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Menorca wird oft als kleinere Schwester Mallorcas bezeichnet – tatsächlich folgt die Insel jedoch eigenen Regeln. Weniger gebaut, weniger verdichtet, dafür geprägt von Weite, Landwirtschaft und einer Landschaft, die sich über Jahrzehnte kaum verändert hat. Dass die gesamte Insel seit 1993 als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt ist, ist hier nicht nur ein Label, sondern Teil des Alltags.

Mit der Eröffnung von Vestige Binidufà im April 2026 rückt genau diese Qualität stärker in den Fokus. Im Norden der Insel, fern der grossen Ströme, entsteht ein Ort, der Menorca so zeigt, wie es gedacht ist: ruhig, reduziert und eng mit der Umgebung verbunden.

Landschaft Menorcas bei Sonnenuntergang aus der Vogelperspektive
Vestige Binidufà ©

Binidufà ist Teil eines rund 800 Hektar grossen Anwesens und ergänzt das bestehende Schwesterhotel Son Ermità. Gemeinsam bilden beide Häuser eine seltene Konstellation – zwei eigenständige Orte, die sich über eine zusammenhängende Landschaft erschliessen. Das neue Haus liegt in einem sanften Tal, umgeben von Hügeln und der für Menorca typischen rötlichen Erde. Weidende Rinder, Trockensteinmauern und weitläufige Felder prägen das Bild. Es ist eine Landschaft, die nicht inszeniert wirkt, sondern gewachsen ist.

Das Gebäude selbst wurde behutsam restauriert. Traditionelle Bauweisen und Materialien standen im Mittelpunkt, ergänzt durch eine klare, zeitgemässe Gestaltung. Im Inneren stehen elf Zimmer und Suiten zur Verfügung. Natürliche Materialien, warme Farbtöne und lokal gefertigte Möbel bestimmen die Räume, ergänzt durch ausgewählte Antiquitäten und Kunst. Auch die Aussenbereiche folgen diesem Ansatz. Gärten und Terrassen gehen fliessend in die Umgebung über, heimische Pflanzen fördern die Biodiversität und lassen das Anwesen selbstverständlich Teil der Landschaft bleiben.

Ein zentraler Bestandteil des Hauses ist das Restaurant Mesura, das bewusst einen anderen Weg geht. Der Fokus liegt auf einer pflanzenbasierten Küche, die sich stark an der Region orientiert – mit Gemüse, Kräutern und Getreide aus der Umgebung sowie Produkten lokaler Höfe. Damit greift das Konzept eine Entwicklung auf, die auf Menorca zunehmend an Bedeutung gewinnt: Qualität durch Herkunft.

Hotelzimmer im Vestige Binidufà
Vestige Binidufà ©

Die Insel selbst hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, ohne ihren Charakter zu verlieren. Orte wie der Hafen von Maó oder die Altstadt von Ciutadella verbinden historische Substanz mit einer neuen, zurückhaltenden Form von Gastronomie und Kultur. Gleichzeitig bleibt die Natur zentraler Bestandteil des Erlebnisses – etwa entlang des Camí de Cavalls, der die Insel umrundet und Zugang zu abgelegenen Buchten bietet.

Hotelzimmer im Vestige Binidufà
Vestige Binidufà ©

Binidufà versteht sich in diesem Kontext nicht als klassisches Hotel, sondern als Teil dieser Landschaft. Gäste bewegen sich zwischen den beiden Häusern, nutzen Wege durch Felder und Olivenhaine und entdecken die Umgebung Schritt für Schritt. Menorca zeigt sich damit einmal mehr als Ziel für Reisende, die nicht möglichst viel sehen wollen, sondern bewusst auswählen. Mit Binidufà entsteht ein weiterer Ort, der genau dafür den passenden Rahmen bietet.

vestigecollection​.com


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