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An der Südwestküste Mallorcas eröffnet Mandarin Oriental sein erstes Resort auf der Insel. Punta Negra bei Puerto Portals wird dafür umfassend neu interpretiert – mit 131 Zimmern und Suiten, viel Gastronomie und dem Mittelmeer praktisch vor der Tür.

Manchmal muss man für ein neues Hotel keinen neuen Ort erfinden. Punta Negra liegt auf einer Landzunge an Mallorcas Südwestküste, umgeben von Pinien, kleinen Buchten und dem Mittelmeer. Puerto Portals ist zu Fuß erreichbar, Palma liegt nur rund zwölf Autominuten entfernt. Genau hier eröffnet Mandarin Oriental sein erstes Haus auf Mallorca.

Der Standort hat Geschichte. Das frühere Hotel Punta Negra gehörte über Jahrzehnte zu den bekannten Ferienadressen der Region. Nun beginnt ein neues Kapitel: Unter dem Namen Mandarin Oriental Punta Negra wird das Anwesen umfassend neu positioniert. Verantwortlich für die Architektur ist das mallorquinische Büro BG Arquitectura. Naturstein, mediterrane Farben und großzügige Übergänge zwischen innen und außen sollen dabei weniger eine neue Welt schaffen als die vorhandene Landschaft in das Haus holen.

Insgesamt entstehen 131 Zimmer und Suiten, darunter 26 Suiten und neun Casitas in den Gärten. 19 Zimmer und Suiten verfügen über einen eigenen Plunge Pool, drei Rooftop-Suiten über einen privaten Pool. Balkone, Terrassen und große Fenster richten den Blick immer wieder nach draußen – auf Gärten, Pinien und Meer.

Bemerkenswert umfangreich fällt die Gastronomie aus. Gleich sechs unterschiedliche Konzepte sind vorgesehen. Matsuhisa bringt Nobu-inspirierte japanische Küche nach Punta Negra, während im Leña von Dani García Fleisch und Feuer im Mittelpunkt stehen. Jacinta widmet sich mexikanischer Küche, Leppoc verbindet spanische und levantinische Einflüsse. Dazu kommen der griechisch inspirierte Pool Club Thalos und Sobretaula für Tapas, Drinks und lange Abende am Meer.

Auch beim Spa versucht Mandarin Oriental, seine asiatischen Wurzeln mit Mallorca zu verbinden. Sieben Behandlungsräume, Fitnesscenter, Hydromassage-Pool, Dampfbad und Cold Plunge gehören zum Angebot. Interessanter ist der lokale Ansatz: Ein eigens entwickeltes Treatment arbeitet mit auf der Insel vertrauten Kräutern wie Salbei, Minze, Thymian und Kamille; orientalische Teezeremonien treffen wiederum auf spanisch inspirierte Anwendungen.

Entscheidend für Punta Negra dürfte am Ende aber etwas sein, das sich nur schwer neu bauen lässt: die Lage. In zehn Minuten ist man in Puerto Portals, in rund zwölf in Palma, die Serra de Tramuntana ist ebenfalls schnell erreichbar. Gleichzeitig sitzt das Resort unmittelbar am Meer und weit genug abseits, um nicht wie ein Stadthotel mit Strandanschluss zu wirken.

Mallorca hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Zahl neuer High-End-Hotels bekommen. Mandarin Oriental steigt also in einen Markt ein, in dem schöne Pools und Meerblick allein längst kein Unterscheidungsmerkmal mehr sind. Punta Negra bringt dafür etwas mit, das auch die beste Hotelmarke nicht bestellen kann: einen gewachsenen Ort. Jetzt muss Mandarin Oriental nur noch zeigen, was es daraus macht.


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