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Der Transfăgărășan-Pass in Rumänien ist ein echtes Highlight für Reiselustige. Auf beeindruckenden 2.042 Metern Höhe schlängelt sich die Straße durch die Karpaten und bietet atemberaubende Panoramaaussichten. Doch so schön die Strecke auch ist – sie verlangt Aufmerksamkeit und Vorsicht. Wir stellen Rumäniens spektakulärste und wildeste Straße vor.

Er windet sich in spektakulären Serpentinen durch Rumäniens Berge, verbindet zwei historische Regionen, führt vorbei an Schluchten, Stauseen und einem Gletschersee – und wurde von Top Gear nicht umsonst zur besten Straße der Welt“ gekürt. Ob mit dem Auto oder dem Motorrad: Der Transfăgărășan Pass ist nichts für Eilige – aber ideal für Entdeckerinnen und Entdecker.

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Route durch die Alpen des Ostens

Die Transfăgărășan – auch DN7C genannt – schlängelt sich auf über 2.000 Meter Höhe durch das Făgăraș-Gebirge, den höchsten Teil der rumänischen Südkarpaten. Offiziell beginnt sie bei Bascov, nahe Pitești, rund zwei Stunden nordwestlich von Bukarest. Der landschaftlich spektakulärste Teil startet in der historischen Stadt Curtea de Argeș.

Das Ziel im Norden ist das kleine Dorf Cârțișoara – nur etwa 30 Minuten von Sibiu entfernt. Auch Brașov liegt nicht weit – perfekt für eine Roadtrip-Verlängerung. Je nach Ausgangspunkt misst die Transfăgărășan bis zu 151 Kilometer – davon etwa 90 bis 114 Kilometer Hochgebirgskino pur.

Geschichte auf Asphalt

Gebaut wurde die Transfăgărășan in den 1970er-Jahren auf Befehl von Diktator Nicolae Ceaușescu – als strategische Verbindung über die Berge, für den Fall einer sowjetischen Invasion. Heute gilt sie als Legende auf Asphalt. Jahr für Jahr zieht sie Motorradfahrer, Roadtrip-Fans sowie Fotografen aus aller Welt an. Kein Wunder – Kurven, Tunnel, Wasserfälle und Panoramablicke wechseln sich in dichter Folge ab.

Vier oder zwei Räder?

Die Transfăgărășan funktioniert sowohl mit dem Auto als auch mit dem Motorrad – aber das Erlebnis ist unterschiedlich: Im Auto reist man komfortabler, geschützt vor Wetterumschwüngen, mit Platz für Proviant und Kamera. Besonders geeignet sind kleinere, wendige Fahrzeuge wegen der engen Kehren. Auf dem Motorrad wird jede Kurve zur Choreografie. Der Berg ist unmittelbarer spürbar, die Luft klar, und manchmal hört man nichts als den Wind im Helm. Ein intensives Fahrgefühl – aber auch mit Vorsicht zu genießen: Es gibt kaum Leitplanken, das Gelände ist steil, und das Wetter kann sich schnell ändern. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei rund 40 km/​h. Für die Strecke sollte man mindestens drei Stunden einplanen – eher mehr, denn es gibt viele Gründe, anzuhalten.

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Wann ist die beste Zeit für eine Reise?

Die Transfăgărășan ist ein klassisches Sommerthema. Wegen Schnee und Lawinengefahr ist sie nur zwischen Ende Juni und Oktober befahrbar. Im August sind Wetter und Sicht oft ideal, allerdings auch viele Reisende unterwegs. Wer es ruhiger mag, startet besser unter der Woche oder am frühen Morgen.

Next Stop: Für diese Highlights sollte man eine Pause einlegen

An diesen fünf Orten sollten Reisende den Motor abstellen und einfach genießen:

Kloster Curtea de Argeș
Ein eindrucksvoller Auftakt: einst Grablege rumänischer Könige, heute ein byzantinisch geprägtes Bauwerk mit märchenhafter Ausstrahlung.

Poenari-Zitadelle
Die echte Dracula-Burg – über 1.400 Stufen führen hinauf. Oben wartet ein weiter Blick über das Tal und die Ruinen von Vlad dem Pfähler.

Vidraru-Staudamm
Ein massives Bauwerk aus Beton, das den Fluss Argeș zu einem riesigen See aufstaut. Der Blick vom Damm ist beeindruckend – und für Wagemutige gibt’s hier sogar Bungee-Jumping.

Capra-Wasserfall
Direkt an der Straße gelegen – ideal für eine kurze Pause mit Kamera. Besonders imposant nach Regen oder Schneeschmelze.

Bâlea-See & Tunnel
Der höchste Punkt der Route: Der Gletschersee auf 2.042 Metern liegt eingebettet zwischen felsigen Gipfeln. Daneben der Bâlea-Tunnel – mit 884 Metern der längste Straßentunnel Rumäniens. Die Nordrampe? Eine Serpentinenfolge wie aus dem Bilderbuch.


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