Welche Uhren zählen 2026 zu den besten ihres Fachs? Der Grand Prix d’Horlogerie de Genève, kurz GPHG, liefert darauf jedes Jahr seine ganz eigene Antwort. Für die aktuelle Ausgabe stehen die nominierten Zeitmesser fest – SIGNATURE nimmt sie Kategorie für Kategorie unter die Lupe.
Was macht eine Uhr eigentlich unverzichtbar? Mit der neu geschaffenen Kategorie „Essentielle“ widmet sich der Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2026 genau dieser Frage. Zwischen klassischer Zeitanzeige und komplexer Mechanik eröffnet sich ein überraschend breites Spektrum: von springenden Stunden über skelettierte Werke bis zu raffinierten Anzeigen der Gangreserve. Die sechs Nominierten beweisen, dass es nicht immer möglichst vieler Komplikationen bedarf, um uhrmacherische Raffinesse und gestalterische Eigenständigkeit unter Beweis zu stellen.
AUDEMARS PIGUET: Neo Frame Jumping Hour
Die Neo Frame Jumping Hour greift eine Audemars-Piguet-Uhr von 1929 auf und übersetzt deren Streamline-Design neu. Stunden erscheinen springend im Fenster, die Minuten laufen retrograd. Erstmals setzt AP dafür auf das automatische Kaliber 7122 mit 52 Stunden Gangreserve. Das rechteckige Gehäuse aus Roségold und Saphir misst 34 × 34,6 mm.
DANIEL ROTH: Extra Plat Rose Gold Skeleton
Daniel Roth öffnet die Extra Plat und macht ihr Innenleben zum Design. Das nur 6,9 Millimeter flache Doppel-Ellipsen-Gehäuse und das skelettierte Kaliber DR002SR bestehen aus Roségold. Das Handaufzugswerk wird bei La Fabrique du Temps Louis Vuitton gefertigt, seine Brücken werden von Hand angliert und poliert.
GRAND SEIKO: Hand-engraved Manual-winding Spring Drive
Bei Grand Seiko wird die Tateshina-Wasserfalllandschaft zum Zifferblatt: Jedes wird einzeln von Hand graviert, die Linien setzen sich bis ins 40-mm-Platingehäuse fort. Im Inneren arbeitet das nur 4 mm hohe Spring-Drive-Kaliber 9R02 mit 84 Stunden Gangreserve. Die gleitende Sekunde nimmt die Idee des kontinuierlich fließenden Wassers auf. Limitiert auf 50 Stück.
MB&F: Sp One Platinum
Was passiert, wenn MB&F eine elegante 38-Millimeter-Uhr baut? Bei der SP One scheinen Federhaus, Unruh und Zifferblatt frei im Raum zu schweben. Saphirglas gibt den Blick auf die dreidimensionale Architektur frei. Mit 12 Millimetern Höhe ist sie die bislang schlankste und kleinste Uhr von MB&F – und Auftakt der Special Projects.
PARMIGIANI FLEURIER: Tonda PF Minute Rattrapante Arctic Rose
Die Minute Rattrapante macht zusätzliche Zeit sichtbar: Zwei Minutenzeiger liegen zunächst übereinander. Per Drücker lassen sich eine oder fünf Minuten addieren; der roségoldene Zeiger markiert das gewählte Intervall, der rhodinierte die aktuelle Zeit. Treffen beide wieder zusammen, ist die Zeit abgelaufen. Das Automatikwerk sitzt im 40-mm-Gehäuse aus Stahl und Platin.
STÉPHANE PIERRE: L’Impétrant
Bei L’Impétrant bewegen sich Stunden und Minuten retrograd über zwei Keramikskalen und springen nach zwölf Stunden gleichzeitig auf ihre Ausgangsposition zurück. Die Unruh liegt offen auf der Zifferblattseite, die Gangreserve wird über einen vertikalen Kegel angezeigt. Das Manufaktur-Handaufzugswerk bietet 70 Stunden Gangreserve und sitzt im 39-mm-Titangehäuse.
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