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Pinsel? Kann man machen. Lancôme setzt bei den neuen Teint Idole Shape Sticks lieber auf 19 Grad, drei Stifte und die eigenen Finger. Foundation, Blush und Highlighter werden damit zu Werkzeugen für Kontur, Farbe und Licht.

Ein Strich über den Wangenknochen, etwas Farbe auf die Wange, ein wenig Licht darüber. Verblendet wird mit den Fingern. Fertig.

So unkompliziert sieht Lancôme die Sache zumindest mit den neuen Teint Idole Shape Sticks. Interessant daran ist weniger, dass Foundation, Blush und Highlighter jetzt auch als Stick erhältlich sind. Interessant ist, wie sehr sich Make-up gerade vom Produkt zur Anwendung verschiebt.

Es wird gezeichnet, verblendet, geschichtet. Foundation kann gleichzeitig konturieren, Blush wird nicht nur auf die Wangen gesetzt und Highlighter wandert bis auf Augen und Körper. Grenzen, die früher ziemlich ordentlich zwischen einzelnen Produktkategorien verliefen, lösen sich auf.

Lancôme gibt dem Ganzen eine um 19 Grad abgeschrägte Spitze. Das klingt zunächst nach einer erstaunlich exakten Antwort auf eine Beauty-Frage, ergibt beim Blick auf die Form aber Sinn: Der Stick soll entlang von Wangenknochen und Gesichtskonturen geführt werden können. Kein Pinsel, kein Schwämmchen, kein großes Arsenal im Badezimmer.

Three Sticks, Ten Fingers

Die Foundation-Version gibt es in 27 Nuancen, die drei Blushes reichen von hellem Rosa über Fuchsia bis zu einem dunkleren Mauve. Beim Highlighter wird es mit Flexing Lavender Latte interessanter: ein transparenter Perlmuttschimmer mit leichtem Lilaton, der nicht nur im Gesicht, sondern auch auf Augen und Körper verwendet werden kann.

Dass Lancôme diese neue Beweglichkeit ausgerechnet mit Vanessa Kirby, Joy Sunday und Christy Turlington inszeniert, passt dazu. Unterschiedliche Gesichter, unterschiedliche Generationen – und kein Grund, ihnen dieselbe Gebrauchsanweisung zu geben.

Die große Teint Idole Ultra Wear Foundation läuft in der Kampagne ebenfalls mit. Sie soll nur 1,70 Mikrometer dünn auf der Haut liegen und wurde laut Lancôme darauf ausgelegt, den rund 10.000 Mikrobewegungen eines Gesichts am Tag zu folgen. Das ist technisch interessant. Für uns ist aber fast interessanter, was daneben passiert.

Make-up wird wieder zum Werkzeugkasten. Nur dass man ihn jetzt in drei Stifte packen kann.


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