskunst, Zeitgeist und die Magie der Schneiderkunst.

Die Sammlung vereint ikonische toiles und Entwürfe aus unterschiedlichen Schaffensperioden des Hauses – von Christian Diors legendärer Ligne Corolle aus dem Jahr 1947 über die opulenten Visionen John Gallianos bis hin zu den modernen, feministisch geprägten Kreationen von Maria Grazia Chiuri. Takagis Linse lässt die Struktur, Textur und skulpturale Präsenz dieser Entwürfe in einer fast meditativen Klarheit erscheinen.

Besonders faszinierend ist der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Ein schlichtes Bustierkleid von Raf Simons trifft auf ein Originalskizzenblatt aus den 1950ern, Gallianos dramatische Abendroben stehen neben Dior-Parfumflakons aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, und Chiuris minimalistisch-drapierte L’étoile-Kleider verweisen auf eine fließende, zeitlose Silhouette.

Takagis Bildsprache ist dabei bewusst reduziert – monochrome Hintergründe, gezielte Lichtführung, der Fokus auf Konturen und Stofffallen. So entsteht ein Raum, in dem jedes Kleid nicht nur als Modeobjekt, sondern als Kunstwerk existiert.

Für Modekenner ist Dior by Yuriko Takagi eine Einladung, Couture in ihrer reinsten Form zu erleben – jenseits von Runway-Glamour, in der stillen, konzentrierten Schönheit der Atelierarbeit. Für alle anderen ist es eine visuelle Reise durch fast acht Jahrzehnte Stilgeschichte, in der sich zeigt, dass wahre Eleganz weder Alter noch Trend kennt.

Der 156-seitige Bildband Dior by Yuriko Takagi erscheint am 2. September 2025 bei Rizzoli und kann hier vorbestellt werden.


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