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Designikone zwischen sportlicher Inspiration und moderner Eleganz: Wenige Uhren haben die Verbindung von Funktion und Design so selbstverständlich geprägt wie die Reverso“ von Jaeger-LeCoultre. 1931 ursprünglich für Polo spielende Offiziere entwickelt, wurde das markante Wendegehäuse zur ebenso praktischen wie eleganten Antwort auf die Anforderungen des Sports – und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der großen Ikonen des Art déco.

Mit der neuen Reverso Tribute Monoface Small Seconds“ interpretiert Jaeger-LeCoultre diesen Klassiker nun erneut – und zeigt, wie mühelos sich historische Codes in die Gegenwart übersetzen lassen. Das Gehäuse aus 18 Karat Rotgold trifft auf ein fein gekörntes, mattgoldenes Zifferblatt, dessen subtile Struktur bewusst mit den glänzenden Indizes und Dauphine-Zeigern kontrastiert. 

Besonders prägend wirkt dabei das Milanaise-Gliederarmband, das der Uhr eine fast schmuckhafte Eleganz verleiht und zugleich überraschend modern wirkt. Die Geschichte dieses fein gewebten Metallbands reicht bis ins Mailand des 13. Jahrhunderts zurück. Ursprünglich für Kettengeflechte genutzt, wurde die Technik später von Goldschmieden adaptiert und erlebt heute ein bemerkenswertes Revival. Für die Herstellung werden feine Goldfäden zu einem dichten Metallgewebe verflochten, das zugleich flexibel und außergewöhnlich langlebig bleibt. An der Reverso“ ergänzt das Milanaise-Armband die klaren Linien des Gehäuses beinahe selbstverständlich – weich im Tragegefühl, präzise in der Ausführung. 

Im Inneren arbeitet das Kaliber 822 mit Handaufzug und 42 Stunden Gangreserve. Entscheidend bleibt jedoch vor allem die Balance dieser Uhr: sportliche Herkunft, klare Art-déco-Linien und eine Eleganz, die gerade durch ihre Zurückhaltung wirkt.

4 Fragen an die Uhrmachermeisterfamilie Hübner

Die Verbindung zwischen der Familie Hübner und Jaeger-LeCoultre reicht weit zurück. Über Generationen hinweg gewachsen, basiert sie auf einer gemeinsamen Wertschätzung für höchste Uhrmacherkunst, Innovation und Tradition. 

Andrea Daum-Hübner und Astrid Stüger-Hübner sprechen über die Besonderheiten dieser langjährigen Partnerschaft, die Bedeutung ikonischer Modelle wie der Reverso“ und die Rolle der Boutique als Ort des Erlebens und Entdeckens.

Andrea Daum-Hübner (r.) und Astrid Stüger-Hübner (l.)
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Andrea Daum-Hübner (r.) und Astrid Stüger-Hübner (l.)

Die Verbindung zwischen Hübner und Jaeger-LeCoultre reicht eine Ewigkeit in unserer schnelllebigen Zeit zurück. Was ist das Geheimnis dieser Partnerschaft über Generationen? Wie bewahrt man die gemeinsame Leidenschaft für eine Marke, während sich die Uhrenwelt um einen herum so radikal wandelt?
Als Watchmaker of Watchmakers“ hat Jaeger-LeCoultre einfach so viel für die ganze Industrie wegweisend geschaffen, dass die Leidenschaft einfach brennt wie eine ewige Flamme. Die Partnerschaft wird tatsächlich gelebt und die Rückkehr von Jérôme Lambert an den Ursprung seiner Anfänge in dieser Industrie hilft uns da sicher auch sehr. Sowohl meine Schwester als auch ich haben in den 90er-Jahren für einige Monate ein Praktikum am Stammsitz im Vallée de Joux absolviert, das bleibt ein Leben lang eine andere Art der Bindung. 

Die Reverso“ ist mehr als nur eine Uhr; sie ist ein Stück Designgeschichte, das seit den 30er-Jahren nichts an Relevanz verloren hat. Wenn Sie heute einen Kunden in der Boutique beraten: Wie vermitteln Sie den Wert einer Uhr, deren eigentliche Funktion – das Wenden des Gehäuses – einst aus der Not auf dem Poloplatz geboren wurde, heute aber als Inbegriff eleganter Subtilität gilt?
Hier geht es natürlich vor allem um die enge Einhaltung der DNA des ursprünglichen Modelles. Die Reverso“ ist eine der Ikonen der Uhrmacherkunst und ein Art-déco-Kunstwerk – zugleich darf man die Perfektion dieses hochkomplexen Gehäuses nicht unterschätzen. Auch wenn die ursprüngliche Funktion technisch nicht mehr entscheidend ist, so wird die Rückseite sehr gerne für eine Personalisierung verwendet. Wir haben schon so einiges darauf verewigen dürfen und da sind Initialen oder ein spezielles Datum die leichtesten Übungen. 

Als Uhrmachermeisterfamilie haben Sie einen anderen Blick auf Technik als der reine Handel. Wenn Sie ein Kaliber von Jaeger-LeCoultre betrachten – etwa aus der Duomètre“- oder Atmos“-Serie –, was sieht das geschulte Auge der Familie Hübner, das dem Laien verborgen bleibt? Wo liegt für Sie die Grande Maison im Detail?
Dass hier wirklich das Handwerk gelebt wird. Mehr als 108 unterschiedliche Uhrmacher-Handwerkskünste unter einem Dach, das können nur die wenigsten. Beeindruckend ist auch das interne Know-how und die Kreativität, die im Stammhaus in Le Sentier vorhanden ist. Die Manufaktur beherrscht nicht nur jede erdenkliche uhrmacherische Komplikation, auch die Feinheit der Verarbeitung und die Dekoration der Uhrwerke sucht ihresgleichen. 

In einer digitalen Welt wird der physische Raum in der Boutique immer mehr zum Ort der Erfahrung“. Wie kuratieren Sie das Erlebnis für Ihre Kunden, damit der Besuch am Graben für einen Uhrenliebhaber mehr ist als nur ein Einkauf – sondern eine echte Reise in die Welt der Mechanik?
Im Zuge der Neugestaltung der Boutique im Sommer 2024 durften wir uns über zusätzliche Instrumente wie die Calibre Wall“ oder auch einige digitale Elemente freuen. Es macht schon einen Unterschied, ob man ein Werk einfach nur“ durch einen Glasboden betrachten kann, oder ob man das Uhrwerk direkt und eine Explosionszeichnung davon vor sich sieht. Damit bekommt man einen wesentlich besseren Einblick in die Mechanik. Zudem ist die Boutique in Wien ein Ort, an dem auch seltene und limitierte Modelle zu sehen sind.


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