Nur rund 70 Kilometer von Gqeberha entfernt hat im Eastern Cape Südafrikas mit Mantis Hiddn in Addo ein neues Safari-Refugium eröffnet, das bewusst einen ruhigeren Zugang zum Reisen sucht. Auf einem etwa 800 Hektar grossen privaten Schutzgebiet gelegen, verbindet das Haus Naturerlebnis mit Rückzug und viel Raum für den eigenen Rhythmus.
Die Lage ist prägend: Auf einem abgelegenen Höhenzug öffnet sich der Blick über Täler, Buschland und weite, kaum berührte Landschaften. Statt klar durchgetakteter Abläufe steht hier die Frage im Vordergrund, wie man seine Zeit verbringen möchte – begleitet von persönlichen Guides, die Aktivitäten individuell abstimmen.
Safari ohne Eile
Das Reservat gehört zu den vielseitigeren Regionen des Landes und bietet Begegnungen mit den „Big Five“. Pirschfahrten, geführte Wanderungen oder Vogelbeobachtungen sind Teil des Aufenthalts, werden aber bewusst zurückhaltend gestaltet. Im Mittelpunkt steht das Beobachten und Verstehen der Umgebung – mit Zeit, sich auf Details einzulassen, statt möglichst viel in kurzer Zeit zu sehen.
Erholung als Schwerpunkt
Auch beim Thema Wellness geht Hiddn einen anderen Weg. Statt eines klassischen Spa-Angebots steht die Regeneration im Alltag im Fokus. Schlafqualität, Bewegung, Atemarbeit und mentale Ruhe spielen dabei eine zentrale Rolle. Behandlungen arbeiten mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und traditionellen Anwendungen, ergänzt durch Yoga und Meditation. Rückzugsorte wie private Badebereiche oder individuell gestaltete Ruhephasen unterstützen diesen Ansatz. Die Küche folgt einer ähnlichen Idee. Es gibt keine festen Menüs – gekocht wird mit dem, was verfügbar ist und zu den Gästen passt. Mal entsteht ein Dinner in der eigenen Suite, mal ein gemeinsames Essen im Freien.
Architektur im Dialog mit der Landschaft
Die Anlage umfasst zehn freistehende Suiten, zwei grössere Einheiten sowie zwei Villen mit eigenen Pools. Materialien und Bauweise orientieren sich an der Region, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Grosse Fenster, offene Räume und zurückhaltende Farben holen die Landschaft ins Innere. Terrassen, Aussenbadewannen und weitläufige Blickachsen sorgen dafür, dass der Aufenthalt immer mit der Umgebung verbunden bleibt. Parallel dazu spielt der Umgang mit der Umgebung eine zentrale Rolle. Energie- und Wassersysteme wurden ressourcenschonend konzipiert, Renaturierungsprojekte stärken die umliegenden Flächen. Auch die Einbindung lokaler Gemeinden ist Teil des Konzepts: Arbeitsplätze, Ausbildung und wirtschaftliche Beteiligung sorgen dafür, dass das Projekt langfristig in der Region verankert ist.
Eine andere Form von Luxus
Mantis Hiddn in Addo steht für eine Entwicklung, die sich in vielen Bereichen des Reisens zeigt: weniger Fokus auf Inszenierung, mehr auf das Wesentliche. Der Aufenthalt lebt von der Umgebung, der Ruhe und der Möglichkeit, den eigenen Rhythmus wiederzufinden – ein Ansatz, der gerade deshalb überzeugt, weil er nichts erzwingen will.
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