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Von Paris über Wimbledon, Le Mans und Goodwood bis Spielberg, Valencia und Madrid: Diese Sommerreise verbindet große Sportmomente mit Architektur, Kunst, Design und stilvollen Adressen in Europa.

Sportevents sind längst mehr als Termine im Kalender. Sie verändern Städte, öffnen neue Perspektiven auf Architektur, Hotellerie und Kultur – und werden im besten Fall zum Ausgangspunkt einer Reise. Die Grand Summer Tour 2026 führt von Paris an die Côte d’Azur, weiter nach Großbritannien, Österreich, Spanien und Marokko. Im Mittelpunkt stehen große Ereignisse wie Wimbledon 2026, Le Mans Classic, das Goodwood Festival of Speed, der Austrian Grand Prix, SailGP Valencia und das neue Formel-1-Kapitel in Madrid. Doch der Reiz liegt oft in dem, was rund um die Events entsteht.

Paris: Sport, Kunst und große Kulissen

Court Philippe Chatrier, Paris, France
Creative Commons via Structurae ©
Court Philippe Chatrier, Paris, France

Unsere Reise beginnt in Paris. Dort, wo Alexander Zverev vor kurzem den Pokal in den Himmel streckte, zeigt sich auch, wie sehr sich Sport, Architektur und Technik heute berühren. Sichtbar wird das nicht zuletzt am Court Philippe-Chatrier, dessen bewegliches Dach innerhalb weniger Minuten geschlossen werden kann. Elf Segmente legen sich dabei über den Platz – funktional gedacht, aber zugleich eine subtile Erinnerung an den Luftfahrtpionier Roland Garros. Wer ein paar Tage länger bleibt, merkt schnell, wie selbstverständlich sich hier Sport, Kultur und Stadtleben ineinanderfügen. 

Nur wenig später übernimmt die Reitsport-Elite die Stadt. Beim Longines Paris Eiffel Jumping auf dem Champ-de-Mars entsteht vor der Kulisse des Eiffelturms eine Szenerie, die selbst im sportverwöhnten Paris ungewöhnlich ist. Temporäre Tribünen auf der Place Joffre, Pferdesport auf höchstem Niveau und der Blick auf eines der berühmtesten Wahrzeichen Europas verleihen dem Event jene Mischung aus sportlicher Präzision und Pariser Kulisse, die den Reiz des Turniers ausmacht.

Longines Paris Eiffel Jumping auf dem Champ-de-Mars
Hang Jiayi Sonnenschein ©
Longines Paris Eiffel Jumping auf dem Champ-de-Mars

Wer den Sommer in der französischen Hauptstadt verbringt, sollte zudem einen Blick auf die Fondation Cartier pour l’art contemporain werfen. Gegenüber dem Louvre hat Jean Nouvel ein Haussmann-Gebäude aus dem Jahr 1855 radikal transformiert. Entstanden ist kein klassischer Museumsbau, sondern ein hochflexibler Ausstellungsort mit Deckenhöhen von bis zu elf Metern, verschiebbaren Plattformen und großzügigen Glasflächen, die den Stadtraum bewusst einbeziehen. Noch bis 23. August 2026 läuft hier die Eröffnungsausstellung Exposition Générale“, die den Anspruch des Hauses unterstreicht, Kunst nicht isoliert, sondern im Dialog mit Architektur und Öffentlichkeit zu zeigen.

Auch das Grand Palais setzt in diesem Sommer einen spannenden Akzent. Bis 26. Juli 2026 zeigt Laure Prouvost in der Nordhalle die immersive Installation We Felt A Star Dying“. Die französische Künstlerin, bekannt für ihre poetischen Arbeiten zwischen Video, Sprache, Duft, Licht und Skulptur, widmet sich hier einer ungewöhnlichen Inspirationsquelle: der Quantenphysik. Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Philosophen entwickelte Prouvost eine Arbeit, die weniger erklärt als erlebbar macht. Bereits der Zugang führt Besucher durch einen tunnelartigen Übergang, der bewusst mit Wahrnehmung spielt. Im Zentrum steht eine monumentale kinetische Skulptur, begleitet von Videoarbeiten, Klang und schwebenden Elementen, die an Meteoriten erinnern. Im Grand Palais mit seiner offenen Glasarchitektur entfaltet die Installation eine besondere Wirkung – irgendwo zwischen Wissenschaft, Fantasie und emotionaler Erfahrung. 

Wenige Straßen weiter sorgt Street-Art-Künstler JR erneut für Gesprächsstoff. Seine temporäre Intervention am historischen Pont Neuf verwandelt die älteste Brücke von Paris in eine begehbare Illusion. Gemeinsam mit einer eigens entwickelten Soundkulisse von Thomas Bangalter entsteht ein Werk, das historische Stadtlandschaft und zeitgenössische Kunst auf überraschende Weise verbindet.

Saint-Tropez, Hyères und Porquerolles: Riviera mit Designfaktor

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Stephan Julliard ©
Die Laura Gonzalez Suite im Hôtel Byblos

Von Paris führt die Route weiter an die Riviera. In Saint-Tropez wird derzeit besonders deutlich, wie selbstverständlich sich Tradition und Gegenwart vermischen. Das legendäre Hôtel Byblos“, seit Jahrzehnten Treffpunkt von Künstlern, Schauspielern und Stammgästen aus aller Welt, präsentiert neue Signature-Suiten der Pariser Architektin Laura Gonzalez. Mediterrane Farben, handgefertigte Keramiken, Naturmaterialien und fein gesetzte Texturen sorgen für eine zurückhaltende Eleganz, die bewusst weniger laut wirkt als viele neue Luxusadressen an der Côte d’Azur. Seit seiner Eröffnung in den 1960er-Jahren gehört das Byblos“ zu jenen Orten, die Saint-Tropez entscheidend geprägt haben – diskret, stilvoll und bis heute eng mit der Geschichte des Ortes verbunden.

Wer wenige Minuten von der Place des Lices entfernt eine Alternative sucht, findet mit dem AREV St. Tropez“ ein Boutique-Hotel, das Riviera-Gefühl mit zeitgemäßem Design verbindet. Gestaltet vom Luis Bustamante Studio, greift das Haus die Leichtigkeit eines Aufenthalts an der Côte d’Azur der 1960er- und 70er-Jahre auf und übersetzt sie in eine sehr heutige Ästhetik. Sanfte Farben, viel Holz, elegante Stoffe und bewusst gesetzte Vintage-Anklänge verleihen den Räumen eine entspannte Selbstverständlichkeit. Im Garten stehen Olivenbäume statt großer Inszenierung, rund um den Pool entsteht jene unaufgeregte Atmosphäre, die man in Saint-Tropez nicht immer findet, und zum Hafen geht es stilecht im elektrischen Vintage-Méhari. Genau dieser Mix aus Stil, Leichtigkeit und Understatement macht das Haus zu einer jener Adressen, die Lust machen, ein paar Tage länger zu bleiben. 

Auch die Umgebung von Saint-Tropez bietet in diesem Sommer gute Gründe für einen Abstecher. Vom 25. bis 28. Juni 2026 feiert die Design Parade in Hyères und Toulon Jubiläum: zwanzig Jahre ­Design Parade in der ikonischen Villa Noailles von Robert Mallet-Stevens, zehn Jahre Innenarchitektur-Ausgabe in Toulon – dazu Ausstellungen, Installationen und Wettbewerbe, die bis Ende August geöffnet bleiben und die Region zu einem Treffpunkt zeitgenössischer Gestaltung machen. Die Villa Noailles selbst, hoch über Hyères gelegen, zählt bis heute zu den spannendsten architektonischen Bauten der französischen Moderne. 

Von Hyères aus lohnt die kurze Überfahrt nach Porquerolles. Zwischen Pinien und mediterraner Landschaft liegt die Villa Carmignac, deren Sommerausstellung Sea, Pop & Sun“ die Bildsprache der 1960er- und 70er-Jahre aufgreift. Werke von Jeff Koons, Roy Lichtenstein und weiteren Künstlern treten hier in Dialog mit Licht, Natur und Landschaft. Bereits die autofreie Insel selbst verlangsamt das Tempo spürbar. Kleine Wege führen an Pinienhainen, versteckten Buchten und Aussichtspunkten vorbei, während die Villa Carmignac Kunst und Landschaft wie selbstverständlich miteinander verbindet.

Wimbledon und Goodwood: Britische Rituale, große Sportmomente

Mit Wimbledon und Goodwood fällt Ende Juni der Blick nach Großbritannien. Vom 29. Juni bis 12. Juli 2026beginnt in Wimbledon erneut jene zweiwöchige Ausnahmezeit, in der Rasentennis, Tradition und der berühmte weiße Dresscode zusammenfinden. Kaum ein anderes Sportereignis verbindet athletische Konzentration und gesellschaftliche Rituale so selbstverständlich. Erdbeeren mit Schlagobers, Warteschlangen am frühen Morgen und die fast unveränderte Ästhetik des All England Club“ machen den Reiz des Turniers aus.

Wer in London ist, sollte gleichzeitig die Serpentine Gallery besuchen. Zur 25. Ausgabe des ­Serpentine Pavilion präsentiert das mexikanische LANZA atelier bis 25. Oktober 2026 eine temporäre Architekturinstallation. Unter dem Titel a serpentine“ greifen Isabel Abascal und Alessandro Arienzo die Form der traditionellen englischen Crinkle-Crankle-Mauer auf – eine geschwungene Ziegelstruktur, die Stabilität und Leichtigkeit überraschend verbindet und im Spiel von Licht und Schatten fast skulptural wirkt. Wie jedes Jahr wird auch dieser Pavillon für wenige Monate zu einem Treffpunkt für Architektur, Gespräche und sommerliche London-Nachmittage. 

Anfang Juli rückt der Motorsport wieder in den Fokus: Vom 2. bis 5. Juli 2026 kehrt Le Mans Classic auf den Circuit de la Sarthe zurück und bringt Rennikonen mehrerer Jahrzehnte wieder auf die legendäre Strecke. Anders als bei modernen Rennwochenenden geht es hier weniger um Höchstgeschwindigkeit als um Atmosphäre und Geschichte. Fahrzeuge, die Motorsportgeschichte geschrieben haben, stehen in den Boxengassen oft erstaunlich nah beieinander, während sich auf den Tribünen Sammler, Familien und langjährige Fans mischen. 

Wenig später folgt eines der charmantesten Automobilereignisse Europas: das Goodwood Festival of Speed. Auf dem Gelände des Goodwood House treffen historische Fahrzeuge auf aktuelle Entwicklungen und britischer Landadel auf Motorsportkultur. Während auf der berühmten Hillclimb-Strecke um Sekunden gefahren wird, erzählen die historischen Räume des herrschaftlichen Hauses von einer anderen Zeit. Eindrucksvoll wirken der opulente Speisesaal ebenso wie die weitläufige Parklandschaft rund um das Anwesen. Nur wenige Schritte entfernt liegt The Kennels“ – einst luxuriöses Hundehaus des Herzogs von Richmond, heute privater Club und Rückzugsort während des Festivals. Wer Goodwood besucht, merkt schnell: Hier geht es nie nur um Autos, sondern immer auch um britische Lebensart. 

Monaco bleibt auch nach dem Grand Prix einer jener Orte, an denen Sport und Lebensgefühl eng miteinander verbunden sind. Zwischen Hafen, Belle-Époque-Fassaden und den Terrassen des Hôtel de Paris“ erscheint das Fürstentum im Sommer fast wie eine Bühne, auf der sich Motorsport, Architektur und mediterranes Leben selbstverständlich begegnen. Wer länger bleibt, sollte einen Blick auf Mareterra werfen – jenes neue Stadtviertel am Meer, das Monaco um sechs Hektar erweitert. Entstanden nach den Plänen von Renzo Piano, Tadao Andō und Valode & Pistre, verbindet das Projekt Wohnraum, öffentliche Plätze, kleine Gärten und eine neue Uferpromenade. Besonders eindrucksvoll wirkt der Küstenweg entlang der Felsen, wo Architektur und Meer beinahe ineinander übergehen. 

Die neue Marina schafft zusätzliche Aufenthaltsorte direkt am Wasser, während begrünte Plätze und ruhige Rückzugsorte zeigen, wie sehr Monaco inzwischen versucht, urbane Dichte und Lebensqualität neu auszubalancieren. Vor allem am frühen Abend, wenn die Sonne langsam hinter den Yachten verschwindet, entfaltet Mareterra jene Atmosphäre, die das Viertel schon jetzt zu einem der spannendsten neuen Orte der Riviera macht.

Spielberg: Formel 1 zwischen Alpenpanorama und Architektur

Ende Juni macht die Formel 1 Station in Österreich. Im steirischen Murtal trifft der Red Bull Ring auf eine Landschaft, die das Rennwochenende stark mitprägt. Sanfte Hügel, Wälder und weite Sichtachsen rund um Spielberg verleihen dem Grand Prix einen besonderen Rahmen. Wer zum Großen Preis von Österreich reist, erlebt zugleich eine Region im Wandel. Direkt oberhalb der Rennstrecke ragt der neu gestaltete Schönberghof“ empor. Der Architekt Roland Heindl hat das traditionelle Landgasthaus in einen markanten ­Beton- und Glasbau verwandelt, dessen skulpturale Form inzwischen unübersehbar über dem Red Bull Ring thront. Seine Kapazität wurde mit 49 Zimmern deutlich erweitert – viele davon mit direktem Blick auf den gestuften Verlauf der Strecke. Gerade an lauen Sommerabenden entwickelt die neue Skybar Taurus“ auf dem Dach ihren Reiz: Von hier öffnet sich der Blick über das gesamte Aichfeld bis hinunter auf das Renngeschehen. Auch rund um den Ring wird investiert. 

Das Boxengebäude wird erweitert, um zusätzliche Garagen und moderne Infrastruktur für die wachsenden Anforderungen der Formel 1 zu schaffen. Wer abseits der Rennstrecke unterwegs ist, sollte zudem einen kurzen Stopp im nahegelegenen Zeltweg einplanen. Das Café Wasserturm“, untergebracht in einem liebevoll restaurierten Industriedenkmal aus dem Jahr 1870, verbindet Industriegeschichte mit überraschend stilvoller Architektur. Ein verglaster Panorama-Aufzug führt hinauf in den ehemaligen Wasserspeicher, der heute als Bar mit weitem Blick über die Region dient. 

Und auch Graz liegt näher, als man denkt. Kunstinteressierte verbinden das Rennwochenende mit einem Besuch des Universalmuseums Joanneum oder des futuristischen Kunsthauses Graz, das sich mit seiner biomorphen Form längst zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelt hat. Im Rahmen des stadtweiten Ausstellungsreigens BLOOM rücken hier florale Motive, Vergänglichkeit und Natur auf überraschend zeitgenössische Weise in den Mittelpunkt.

Valencia und Cagliari: Segelsport trifft Architektur

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Getty Images ©
Die America's Cup Vorregatta in Cagliari

Der September bringt noch einmal Bewegung in den europäischen Sport­kalender – und verbindet Segeln, Architektur und Motorsport auf besonders spannende Weise. Bevor der America’s Cup 2027 endgültig nach Neapel zieht und dort die Bucht von Bagnoli verändern wird, konnte die Vorregatta in Cagliari auf Sardinien bereits einen Vorgeschmack auf die Zukunft des Segelsports geben. Das ehemalige Industriegebiet Bagnoli soll sich in den kommenden Jahren Schritt für Schritt in ein neues Zentrum des Segelsports verwandeln – mit neuer Infrastruktur, öffentlichen Bereichen und einer stärkeren Verbindung zwischen Stadt und Meer. 

Gleichzeitig entsteht an der Uferpromenade von Cagliari mit dem neuen Nuragic and Contemporary Art Museum von Zaha Hadid Architects ein architektonisches Zeichen mit Strahlkraft. Inspiriert von der organischen Form von Korallenriffen verbindet das geschwungene Gebäude zeitgenössische Architektur mit der jahrtausendealten Nuraghen-Kultur Sardi­niens. Sichtbeton, fließende Linien und offene Räume schaffen einen spannenden Kontrast zur historischen Landschaft der Insel. Bereits jetzt gilt das Museum als eines jener Projekte, die Sardinien kulturell stärker positionieren könnten. 

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beigestellt ©
Das Nuragic and Contemporary Art Museum von Zaha Hadid Architects

Ebenfalls im September fällt der Blick weiter nach Valencia, wo beim SailGP Segelsport auf moderne Architektur trifft. Im Hafen bildet David Chipperfields ikonischer Pavillon Veles e Vents weiterhin einen markanten Rahmen, während mit der neuen Roig Arena ein weiteres architektonisches Statement entstanden ist. Die von HOK und ERRE Arquitectura entworfene Arena wird von tausenden blau glasierten Keramikelementen umhüllt, die das mediterrane Licht aufnehmen und dem Gebäude tagsüber wie nachts eine beinahe skulpturale Wirkung verleihen. In Valencia, wo Keramik tief in der regionalen Tradition verankert ist, wirkt diese architektonische Entscheidung besonders stimmig. 

Wer Valencia besucht, sollte zudem Zeit für die Ciudad de las Artes y las Cien­cias einplanen. Die futuristischen Formen von Santiago Calatrava wirken bis heute erstaunlich gegenwärtig und machen den Komplex noch immer zu einem der eindrucksvollsten Architekturorte Europas. Zwischen Wasserflächen, geschwungenen Brücken und weißen Fassaden wirkt die Anlage fast wie eine Zukunftsvision, die bis heute kaum gealtert scheint.

Madrid: Formel 1 und urbane Transformation

Nur wenig später feiert die Formel 1 ihr Debüt in Madrid. Rund um das IFEMA-Gelände entsteht mit dem neuen Stadtkurs Madring eine Strecke, die Motorsport und urbane Architektur miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei die spektakuläre Kurve La Monumental“, deren starke Überhöhung bereits jetzt für Gesprächsstoff sorgt. Das exklusivste Erlebnis verspricht die neue Hospitality-Suite House 44“, die gemeinsam mit Lewis Hamilton und Soho House entwickelt wurde und die Atmosphäre privater Clubs mit Rennsport verbindet. Gleichzeitig befindet sich Madrid selbst im Wandel. 

Das modernisierte Santiago-Bernabéu-Stadion zeigt eindrucksvoll, wie flexibel moderne Sportstätten heute gedacht werden. Dank einziehbarem Spielfeld und multifunktionaler Nutzung wird das Stadion längst nicht mehr nur für Fußball genutzt. Parallel dazu steht die Erweiterung des Prado-Museums durch Foster + Partners in Kollaboration mit Rubio Arquitectura kurz vor ihrer Vollendung und dürfte der spanischen Hauptstadt einen weiteren kulturellen Anziehungspunkt schenken. 

Marokko: Den Sommer verlängern

Wer den Sommer schließlich verlängern möchte, findet in Marokko einen stimmungsvollen Ausklang. Zwischen Atlantik, Wüste und historischen Städten verbinden Orte wie Marrakesch, Essaouira oder die Küstenregion rund um Taghazout Architektur, Kulinarik und entspannte Sommertage auf besondere Weise. Während Marrakesch mit stilvollen Riads, üppigen Gärten, versteckten Innenhöfen und einer bemerkenswerten Hotellerie lockt, zieht Essaouira mit ihrer windgeprägten Küste, kleinen Galerien und ihrer entspannten Langsamkeit an. Entlang der Atlantikküste entstehen zunehmend stilvolle Hideaways zwischen Meer und Dünen, die bewusst auf Ruhe, gutes Essen und Architektur setzen. 

Vielleicht liegt genau darin der Reiz dieser Grand Summer Tour: dass es am Ende nicht nur um Sport geht. Sondern um Orte, die man wegen eines Ereignisses besucht – und oft aus ganz anderen Gründen in Erinnerung behält.


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