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Silvana Armani und Leo Dell’Orco präsentieren die Giorgio Armani Herbst-/Winterkollektion 2026/27 – und holen dafür Christy Turlington zurück vor die Kamera. Begleitet wird die Kampagne von Gedanken, inspiriert von Giorgio Armanis Worten. ​„Move in silence. Speak softly. Echo loudly. Stay forever.“

Christy Turlington ist wieder da. In den 1990er-Jahren lief sie für Giorgio Armani über den Laufsteg, nun steht sie gemeinsam mit Liam Kelly und Akbar Shamji für die neue Kampagne vor der Kamera. Fotografiert hat Oliver Hadlee Pearch, Art Direction und Styling halten sich ebenso zurück wie die Kulisse: Die Kollektion, ihre Linien und die Menschen, die sie tragen, stehen im Mittelpunkt.

Es ist die erste Giorgio-Armani-Kollektion von Silvana Armani und Leo Dell’Orco. Beide kommen nicht neu ins Haus. Silvana Armani arbeitete lange an der Seite ihres Onkels und bringt ihren Blick in die Womenswear ein, Leo Dell’Orco war über Jahrzehnte einer der engsten Mitarbeiter Giorgio Armanis und prägte insbesondere die Menswear. Herbst/​Winter 2026/27 ist nun ihre erste gemeinsame Kollektion.

Und sie passt ganz selbstverständlich zu Armani.

Add less

Die Silhouetten sind klar, weich und umhüllend. Es geht um Proportionen und Bewegung, um Kleidung, die den Körper begleitet. Nichts muss unnötig kompliziert werden, nichts drängt sich in den Vordergrund. Garments, Accessoires und Eyewear folgen derselben Idee.

„Add less. Feel yourself. Be remembered.“ Die ​„Fragments of Thoughts“, die sich durch die Kampagne ziehen, sind von Giorgio Armanis Worten inspiriert.

Remove the unnecessary until only the essence remains

Reduktion gehörte bei Giorgio Armani nie einfach nur zur Optik. Sie steckt in der Konstruktion: in Jacketts, die ihre Steifheit verloren, in weicheren Schultern, fließenden Stoffen und einer Eleganz, die nicht durch Dekoration entstehen muss. Die neue Kollektion führt diesen Gedanken weiter, ohne daraus eine Übung in Vergangenheit zu machen.

Silvana Armani und Leo Dell’Orco arbeiten mit diesen Prinzipien nicht erst seit heute. Sie kennen die Welt des Hauses aus nächster Nähe und setzen nun ihre eigenen Akzente innerhalb einer Ästhetik, die sehr genau weiß, wie viel sie braucht.

Feel yourself, be remembered

Christy Turlington und Giorgio Armani verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Ihre Besetzung bringt unterschiedliche Momente dieser Geschichte ganz selbstverständlich zusammen. Turlington war eines der prägenden Gesichter der Mode der 1990er-Jahre und ist bis heute eng mit jener zurückgenommenen Eleganz verbunden, die diese Kampagne bestimmt.

Vergangenheit wird dabei nicht zitiert oder rekonstruiert. Sie ist einfach Teil der Gegenwart.

Style as a way of being

Überhaupt geht es in dieser Kampagne auffallend wenig darum, etwas als neu zu deklarieren. Viel interessanter ist, wie selbstverständlich unterschiedliche Teile der Armani-Welt nebeneinanderstehen.

Mode gehört dazu, aber eben nicht nur Mode. Architektur, Interior, Kunst, Sport und persönliche Erinnerungen haben das Bild des Hauses über Jahrzehnte mitgeprägt. Palazzo Orsini in der Via Borgonuovo 11 gehört ebenso dazu wie die 1982 eingeführte Logo Lamp oder Olimpia Milano. Andere Referenzen sind persönlicher: eine Rose, die Giorgio Armani liebte, Natur, Materialien, Körper, Bewegung.

Die Kampagne nennt sie ​„Symbols“. Man muss daraus keinen Armani-Code zum Auswendiglernen machen. Zusammen erzählen sie etwas viel Einfacheres: Stil endet nicht an der Garderobentür.

Embrace vibrant ease
Body aligns with form
Style as a way of being

„Style as a way of being“: Stil ist mehr als das, was man trägt. Es geht darum, wie man es trägt.

Hint, veil, unveil

Giorgio Armani hat Sinnlichkeit selten mit Lautstärke verwechselt. Die Kampagne formuliert es so:

Let others imagine
Seduction is a game
That draws one closer

Andeuten, verhüllen, enthüllen. Nicht alles auf einmal preisgeben. Das findet sich in Stoffen, die sich bewegen, in der Art, wie Kleidung den Körper umgibt, statt ihn einfach auszustellen, und in einer Farbwelt, die ihre Wirkung nicht aus maximalem Kontrast beziehen muss.

Break the pattern

Zwischen all der Reduktion steht schließlich eine Aufforderung, die zunächst weniger nach Armani klingt: break the pattern.

Eine eigene Sprache weiterzuführen, bedeutet schließlich nicht, jede ihrer Formulierungen zu wiederholen.

Silvana Armani und Leo Dell’Orco präsentieren mit Herbst/​Winter 2026/27 keine historische Rückschau und keinen demonstrativen Neubeginn. Sie arbeiten mit dem, was dieses Haus ausmacht, und führen es in ihrer ersten gemeinsamen Kollektion weiter.

Christy Turlington vor der Kamera, die neue Kollektion und Giorgio Armanis Gedanken stehen dabei ganz selbstverständlich nebeneinander.

Move in silence
Speak softly
Echo loudly
Stay forever


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