Wie gestaltet man Bewegung, wenn sich das Objekt selbst niemals bewegt? Genau dieser Frage widmet sich das zweite Kapitel der Giorgetti Maserati Edition Collection. Statt automobile Formen einfach auf Möbel zu übertragen, geht es um etwas Grundsätzlicheres: Wie lassen sich Dynamik, Präzision und Eleganz in Proportionen, Materialien und Volumen übersetzen?
Die neue Kollektion zeigt, dass Design weit über seine ursprüngliche Disziplin hinauswirken kann. Die Zusammenarbeit zwischen Giorgetti und Maserati versteht sich deshalb weniger als Kooperation zweier Marken denn als Dialog zweier Designwelten, die dieselbe Sprache sprechen: klare Linien, handwerkliche Perfektion und die Suche nach einer Form, die gleichermaßen kraftvoll wie selbstverständlich wirkt.
Schreibtisch Kimé
Besonders deutlich wird dieser Gedanke am neuen Schreibtisch Kimé. Sein Name bedeutet im Griechischen „Welle“ – ein Hinweis auf die fließende Formensprache des Entwurfs. Zwei unterschiedlich ausgeführte Schalen aus Leder und Esche scheinen sich zu umarmen, ohne sich jemals zu berühren. Es entsteht eine Spannung, die den gesamten Entwurf prägt und ihm eine fast skulpturale Wirkung verleiht. Trotz seiner markanten Erscheinung folgt Kimé konsequent dem Menschen: Die weichen Rundungen unterstützen eine natürliche Sitzposition und machen den Schreibtisch zu einem Arbeitsplatz, der Funktion und Form in Einklang bringt.
Aphira-Sitzmöbel
Auch die Sitzmöbel der Aphira-Kollektion greifen diesen Gedanken auf. Die vollständig mit Leder bezogene Schale erhält ihre Spannung nicht durch dekorative Elemente, sondern durch feine Linien, präzise Nähte und subtil modellierte Flächen. Erst beim Umrunden des Sessels werden Details sichtbar, die an die Formensprache des Automobildesigns erinnern, ohne sie direkt zu zitieren.
Sofasystem Nereide
Einen anderen Schwerpunkt setzt das modulare Sofasystem Nereide. Großzügige Proportionen, skulpturale Volumen und flexibel kombinierbare Elemente machen es zum Mittelpunkt unterschiedlichster Wohnsituationen. Ergänzt wird das System durch Beistelltische und Stauraumlösungen, die sich nahtlos in die Architektur des Sofas einfügen und den Gedanken eines ganzheitlichen Wohnkonzepts weiterführen.
Erweiterung der Lorelei-Serie
Abgerundet wird die Kollektion durch neue Varianten der Serie Lorelei, darunter ein kompakter Zweisitzer und ein drehbarer Loungesessel. Wie alle Entwürfe der Kollektion setzen sie auf fließende Linien, hochwertige Materialien und eine Formensprache, die Komfort nicht als Gegensatz zur Präzision versteht.
Gerade darin liegt die Stärke dieser Zusammenarbeit. Die Giorgetti Maserati Edition Collection versucht nicht, ein Auto in Möbel zu verwandeln. Vielmehr überträgt sie die Werte, die beide Marken verbinden – handwerkliche Qualität, Materialbewusstsein und die Suche nach einer ausgewogenen Form – in Objekte, die Bewegung nicht darstellen, sondern spürbar machen.
Nichts mehr verpassen – wir halten Sie auf dem Laufenden!
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.
Design & Architecture — August 2026
Dior auf den Spuren von Jules Verne
Le Fantastique Voyage de Monsieur Dior
Design & Architecture — August 2026
Feinedinge: Wiener Präzision in Porzellan
Zeitgenössisches Design trifft auf traditionelles Handwerk
Design & Architecture — Juli 2026
Rado Moving Materials 2026
Vol. 5: Diana Bobb
Design & Architecture — Juli 2026
Bella Hora: Mallorcas schönstes Fitnessstudio als architektonisches Erlebnis
Plus: die Design-Tipps von Minimal Studio
Design & Architecture — Juli 2026
Stephen Burks im Gespräch
Über seine neue Outdoor-Kollektion für Roche Bobois
Design & Architecture — Juli 2026
Dior Maison: Wenn Handwerk zu Licht wird
Eine Inszenierung für die neue Corolle-Kollektion