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Die Drei-Österreich-Experten Christian Kohl (B2B) und Thomas Dötzl (B2C) im innovativen Round Table Talk.


5G ist die erste Technologie, die eine schnellere Reaktionszeit hat als der Mensch. Wie fühlt es sich an, bei ‑dieser technischen Revolution dabei zu sein?
Christian Kohl (CK): Es ist wirklich sehr spannend, bei der Entwicklung ganz neuer Themenbereiche dabei zu sein. Die neue Technologie eröffnet neue Möglichkeiten und Anwendungen in den unterschiedlichsten Branchen. Etwa können im Gesundheitsbereich dadurch OPs ermöglicht werden, die remote von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das ist wirklich faszinierend.

Thomas Dötzl (TD): Es war viel zu lang ruhig, intern haben wir es gern so formuliert: Schneller telefonieren geht nicht.“ Mit 5G ergeben sich jetzt ganz viele neue Möglichkeiten, wobei Schnelligkeit nur eine davon ist. Die Reak­tionszeit hat sich enorm verkürzt, was vor allem auch Gamer freut. Früher hat man dafür Glasfaserleitungen gebraucht, jetzt ist alles auch mobil möglich.

Die Digitalisierung in Österreich schreitet voran. Wo stehen wir, und was ist noch zutun?
CK: Der aktuelle ­Digitalisierungsindex, der gemeinsam mit A. D. Little und marketmind erhoben wurde, zeigt, dass die Digitalisierung in Österreich durchaus gut vorangeschritten ist. Dieser Trend wurde natürlich auch von der Pandemie unterstützt, die den Fokus vermehrt auf Homeoffice und Remote-Anwendungen gelegt hat. Aus Business-Sicht kommt es natürlich immer auch darauf an, wie einzelne Unternehmen zum Thema Digitalisierung stehen, ob es etwa Mitarbeiter gibt, die sich ausschließlich mit dieser Thema­tik beschäftigen, oder ob das Thema eher kritisch gesehen wird. Wichtig ist, immer den konkreten Nutzen für die Unternehmen zu zeigen. Und genau das hat sich Drei zur Aufgabe ­gemacht – greifbar zu machen, was neue Technologien für mich und mein Unternehmen bringen können. Denn eine Technologie wird erst dann revolutionär, wenn man etwas damit tut. 

TD: Die Pandemie hat neben der klassischen Digitalisierung auch für einen Kulturwandel in diesem Bereich gesorgt. Ob bei uns im Unternehmen, bei Privatkunden oder KMU, Remote ist einfach ein viel größeres Thema geworden. Früher wäre es etwa undenkbar gewesen, dass Schulunterricht per Teams“ funktioniert. In diesem ­Sinne ist die Digitalisierung in Österreich schon gut vorangeschritten, wobei es hier auch noch soziale Unterschiede gibt, wie es genutzt wird.

Die letzten Jahre haben uns gezeigt, wie wichtig Kommunikation ist.“ Christian Kohl

Wohin geht die Reise? Was sind die Trends in Sachen Digitalisierung? Was verlangt der aktuelle Lifestyle der Kunden, was bietet die neue Technologie?
CK: Der Datenkonsum hat sich seit 2019 um rund 40 Prozent erhöht. Die tägliche Datenübertragung, die wir im Alltag brauchen, wird immer größer. Vom TV-Streaming über Homeoffice bis zum Remote-Unterricht reicht die Palette. Auch Unternehmen arbeiten mit immer größeren Datenmengen. Hier ist eine gesicherte Bandbreite gefragt, die gerade in ländlichen Gebieten mit 5G mobil möglich wird. Während urbane Gebiete bereits meist gut mit Glasfaser erschlossen sind, kommt 5G überall dort zum Einsatz, wo der Standort technisch noch nicht gut erschlossen ist. Die KMU sind somit in ihrer Standortwahl flexibler und können überall auf 5G vertrauen. Außerdem ist 5G überall dort gefragt, wo Unternehmen Private Networks aufbauen wollen. Diese autonomen Netzwerke sind für bestimmte Kunden extrem wichtig, etwa für Spitäler, die Netzwerke benötigen, die von außen nicht beeinflusst werden können.

TD: Familien glücklich machen – das ist für mich der konkrete Nutzen von 5G. Abends sind alle zu Hause, jeder ­streamt, am besten noch in 4K, und dann braucht es ein stabiles Netzwerk. Als erster Anbieter in Österreich hat Drei dabei ein mutiges neues Produkt gelauncht. Mit 5G FIX“ wird genau das garantiert.

CK: Auch Businesskunden benötigen eine gesicherte Bandbreite auf Mobilbasis. 5G FIX ersetzt erstmals das Festnetz. Das ist eine ganz neue Dimension.

TD: Genau das ist es. Mit 5G FIX garan­tieren wir eine klar ausgewiesene Bandbreite. Das ist einzigartig in Österreich und macht Familien glücklich.

Familien glücklich machen – das ist für mich der konkrete Nutzen von 5G.“ Thomas Dötzl

Was sind die Unterschiede von 5G und Glasfaser?
TD: Ich habe Telekommunikationserfahrung und bin mit dem Festnetz bestens vertraut. Ich kann daher sagen: Festnetz ist immer komplex, recht stabil – aber natürlich, da drahtgebunden, nicht wirklich flexibel. Der Ausbau dauert lang. Wenn einmal Glasfaser to the home funktioniert hat, ist es auf jeden Fall ein tolles Produkt. Schneller und flexibler ist man jedoch natürlich mit 5G und 5G plus.

CK: Es braucht beides – Glasfaser und 5G bzw. 5G plus. Wenn Glasfaser verfügbar ist, macht es auf jeden Fall Sinn. Sobald das nicht der Fall ist, ist man mit 5G bzw. 5G plus flexibel, sicher und schnell dabei. Aktuell wird auch über hybride Ansätze im Businessbereich nachgedacht. Hier werden ausgewählte Datentransfers über Glasfaser, andere mobil über 5G gemacht – wobei es für den Kunden im Endeffekt völlig egal ist, welche Technik dahinter liegt. Hauptsache, es funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen 5G und 5G plus?
CK: Vereinfacht gesagt: 5G nutzt als Technologie auch das 4G-Netz als Basis. 
5G plus ist eine Stand-alone-Lösung und nutzt ausschließlich das 5G-Netz. Dadurch werden Sicherheit, Schnelligkeit, Latenzzeit und Bandbreite optimiert.

Wie hat sich das Onlineverhalten in den letzten Jahren verändert? B2C und B2B.
CK: Die letzten Jahre haben uns gezeigt, wie wichtig Kommunikation ist. Eine gute Flächendeckung, gute Qualität, keine Ausfälle. Das alles ist keine Selbstverständlichkeit, aber enorm wichtig. Drei treibt daher den Ausbau von 5G in Stadt und Land intensiv voran. 

TD: Internet wurde früher nur privat genutzt. Durch Homeoffice, Homeschooling etc. bekommt der ­private Anschluss zu Hause einen Businesscharakter. Die neuen Technologien ermöglichen uns, global in Verbindung zu bleiben – ob man mit seinen Kindern, die gerade ein Auslandssemester machen, in Kontakt bleibt, einen Onlinekurs besucht oder online im Team arbeitet. Die Möglichkeiten sind endlos, eine schnelle und sichere Internetverbindung ist die Basis.

Welches Potenzial bieten die neuen Technologien?
CK: Die neuen Technologien sind deutlich effizienter. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. Außerdem arbeiten wir auch an Systemen, die bei einem Blackout die Kommunikation der kritischen Infrastruktur ­sicherstellen. Oder wie wir in unserem Netz im Krisenfall Hilfsorganisationen den Vorrang ­geben können. Bei all diesen Dingen spielt 5G eine wichtige Rolle.

TD: 5G hat drei Komponenten: Geschwindigkeit, Reaktionszeit, ­Stabilität. Die Programmierbarkeit dieser drei Komponenten, je nach Bedarf, wird die Arbeit verändern. Man denke nur an Autopiloten. Wenn man über die Geschwindigkeit hinausdenkt, eröffnen sich ganz viele Dimensionen.

Die neuen Technologien sind deutlich effizienter. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.” Christian Kohl

Was braucht es, um diese 5G Services nutzen zu können?
CK: Die Technologie muss breit ausge­rollt sein, das Netzwerk verfügbar. Dann benötigt es nur mehr ein 5G-fähiges Endgerät und einen passenden Tarif. Beides haben wir im Portfolio.

TD: Noch nicht alle Endgeräte sind 5G-fähig. Aber auch im mittleren Preissegment gibt es bereits Produkte, die das können. Auf Dauer wird sich 5G durchsetzen und zu einer Vereinfachung im Alltag führen. Etwa wird man im Notebook bereits ein 5G-fähiges Modem haben, das nur mehr eine SIM-Karte für den Betrieb benötigt. Oder man wird mit der Spielekonsole mobil, wo man will, 5G nutzen können. Bei uns ist 5G plus bereits als Standard im mobilen Router dabei.

Was ist für 2023 geplant?
CK: Aktuell bieten wir eine Downloadgarantie an. Eine Uploadgarantie schauen wir uns gerade an. Außerdem sind Drohnen ein Thema. Die 5G-Netzversorgung nach unten ist bereits ­sichergestellt, jetzt gilt es zu ­schauen, wie man diese 5G-Netzversorgung nach oben ausbauen bzw. nutzen kann. Das Ziel wäre, einen Drohnenkorridor zu schaffen, der vor allem in ländlichen Gebieten etwa die Zustellung von ­Medikamenten mit Drohnen ermöglichen soll.

TD: Wir werden mit Vollgas das Netz weiter ausbauen und damit die Ver­fügbarkeit für immer mehr Kunden schaffen. 

Ihr Blick in die Zukunft – was sollte mit 5G noch alles möglich sein?
CK: 5G Private Network ist ein ganz großes Thema in der Industrie. Auf Flughäfen oder großen Seehäfen wird es bereits umgesetzt. Aber auch im ­Gesundheitsbereich gibt es dafür großes Potenzial.

TD: TV ist auf jeden Fall das Thema der Zukunft. Mit Drei TV haben wir hier ­bereits ein gutes Produkt, und der Bedarf wird stetig steigen. Die TV-Geräte werden immer größer, 4K und mehr gilt als Standard – diese Datenmenge muss erst einmal gehandelt werden. Dank 5G plus ist das Kinoerlebnis zu Hause möglich. 

TV ist auf jeden Fall das Thema der Zukunft.” Thomas Dötzl

Welche Services nutzen Sie selbst gern im Alltag?
CK: Ich liebe es, den Mindset der Branche zu leben. Mobile Payment etwa im Alltag, papierloses Büro – ich besitze keinen Drucker zu Hause, sondern ­mache alle Notizen gleich direkt am Gerät. Und wenn neue mobile Endgeräte gelauncht werden, ist es immer eine große Freude, diese gleich auszuprobieren.

TD: Da geht es mir genauso. Technologie soll das Leben der Leute einfacher machen, und ich selbst nutze die technischen Möglichkeiten, wo es geht. Etwa elektronische Behördenwege oder aktuell der elektronische Führerschein. Das sind alles Dinge, die auch meinen Alltag erleichtern.

Was fasziniert Sie an der Materie?
CK: Die Schnelllebigkeit der Branche, dass sich immer neue Dinge auftun. Das Gefühl, an etwas mitzuarbeiten, das den Alltag der Unternehmen erleichtert. Und diese Faszination auch weitergeben zu können.

TD: Die Schnelllebigkeit hält mich jung. Ich bin total technikaffin und liebe es, neue Geräte zu erkunden. Es macht einfach Spaß, und diese Freude möchte ich auch den Kunden vermitteln. 

Vielen Dank für das Gespräch!

Digital Life

Drei Österreich bietet als führender Telekommunikationsanbieter in Österreich Mobiltelefonie, Internet, Festnetz, Fernsehen und Businesslösungen aus einer Hand. Für den B2B-Bereich ist Christian Kohl verantwortlich. Als neuer Bereichsleiter für Geschäftskunden bei Drei hat er stets die Nähe zum Kunden im Fokus. Das gilt auch für Thomas Dötzl, der als Head of 3rd Party Retail bei Hutchison Drei Austria im B2C-Bereich maßgeblich aktiv ist. In beiden Bereichen stehen neue ‑Lösungen für das digitale Leben stets im Vordergrund. 
drei​.at

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23. November 2023 Andreas Krafft1 c Sonntagsblick

Andreas Krafft im Future-Talk

Zukunftsforscher Andreas Krafft über Trends und wie wir damit die Zukunft gestalten.


Wieso ist der Sinn für das Schöne gerade aktuell so gefragt?

Der Sinn für das Schöne ist im Menschen so zu sagen genetisch angelegt. Wir freuen uns und sind ergriffen, wenn wir einen schönen Sonnenuntergang sehen, ein schönes Gemälde oder ein grandioses Musikstück hören. Die meisten Menschen fühlen sich wohl, wenn sie von Schönheit umgeben sind. Besonders in Zeiten, in denen wir mit viel Schrecklichem konfrontiert werden, nehmen wir schöne Dinge bewusst wahr, ja wir sehnen uns sogar danach. Schöne Dinge gewinnen an Bedeutung.

Ebenso wie Autonomie. Welche Rolle spielt Selbstbestimmtheit in unserer Gesellschaft? 

Menschen möchten grundsätzlich die persönliche Wahlfreiheit haben, um entscheiden zu können, ob sie etwas tun wollen oder nicht. Durch ihre bewusste Entscheidung können sie die Aktivitäten im Einklang mit ihren persönlichen Werten und Idealen selbst bestimmen. Dies tun wir allerdings selten alleine. Mit dem Bedürfnis nach sozialen Beziehungen suchen wir die Verbundenheit mit anderen Menschen. Dabei geht es nicht um eine große Anzahl sozialer Kontakte, sondern um die Qualität der menschlichen Beziehungen. 

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01. Oktober 2021 Samsung 01

Zukunft klappt

Marvin Peters, Director Mobile Samsung Österreich, über mobile Entfaltungsmöglichkeiten.

Das Klapphandy ist im 21. Jahrhundert angekommen, und es ist stylisher denn je. Mit der neuen Generation des Galaxy Z Fold und des Galaxy Z Flip hat Samsung seine Vorreiterolle im Bereich der Foldables ausgebaut. Marvin Peters, Director Mobile bei Samsung Österreich, spricht über die Innovation und den Ideenreichtum, der in jedem Detail zu finden ist.

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22. Dezember 2020 New Oona Horx Strathern c Klaus Vyhnalek

Blick in die Zukunft

Der Fortschritt klopft an, und wir machen nicht auf? Oona Horx-Strathern, CEO des Zukunftsinstituts Horx, analysiert, wie Corona das Leben verändert und warum Gemeinsinn manchmal smarter ist als Künstliche Intelligenz.

Corona hat dafür gesorgt, dass das Zuhause wieder einen wichtigeren Stellenwert in unserem Leben hat. Hält sich diese Aufwertung der eigenen vier Wände auch in Zukunft?
Unser Zuhause ist manchmal wie eine Tante, die man eigentlich immer schon anrufen wollte, aber man lässt es doch sein, weil man weiß, dass sie kompliziert ist und jammern wird. Wenn man abends von der Arbeit nach Hause kam und die Wände, den Teppich, die Möbel registrierte, dachte man: Eigentlich müsste ich mal etwas verändern. Aber man ließ es, weil es zu anstrengend erschien. Das änderte die Krise radikal. Nachdem die Menschen fast nur noch zu Hause waren, begannen sie sich auf eine neue Weise mit ihrer häuslichen Umgebung auseinanderzusetzen – und zu identifizieren. Es hat sich etwas verändert in der Beziehung zu unseren Wohnungen und Häusern. Wir nehmen unsere häusliche Umgebung anders wahr. Wir wohnen bewusster – und das wird noch eine Weile halten, vielleicht sogar für immer. 

Die Technik ist ein ganz entscheidender Faktor in dieser Hinsicht. Sie ermöglicht es uns, auch für längere Zeit das Haus nicht verlassen zu müssen. Wohin wird dieser Trend noch führen?
Wir werden in Zukunft vielleicht mehr zu Hause arbeiten und dafür die Technik aufrüsten, beispielsweise eine Zoom-Ecke aufbauen. Aber abgesehen davon haben wir gemerkt, dass es weniger das Smart Home“ war, das uns gefehlt hat, sondern eher der soziale Kontakt. Technik ist nur ein Tool. Wichtiger ist die soziale Technik, und die Krise hat uns gezwungen, unsere soziale Umgebung neu zu definieren, zu überdenken und zu bewerten. Balkone und Shared Spaces“, in denen wir bestimmte Dienstleistungen auch im Lockdown in Anspruch nehmen konnten, waren wichtiger als eine App, die uns abends automatisch die Vorhänge zumacht.

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