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Ein neuer Fahrstuhl katapultiert Gäste und Technik in ungeahnt luftige Höhen.

Fahrstühle sind aktuell mit bis zu rund 70 km/​h unterwegs. Das ist eine enorme Geschwindigkeit, wenn man bedenkt, dass es senkrecht in die Höhe geht. Trotz aller Technik haben sie dennoch ein Manko: das Seil. Dieses kann nämlich nur für Höhen bis 500 Meter verwendet werden, dann müssen die Fahrgäste umsteigen, da das Seil zu stark zu schwingen beginnt. Bei Thyssenkrupp wurde nun ein Lift ent­wickelt, der ohne Seil auskommt und so ganz neue Distanzen überwinden kann. Der Fahrstuhl namens Multi basiert auf der Idee des Paternosters. So gibt es einen Schacht, in dem der Lift aufwärts, und ­einen, in dem er abwärts fährt. Die Kabinen hängen an vier Schienensträngen und werden von Linearmotoren angetrieben, die man von Magnetschwebebahnen kennt.

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14. September 2021 Dtbha

Morgen Land

Seit Oktober präsentiert die Expo Dubai 2020 neue Wege für die Welt. Exakt das hat im vielschichtigen Emirat Tradition – wobei modernes Design und futuristisches Bauen neue Facetten der glamourösen Golfmetropole zeigen.

Einmal Antippen reicht. Dann kommt Bewegung in das elegante Ungetüm. Es schwingt lautlos zur Seite, so leicht wie es sich der britisch-arabische Architekt Asif Khan erträumt hatte. Die Rede ist von jenen drei 21 Meter hohen Carbonfaserportalen, durch die Besucher der Dubai Expo 2020 soeben in Richtung Zukunft spazieren. Allerdings so, wie sich das gehört: mit einem Fuß fest im Gestern, mit dem anderen Richtung Neuland unterwegs. 25 Millionen Besucher, 173 Tage und jeweils zehn Meter breite Torflügel, hinter denen das Übermorgenland Dubai die Welt zu Gast bittet – die ultraleichte, megastarke Expo-Pforte, die sich allein aufgrund ihrer Abmessungen in puristische Architektur verwandelt, ist ein perfektes Entree für das größte Event des Jahres. Die in zierlicher Mashrabiya-Ornamentik ausgeführten Carbongitter dimmen die grelle Sonne, schaffen reizvoll flirrende Unschärfen und erinnern an das Revival jener altarabischen Designtradition, auf die man im modernen Emirat im beginnenden Zeitalter des Nachhaltigkeitsdenkens durchaus stolz ist. Das dazu aus einem Stück gefaltete Hightech-Material verbindet Leichtigkeit und Stärke. Impossibly thin and impossibly light“. Mit dieser Formel bringt Asif Khan sein carbonschwarzes Nadelöhr Richtung Zukunft auf den Punkt. 

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10. Februar 2021 Photo Irwin Wong Handmadein Japan gestalten2020

Große Gestaltungsgeister

Design zum Lesen: Wer uns in Form bringt, aufbaut und die Welt von ihrer schönsten Seite zeigt.

Alte Handwerkskünste gibt es überall auf der Welt. Doch die japanischen Papiermacher, Indigofärber, Schwertmacher, Maskenschnitzer und Schirmhersteller sind einfach unverkennbar. In Farbe, Form und Material spiegeln sich jahrhundertelang gepflegtes Wissen und kulturelle Erzählungen, wie sie nur in Japan vorkommen. Wer tief eintauchen möchte in die buddhistische Ruhe und Konzentration, mit der hier Regenschirme aus Ölpapier gefertigt, Stoffe mit mystischen Motiven bemalt und Samuraischwerter stundenlang geschärft werden, dem ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Da gibt es den Kimonomacher, der dieses traditionelle Gewand aus den Seidenstoffrollen Tan“ schneidert. Kimonos, die Seidenkaftans, gibt es seit vielen Jahrhunderten: Der Kimono lebt bis ‑heute in vielen Formen und Farben weiter, er hat längst internationale Designer inspiriert. Doch den traditionellen Kimono macht das Ise-Katagami-Design aus: Das sind traditionelle Druckschablonen, mit denen man Muster auf die Stoffe bringt. Gefertigt werden sie aus speziellem Japanpapier, das mit dem Saft einer Kaki-Frucht gefärbt wird. 

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05. Februar 2024 Jenny Holzer

Jenny Holzer in New York

Textuelle Revolution: Neuinterpretation einer 1989er Installation von Jenny Holzer

Die Ausstellung Jenny Holzer präsentiert eine Neuinterpretation ihrer 1989er-Installation im New Yorker Guggenheim Museum. Die ikonische Verwendung des geschriebenen Wortes faszinierte bereits in der Anfangszeit ein breites Publikum und ist heute mit einer Ausweitung auf KI-generierte Sprache bedeutender denn je.

17. 5. – 29. 9. 2024

guggenheim​.org

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