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Innovationsforscher Dr. Lukas Zenk weiß, wie wichtig Improvisation für erfolgreiches Handeln ist – privat wie beruflich. Anbei finden Sie konkrete Übungen für Ihren Alltag.

Yes, And” ist eines der Grundprinzipien in der Improvisation. Yes: die Situation in der wir uns befinden akzeptieren. And: Darauf aufbauend gilt es neue Ideen zu entwickeln und die Welt zu gestalten

Improvisation im Alltag

1) Akzeptieren Sie (zumindest für die Zeit der Übung), dass sich die Welt verändert hat, statt zu versuchen die Veränderung zu beklagen oder zu hoffen, dass alles wieder so wird wie zuvor.

2) Welche neue Möglichkeiten entstehen konkret für Sie, die zuvor nicht möglich waren? (z.B. mehr Zeit mit Ihren Kindern verbringen, Bekannte anrufen, die sie schon lange nicht mehr gehört haben, die Gegend besser erkunden etc.)

3) Wählen Sie eine der Möglichkeiten aus und führen Sie den ersten Schritt sofort ohne langer Planung durch. Erst nach der Tätigkeit überlegen sie, ob sie diese weiterführen wollen oder das nächste Mal eine andere Möglichkeit durchführen wollen. 

Improvisation in der Arbeit

Und auch unser Arbeitsalltag hat sich aktuell verändert. Nutzen wir jetzt Yes, And” in einer Situation im beruflichen Alltag. Aktuell ist es schwierig abzuschätzen, welche konkreten Konsequenzen die Krise mit sich bringen wird.

1) Akzeptieren Sie, dass Sie aktuell in vielen Bereichen nicht mehr langfristig planen können

2) Was können Sie im Hier und Jetzt machen, was Ihr Unternehmen positiv beeinflussen könnte

3) Führen Sie die Aktivität durch und reflektieren sie erst danach mit Ihren Kollegen, ob die Aktivität sinnvoll war. Damit lernen Sie Schritt für Schritt in unsicheren Zeiten trotzdem proaktiv zu sein, ohne darauf zu warten was passieren könnte — Sie selbst gestalten mit.

Näheres zu Dr. Lukas Zenk und seiner Arbeit finden Sie unter www​.lukaszenk​.at. In einem aktuellen Forschungsprojekt zum Thema Improvisation wurden internationale Experten und Expertinnen aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft interviewt. Sie finden die Interviews und weitere Informationen unter www.improvisation.science.

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02. Juli 2023 KI Art1

Ganz echt?

Falscher Dürer-Hase oder unechte Warhol-Blondine: Der milliardenschwere Kunstmarkt ist ein wahres Eldorado für Fake-Artisten. Künstliche Intelligenzen sind aber jetzt den Fälschern auf der Spur. Signature hat bei Experten nachgefragt.

Tony Tetro, Wolfgang und Helene Beltracchi, Tom Keating, Han van Meegeren – allesamt Namen, die es zwar nicht ins Ranking der Kunsthighlights geschafft haben, die aber dennoch ihren fixen Platz in der Geschichte der Kunst eroberten. Sie alle wurden durch ein zweifelhaftes Schaffen berühmt – durch das Fälschen von Kunst. Und sie alle wurden überführt, wenngleich es Jahre gedauert hat und letztlich doch der Zufall die Finger im Spiel hatte. Sie führten die routiniertesten Kunstkenner hinters Licht, und ihre Werke wurden letztlich selbst Kunst. Als Tom Keating beispielsweise 1984 starb, gewannen seine Gemälde enorm an Wert, und bis heute wird vermutet, dass noch rund 2.000 seiner Fälschungen auf dem Kunstmarkt im Umlauf sind. Generell gehen Experten davon aus, dass der Markt zu 30 bis 50 Prozent aus Fälschungen besteht. Eine gewaltige Zahl – vor allem wenn man bedenkt, welche Summen zwischenzeitlich für Bilder bezahlt werden. 2017 wurde zum Beispiel die Rekordsumme von 450,3 ­Millionen Dollar für das Ölgemälde Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci bezahlt, Andy Warhols Bild von Marilyn Monroe kam immerhin für 195 Millionen Dollar unter den Hammer. Auf dem internationalen Kunstmarkt werden jedes Jahr mehr als 70 Milliarden Dollar umgesetzt. Bei solchen Beträgen nimmt man sich als Fälscher auch gern einmal ein paar Stunden mehr Zeit, wenn es darum geht, die perfekte Illusion zu erschaffen.

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02. April 2024 Biennale Arte 2024 – Rehearsal for Swanlake

Biennale Arte 2024: Österreich

Die Ballettmeisterin

In Zeiten politischer oder sozialer Unruhen strahlte das sowjetische Fernsehen manchmal tagelang Tschaikowskys Schwanensee“ aus. Diesen Umstand greift die in der Sowjetunion geborene Konzeptkünstlerin Anna Jermolaewa auf, die den österreichischen Pavillon gestalten wird. 1989 kam sie als politischer Flüchtling nach Österreich, wo sie an der Akademie der bildenden Künste studierte.

Anna Jermolaewa
Anna Jermolaewa/​© Maria Ziegelboeck


Rehearsal for Swan Lake” nennt Jermolaewa ihren Beitrag, in dem eine Gruppe von Balletttänzerinnen ausgewählte Szenen des berühmten Balletts proben. Dadurch möchte sie es von einem Instrument der Ablenkung und Zensur in ein Instrument verwandeln, das einen politischen Wandel und einen Regimewechsel fordert”. Jermolaewa arbeitet mit der ukrainischen Balletttänzerin und Choreografin Oksana Serheieva zusammen, die in Tscherkassy eine Ballettschule leitete und nach der Invasion Russlands mit ihrer Familie nach Österreich flüchtete. Wie das Ergebnis genau aussehen wird, das wird man erst bei der Eröffnung des von Josef Hoffmann gestalteten Pavillons am 20. April sehen. In der Vergangenheit setzte die hochpolitische Künstlerin jedenfalls auf unterschiedliche Medien, von der Präsentation von Videos bis hin zu Installationen, Soundkulissen oder performativen Elementen.

biennalearte​.at

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22. September 2022 Häberli c Rado

Neue Avantgarde

Designer Alfredo Häberli über Präzision, Perfektion und neue Pläne. Ein Talk.


Vom Stuhl Interface“, dessen Verwendungsmöglichkeiten ganz von der eigenen Vorstellungskraft abhängen, über das Bücherregal Pattern“, das sowohl horizontal als auch vertikal Stabilität gibt, bis hin zum Einfamilienhaus Haussicht“ im Holzdesign: Man könnte sagen, Alfredo Häberli hat seiner Kreativität bereits in allen Designbereichen freien Lauf gelassen. Im Gespräch erzählt er von seinem Zugang zur Perfektion, Projekten wie dem 25hours Hotel in Zürich und wer ihn in seiner Arbeit inspiriert. 

Der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry meinte: Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ Würden Sie diese Aussage in Bezug auf Design bestätigen?

Ja, kann ich. Noch lieber sehe ich aber mit dem Herzen („Der kleine Prinz“). Ich frage mich dennoch, wie weit Perfektion anzustreben ist? Ich denke, eine gewisse Präzision und Eigenständigkeit empfinde ich als wertvoller als Perfektion. Ich schätze Dinge, die nicht ganz perfekt sind, ein wenig mehr, denn sie regen mich zum Nachdenken an.

Welche Begriffe beschreiben Ihre Designs am besten?

In zwei Worten: Präzision und ­Poesie. Genauer gesagt ist es das Lineare und Erfinderische der Präzision auf der einen Seite und das Unbeschreibliche, Intuitive, Kunstvolle der Poesie auf der anderen. Im Moment beschäftige ich mich mit der intuitiven Intelligenz.

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