Mit dem EV2 bringt Kia ein neues Einstiegsmodell für die Elektromobilität nach Europa. Besonders auffällig ist dabei nicht nur das Format, sondern vor allem der ungewöhnlich leise Innenraum.
Elektroautos haben ein eigenes Akustikproblem: Was früher vom Verbrenner überdeckt wurde, tritt plötzlich in den Vordergrund. Wind, Abrollgeräusche und hochfrequente Komponenten klingen direkter, oft auch störender. Kia macht genau daraus beim neuen EV2 ein Entwicklungsthema. Der kompakte, in Europa designte, entwickelte und produzierte B‑Segment-SUV soll vor allem eines vermitteln: ein kultiviertes, ruhiges Fahrgefühl im Alltag.
Dafür haben die Ingenieure an mehreren Stellen angesetzt. Akustisch optimierte Reifen, spezielle Teppiche und gedämmte Radhäuser sollen Straßengeräusche reduzieren, dazu kommt eine Isolierverglasung der Frontscheibe. Auch typische Stromer-Geräusche von Wechselrichter und Gleichstromwandler wurden gezielt behandelt, unter anderem mit zusätzlicher Dämmung im Armaturenbrett, einem Absorber im Kofferraum und einer optimierten Unterbodenverkleidung. Selbst die Warntöne im Fahrzeug wurden so abgestimmt, dass sie präsent, aber nicht aufdringlich wirken.
Inhaltlich bleibt der EV2 dennoch klar auf breite Alltagstauglichkeit ausgerichtet. Kia positioniert ihn als kompakten Elektro-SUV für einen größeren Kundenkreis, mit variablem Innenraum, bis zu 403 Litern Gepäckraum und einer Reichweite von bis zu 453 Kilometern in der Version mit 61,0‑kWh-Batterie. Geladen wird in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent, zudem sind je nach Ausstattung Funktionen wie EV-Routenplaner, Plug-and-Charge, V2L und OTA-Updates an Bord.
Gerade darin liegt der interessante Punkt dieses Modells: Der EV2 will nicht über Effekte funktionieren, sondern über Alltag, Zugänglichkeit und eine Qualität, die man vor allem hört, oder eben nicht hört. Für ein Elektro-Einstiegsmodell ist das ein ziemlich präziser Ansatz.
Mehr Informationen: kia.com
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