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Kurze Beine, große Wirkung: Was Hundeliebhaber schon lange wissen, kommt jetzt auch in der Mode- und Designwelt an – der Dackel ist und bleibt eine echte Stilikone. 2026 läuft (wortwörtlich) kaum ein Trend an ihm vorbei. Ob als Print, als Tasche oder als Interior-Objekt, der Dackel ist ein Statement für sich – und hat auch bei Pablo Picasso immens für Inspiration gesorgt

Vielleicht, weil er nie versucht hat, allen zu gefallen. Vielleicht, weil er trotz seiner Länge nie unterwürfig wirkt. Oder weil er uns daran erinnert, dass Stil auch Leichtigkeit braucht. Der Dackel steht für Charakter statt Perfektion – und das passt erstaunlich gut in eine Zeit, in der Individualität wieder wichtiger ist als Hochglanz.

Dackel Header Thom Browne
Thom Browne ©
Der Dackel: eine zeitlose Stilikone

Dackel to go

Beginnen wir dort, wo Trends heute besonders sichtbar werden: bei Accessoires. Taschen in Dackelform sind das neue It-Piece für alle, die Humor nicht mit Beliebigkeit verwechseln. Besonders augenfällig: die Weeny Bag von Susan Alexandra – verspielt, ikonisch und garantiert ein Conversation Starter.

Auch JW Pei setzt auf den langen Vierbeiner und interpretiert ihn als grafisch-bunte Handtasche, während Thom Browne mit der Hector Bag eine luxuriöse, fast schon skulpturale Version liefert. Der Dackel darf hier elegant sein – und bleibt trotzdem unverkennbar er selbst.

Tragbare Hundeliebe

Wem Taschen zu direkt sind, greift zu Prints. Pullover, Sweater oder Hosen mit Dackelmotiven sind bei vielen Marken absolute Beststeller. Beim Streetwear-Label Aelfric Eden kommt er auf unzähligen Jeans, Oberteilen und Jogginghosen vor, die regelmäßig ausverkauft sind.

Ob grafisch reduziert oder bewusst verspielt – der Dackel auf Textilien hat eine gewisse Attitude, die dem Alltag Humor einhaucht. Besonders charmant: Designs, die ihn nicht als Comic zeigen, sondern als Motiv mit Persönlichkeit.

Herr des Hauses

Und weil Trends heute selten an der Wohnungstür Halt machen, zieht der Dackel konsequent ins Interior ein. Als Vase, Figur oder Objekt bringt er Humor in minimalistische Räume – ohne sie zu unterwandern. Ein gutes Beispiel: die Dackel-Vase von Fluid Market. Ein Objekt, das irgendwo zwischen Designgag und Sammlerstück liegt. Genau dort, wo es spannend wird.

Dackel Teller Cr Mittelpunkt
Mittelpunkt ©
Der Dackel ziert auch Keramik, von Tellern über Vasen bis hin zu dekorativen Skulpturen

Lump – der wohl berühmteste Dackel der Kunstgeschichte

Bevor der Dackel zum Mode- und Designmotiv wurde, hatte er bereits einen festen Platz in der Kunstgeschichte. Lump, der Dackel von David Douglas Duncan, der bei Pablo Picasso lebte, war weit mehr als ein Haustier – er war Muse, Mitbewohner und stiller Beobachter eines der prägendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Lump kam 1957 zu Picasso und lebte mit ihm in Cannes. Schnell wurde der kleine Dackel zu einem Fixpunkt im Atelieralltag. Picasso verewigte ihn mehrfach, unter anderem in einer Serie von Variationen zu Velázquez’ Las Meninas, in denen Lump prominent im Vordergrund liegt – selbstbewusst, präsent, ganz bei sich. Zeitzeugen berichten, dass Lump sich frei im Haus bewegte, sich bevorzugt auf Sofas oder direkt neben Picasso niederließ und eine fast stoische Ruhe ausstrahlte.

Der Name Lump“ bedeutet im Deutschen so viel wie Kloß oder Tollpatsch – eine Beschreibung, die perfekt zu seinem Charakter gepasst haben soll. Eigenwillig, unabhängig und völlig unbeeindruckt von Geniekult oder Atelierregeln, wurde er zum Sinnbild jenes Dackel-Charakters, den wir heute noch feiern: klein, aber unübersehbar.


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