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Seit fünf Jahren arbeiten Jony Ive und Marc Newson im Geheimen an dieser Vision. Das Ziel war von Beginn an klar: Die technologische Zäsur der Elektromobilität darf nicht zum Verlust der emotionalen Bindung zwischen Fahrer und Fahrzeug führen. LoveFrom erhielt die Freiheit, die Interface-Architektur von Grund auf neu zu denken. 

Das Ergebnis ist ein Cockpit, das Hardware und Software nicht als getrennte Welten, sondern als formale Einheit begreift. Luxus wird hier nicht über die Anzahl der Pixel definiert, sondern über die Materialität und die Ergonomie jeder einzelnen Interaktion.

Die Rückkehr des Mechanischen: CNC-Aluminium statt Touchscreen

Das Herzstück des neuen Design-Codes ist die radikale Absage an die Beliebigkeit glatter Oberflächen. Im Zentrum des Luce-Interieurs stehen präzise gefertigte, CNC-gefräste Schaltknöpfe, Drehregler und Taster aus massivem Aluminium. Jedes Element liefert ein haptisches Feedback, das an die mechanische Direktheit klassischer Formel-1-Boliden erinnert.

Es ist ein Bekenntnis zur Handwerkskunst: Die Bedienelemente für das Binnacle, das Kontrollpanel und die Mittelkonsole sind funktional organisiert und haptisch so differenziert, dass sie intuitiv bedienbar bleiben – ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Die Verwendung von Corning® Gorilla® Glass für Displays und Schlüssel unterstreicht dabei den Anspruch, nur die hochwertigsten Werkstoffe der Gegenwart zu verwenden.

Das Interface: Ein räumliches Erlebnis

Technologisch setzt Ferrari Luce auf eine Zusammenarbeit mit Samsung Display. Das mitlenkende Binnacle nutzt überlappende OLED-Displays, die durch drei präzise Aussparungen im oberen Panel einen fast dreidimensionalen Blick auf die Fahrdaten ermöglichen. Die grafische Gestaltung bricht bewusst mit modernen Trends und knüpft stattdessen an historische Ferrari-Schriften und die Ästhetik italienischer Ingenieursgrafik an. Diese grafische Reduktion dient einem klaren Zweck: die kognitive Belastung zu minimieren und den Fokus auf das Wesentliche zu lenken – das Fahren.

Elektrifizierung als gestalterische Chance

Bei Ferrari Luce wird die Elektrifizierung nicht als notwendiges Übel, sondern als Chance für eine neue Form der Exzellenz verstanden. Es ist die Verdichtung aus Tradition, Ingenieurskunst und modernstem Interface-Design. Jony Ive und Marc Newson ist es gelungen, den emotionalen Kern der Marke in ein neues Zeitalter zu überführen, in dem Luxus buchstäblich greifbar bleibt. Ein Ferrari bleibt ein Ferrari – gerade weil man ihn auch in der digitalen Zukunft noch mit allen Sinnen spüren kann.

Das Team (v.l.n.r.): Benedetto Vigna, John Elkann, Flavio Manzoni, Jony Ive und Marc Newson
Ferrari ©
Das Team (v.l.n.r.): Benedetto Vigna, John Elkann, Flavio Manzoni, Jony Ive und Marc Newson

Hard Facts: Die Luce-Schnittstellen im Überblick

  • e‑Manettino: Drei Modi (Range, Tour, Perfo) zur Optimierung von Leistung und Reichweite.
  • Magnetische Schaltwippen: Manuelle Drehmomentregelung mit adaptivem Feedback.
  • Binnacle-Display: Mehrschichtiges OLED, das sich mit der Lenksäule bewegt; kombinierte Analog-Digital-Anzeige.
  • Overhead-Launch-Hebel: Mechanischer Zugmechanismus für Performance-Starts am Dachhimmel.
  • LAVU (Vision Unit): Drei Kameras für Echtzeit-Telemetrie und Memories-Recording.
  • Materialien: 100 % recyceltes, handbearbeitetes Aluminium, Corning® Gorilla® Glass, italienisches Leder.

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