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In einer Welt der Überfülle sucht der moderne Luxusreisende nicht nach mehr, sondern nach dem Richtigen. Explora Journeys bricht mit den Konventionen der Kreuzfahrt und setzt auf eine Ästhetik der Stille. Wir sprachen mit Alexandra Vogler über den Ocean State of Mind“, die Provokation des Vielleicht“ und das Erbe der Exzellenz.

Luxus definiert sich heute oft über das, was weggelassen wird. Es geht um den Raum zwischen den Dingen, um die Zeit zum Atmen und um eine Ästhetik, die eher flüstert als schreit. Alexandra Vogler, die ihre Expertise aus der Welt der Haute Horlogerie mit auf die Meere gebracht hat, prägt bei Explora Journeys genau diese neue Vision des Reisens. Im Gespräch wird deutlich, dass es bei der kommenden Explora III um weit mehr geht als um ein neues Schiff – es geht um eine neue Philosophie der Fortbewegung.

EXPLORA JOURNEYS Alexandra Vogler
Explora Journeys ©
Alexandra Vogler, Chief Marketing & Digital Officer bei Explora Journeys

Sie sprechen vom Hotel ohne Adresse“. Was bedeutet dieser Gedanke für Sie persönlich – und wie nutzen Sie ihn, um das klassische Kreuzfahrt-Image zu transformieren?
Ich liebe dieses Konzept. Viele Luxus-Traveler haben sehr klare – oft auch sehr starre – Vorstellungen von Kreuzfahrten. Wir positionieren uns bewusst zwischen landbasierter Hotellerie und Reisen auf dem Meer. Von diesem Standpunkt aus können wir beides verbinden: das, was wir den Ocean State of Mind nennen, und echte Fünf-Sterne-Hospitality, wie man sie von den besten Hotels an Land kennt.

Unsere Kampagne bringt das auf den Punkt: Explore the Ocean State of Mind. Wir wollten Menschen erreichen, die bereit sind, ihre Perspektive auf das Reisen neu zu justieren.

Wie würden Sie diesen Ocean State of Mind“ beschreiben?
Für uns ist es eine Kombination aus Raum, Zeit und Perspektive.

Der Raum entsteht durch die Weite des Meeres – diese physische und mentale Offenheit. Zeit ist heute einer der größten Luxuswerte überhaupt. Auf See bekommt sie eine andere Qualität. Und dann die Perspektive: Es gibt kaum etwas, das den Horizont so sehr erweitert wie der Blick auf das endlose Wasser.

Jeder interpretiert diese Mischung anders. Genau deshalb wollten wir in der Kampagne keine geschlossene Geschichte erzählen, sondern einen Zustand andeuten.

Die neue Kampagne arbeitet mit einem cineastischen Ansatz und dem Wort maybe“. Warum war Ihnen diese Ästhetik so wichtig?
Wir wollten bewusst mit den Codes der Branche brechen. Eine sanfte Provokation, die zum Dialog einlädt.

Maybe the best hotel isn’t a hotel.“ – das ist keine aggressive These, sondern ein gedanklicher Impuls. Vielleicht braucht man keine Stadt für ein Rooftop. Vielleicht kann man den Sonnenuntergang zum Dinner bestellen. Vielleicht reicht ein Check-in für mehrere Destinationen.

Gemeinsam mit McCann Paris und dem Regisseur Jonas Lindström – der auch für Hermès gearbeitet hat – haben wir eine Bildsprache entwickelt, die eher andeutet als erklärt. Luxus lebt von Atmosphäre, von Stil, von dieser ruhigen Selbstverständlichkeit. Unsere Gäste reagieren sehr stark auf diese Art von Ästhetik.

Erfolg messen wir nicht in Reichweite. Erfolg ist für uns erreicht, wenn jemand, der Kreuzfahrten bisher ausgeschlossen hat, sagt: Vielleicht ist das doch genau das Richtige für mich.“

Was erwartet Reisende an Bord, das sie so weder in einem Boutique-Resort an Land noch auf einem klassischen Schiff finden?
Vor allem: Privatsphäre.

Alle Suiten verfügen über eine private Ocean Terrace. Es gibt keine überfüllten Bereiche, sondern viele kleinere, kuratierte Räume – eine Whisky-Bar mit nur zwanzig Plätzen, Restaurants mit klarer Handschrift, viel Privatsphäre.

Ich erinnere mich an einen Moment auf der Explora II: Ich lief morgens im Fitnessstudio auf dem Laufband, während wir in den Hafen von Cannes einliefen. Dieses Zusammenspiel aus Bewegung, Licht, Ankunft – man ist permanent mit dem Meer verbunden.

Und dann diese Nähe zu den Destinationen: Ein paar Schritte, und man ist in Monaco. Oder man fährt mit dem Kajak vor Korsika hinaus. Ein Check-in, mehrere Welten.

Mit Jannik Sinner haben Sie einen globalen Markenbotschafter, den viele nicht automatisch mit Kreuzfahrten assoziieren würden.
Genau das macht es interessant. Jannik verkörpert Disziplin, Präzision, stille Exzellenz – Werte, die auch uns definieren.

Er wird bei der Jungfernfahrt der Explora III an Bord sein, inklusive Charity-Dinner und spezieller Events. Für viele Gäste ist das eine unerwartete Begegnung. Vielleicht auch ein neuer Zugang zum Thema Meerreise.

Sie waren zuvor viele Jahre bei Vacheron Constantin, Teil des Richemont-Konzerns. Heute arbeiten Sie im familiengeführten Umfeld von MSC. Was unterscheidet diese Welten?
Der Kunde ist letztlich derselbe – und viele Prinzipien sind identisch. Handwerkskunst ist im Luxus zentral. Bei uns zeigt sie sich im Service, im Savoir-faire unserer Hosts an Bord.

Vacheron Constantin steht für 270 Jahre Geschichte, für den respektvollen Umgang mit Zeit. Explora Journeys ist eine junge Marke, doch die Familie Aponte Vago bringt rund 300 Jahre maritime Tradition mit. Diese langfristige Vision ist typisch für ein Familienunternehmen.

Und es gibt durchaus Verbindungen: An Bord finden sich Boutiquen von Cartier, Panerai oder Piaget – alles Marken aus dem Richemont-Universum.

Wohin entwickelt sich die Marke in den kommenden Jahren?
Wir stehen am Anfang. Die Flotte wächst bis 2028 auf sechs Schiffe – Explora III, IV, V und VI folgen in schneller Abfolge.

Unser Anspruch ist es, die Kategorie des Reisens auf dem Meer neu zu definieren – für ein modernes, internationales Publikum, das Wert auf Substanz, Ästhetik und Zeit legt.

Vielleicht ist das kein Hotel ohne Adresse.
Vielleicht ist es eine neue Art, unterwegs zu sein.


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