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Der neue Rado-CEO Adrian Bosshard im Talk über Leidenschaft, DNA und den Himmel als Grenze.

Es war das Hochzeitspräsent seiner Frau, das seine ­zeitlose Faszination unterstrich: Zu ihrem gemeinsamen Festtag schenkte sie ihm eine Rado Integral. Dass er dann 2020 an der Spitze von Rado stehen würde, war die krönende Fortsetzung einer langjährigen Beziehung. Der neue Rado-CEO blickt heute auf eine mittlerweile 25-jährige Karriere in der Uhrenbranche zurück. Der frühere Motorradrennfahrer parkte 1996 seine Rennmaschine endgültig in der Garage und lebte fortan seine Uhrenleidenschaft beruflich aus. Antriebsfeder seiner Passion war für den ehemaligen CEO von Union Glashütte und Certina das stetige Streben nach Perfektion und Innovation. Wie bei den Hightech-Keramik-Uhren von Rado.

Herr Bosshard, Sie sind in der glücklichen Lage, Ihre Passion zum Beruf gemacht zu haben. Was fasziniert Sie an der Marke Rado?
Rado war immer eine Marke, die mich ganz speziell fasziniert hat. Das ist keine Floskel und kommt wirklich aus tiefstem Herzen. Als ich 1991 geheiratet habe, hat mir meine Frau, die meine Liebe und Leidenschaft für Rado kannte, eine gravierte Rado Integral zur Hochzeit geschenkt. Diese Uhr habe ich oft getragen, und sie sieht heute noch wie neu aus. 

Ich habe die Marke immer bewundert aufgrund dessen, dass Rado immer mutige, eigenständige Designs, die sich von anderen absetzen, umgesetzt hat. Hinzu kam die Faszination für Hightech-Keramik: dieses langlebige Material mit diesen außergewöhnlichen Trageeigenschaften ist einfach das Nonplusultra. Das Material ist so angenehm leicht und nimmt ­umgehend die Körpertemperatur an, sodass man die Uhr am Handgelenk gar nicht mehr spürt. Durch die Kratzfestigkeit sieht sie auch nach Jahrzehnten wie neu aus. 

Wir bei Rado ­haben eine hochkomplexe Technologie mit speziellen Zusätzen und Legierungen entwickelt, um die sogenannte Hightech-Keramik herzustellen.”

Wie unterscheidet sich eigentlich herkömmliche Keramik von der Hightech“-Keramik, die Rado verwendet?
Werfen Sie einen Blick auf die Keramiktasse (Adrian Bosshard zeigt auf die Kaffeetasse in seiner Hand): Sie ist hart und hat eine kratzfeste Oberfläche. Sie wurde mit natürlich Rohstoffen wie Quarz, Kaolin oder Feldspat hochtemperaturverfestigt. Aber sie ist eher porös, und wenn man sie fallen lässt, dann ist sie kaputt. Wir bei Rado ­haben eine hochkomplexe Technologie mit speziellen Zusätzen und Legierungen entwickelt, um die sogenannte Hightech-Keramik herzustellen. Dabei entwickeln extrem reine und ultrafeine Pulver durch hitzeinduzierte Schrumpfung eine extrem hohe Dichte, und es entsteht ein Material, das sich durch Langlebigkeit und insbesondere durch eine hohe Kratzfestigkeit auszeichnet.

Da sind wir wohl bei der Marken-DNA von Rado, oder?
Ja. Keramik ist nach wie vor der Schlüssel zur Marken-DNA von Rado. Wir sind – dank der langjährigen Erfahrung und der großen Expertise unserer Spezialisten – in der angenehmen Situation, den höchsten Ansprüchen unserer Konsumenten gerecht zu werden Das ist eine Technologie, die Rado seit vielen Jahren immer wieder optimiert hat. Wir können ­sagen, dass wir im Bereich Keramikuhren und Hightech-Keramik-Produktion ein Level – hinsichtlich Verarbeitung, Formung und Färbung – erreicht haben, das unschlagbar ist. Denn wir können auf fast 40 Jahre Erfahrung zurückgreifen.

Wo ist das Limit bei der Verwendung von Keramik?
The sky is the limit“, sage ich immer. Wenn Sie etwas Neues, Revolutionäres entwickeln, dürfen Sie nie von vornherein sagen: Das geht nicht.“ So unterdrücken Sie jede Innovation. Wenn ich mir das Uhrenmodell, das Rado massiv in den Märkten rund um den Globus etabliert hat – die DiaStar Original, eine ovale Uhr, die 1962 aus Hartmetall hergestellt wurde –, anschaue, entspricht das genau der Philosophie von Rado. 

Die Zielvorgabe des Managements war: Wir wollen eine absolut kratzfeste Uhr.“ Kratzfest“ bedeutete damals Diamant oder Hartmetall. Es galt seinerzeit als unmöglich, eine Hartmetalluhr herzustellen. Rado hat es versucht – und diese Uhr war ein Riesenerfolg. 

Hartmetall ist aber relativ schwer, also hat man weitere Modelle entwickelt und sie letztendlich aus Hightech-Keramik hergestellt. Dadurch garantiert man Leichtigkeit, Kratzfestigkeit, Langlebig­keit, Tragekomfort und auch diese spezielle Ästhetik.

Wir können inzwischen alle Farben und auch metallische Looks realisieren.”

Apropos Weiterentwicklung: Mit der Neuauflage der Captain Cook“ mischt Rado jetzt auch groß beim Trend Vintage“ mit …
Wenn man die Uhrenbranche in den letzten Jahren verfolgt, sieht man insbesondere in den letzten zehn bis 15 Jahren, dass sich Vintage“ als ein ganz großer Trend entwickelt hat – insbesondere Vintage-Taucheruhren sind sehr gefragt. Sehr viele Marken haben sich dabei von anderen Brands inspirieren lassen. 

Bei Rado haben wir bereits 1962 die Sporttaucheruhr Captain Cook produziert. 2017 haben wir uns entschieden, dass wir diese Uhr in einer Special Edition wieder auflegen. Das hat aufgrund dieser Form und dieses Styles so eingeschlagen, dass wir dann beschlossen haben, die Captain Cook auch in anderen Versionen zu lancieren. Nach dem Bronzemodell im vorigen Jahr haben wir im April dieses Jahres die Captain Cook in unserem Material Hightech-Keramik hergestellt –inspiriert vom Design der Captain Cook von 1962

Und wie gesagt: Wir können inzwischen alle Farben und auch metallische Looks realisieren. Da kommen uns natürlich Werkstoffe wie Plasma Hightech-Keramik oder Ceramos sehr entgegen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Einblicke in den neuen Rado Pop-up Store am Wiener Kohlmarkt.

Master of Materials

Rado gilt als Pionier bei der Herstellung innovativer Keramikmaterialien. 
So etwa Ceramos und Plasma-Hightech-Keramik. Die Plasma-Hightech-Keramik ist ein Material, das wie Metall aussieht, aber kein Metall enthält. Es ist das Ergebnis eines patentierten Verfahrens, das von Rado eingesetzt wird. Die spezielle Farbgebung gelingt durch die Zufuhr von Gasen und eine Erhitzung auf 20.000 Grad in einem Plasma-Ofen. Durch die chemische Reaktion und die molekulare Zusammensetzung verändert sich die weiße Hightech-Keramik: Ein metallischer Farbton ist das glänzende Ergebnis– und das ganz ohne den Einsatz von Metall. Rado-Uhren aus Plasma-Hightech-Keramik vereinen somit den Charme eines metallischen Looks mit allen Vorzügen der Hightech-Keramik.

Ceramos ist ein innovativer Verbundwerkstoff, der das Beste aus zwei Welten vereint: die Härteeigenschaften des hohen Keramikanteils sowie den Glanz einer Metalllegierung. Es lässt sich inzwischen nahezu jedes Erscheinungsbild erzeugen: von Stahl über Roségold bis Platin – ohne dass das Material dabei seine typischen Eigenschaften einbüßt: nämlich eine absolute Härte, gepaart mit geringem Gewicht. 

Wie die Hightech-Keramik von Rado ist auch Ceramos ein angenehm leichtes, kratzfestes Material, das sich an das Handgelenk seiner Träger anschmiegt und anpasst. rado​.com

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