Es gibt nur wenige Rennen, die längst mehr sind als ein sportlicher Wettbewerb. Die Mille Miglia gehört zweifellos dazu. Als die ersten Fahrzeuge 1927 von Brescia aus zu ihrer 1.600 Kilometer langen Rundfahrt durch Italien starteten, ahnte niemand, dass daraus einmal eine der größten Legenden des Motorsports entstehen würde. Enzo Ferrari bezeichnete die Mille Miglia später als „das schönste Rennen der Welt“ – ein Satz, der bis heute untrennbar mit der Veranstaltung verbunden ist.
Seit ihrer Wiedergeburt als Gleichmäßigkeitsrallye für historische Automobile zieht die Mille Miglia jedes Jahr Sammler, Rennfahrer und Automobilenthusiasten aus aller Welt an. Gefahren wird ausschließlich mit Fahrzeugen, die zwischen 1927 und 1957 an der ursprünglichen Mille Miglia teilgenommen haben oder für das Rennen zugelassen waren. Damit wird die Rallye weniger zu einem Wettbewerb als zu einem rollenden Museum italienischer Automobilgeschichte.
Dass sich gerade Chopard seit fast vier Jahrzehnten mit der Mille Miglia verbindet, überrascht kaum. Seit 1988 ist das Genfer Familienunternehmen offizieller Zeitnehmer und Hauptpartner des Rennens. Karl-Friedrich Scheufele nimmt seit 1989 selbst jedes Jahr teil – eine außergewöhnliche Kontinuität, die zeigt, dass diese Partnerschaft weit über klassisches Sponsoring hinausgeht.
Der aktuelle Mille Miglia Classic Chronograph Raticosa knüpft genau an diese Geschichte an. Benannt ist sie nach dem legendären Raticosa-Pass im Toskanisch-Emilianischen Apennin, einer der anspruchsvollsten Etappen der historischen Strecke zwischen Florenz und Bologna. Enzo Ferrari war überzeugt: „Die Mille Miglia gewinnt man am Raticosa-Pass.“ Steile Anstiege, enge Kurven und spektakuläre Ausblicke machten den Pass schon in den 1930er-Jahren zu einer der Schlüsselstellen des Rennens – und bis heute zu einem Mythos des italienischen Motorsports.
Diesen Charakter greift Chopard nicht nur im Namen auf. Das 40,5 Millimeter große Gehäuse aus Lucent Steel™, einem zu 80 Prozent recycelten Spezialstahl, verbindet klassische Proportionen mit zeitgenössischer Technik. Das gewölbte Saphirglas erinnert an historische Rennchronographen, während gravierte Details auf dem Gehäuseboden den Raticosa-Pass und seine berühmten Serpentinen würdigen. Im Inneren arbeitet ein COSC-zertifiziertes Automatik-Chronographenwerk mit 54 Stunden Gangreserve.
Doch gerade darin liegt der besondere Reiz dieser Kollektion. Sie erzählt nicht in erster Linie von Uhrmacherei, sondern von einer Zeit, in der Automobilbau, Ingenieurskunst und Abenteuergeist eine untrennbare Einheit bildeten. Die Mille Miglia steht bis heute für genau dieses Lebensgefühl – und macht deutlich, warum sie weit mehr ist als ein historisches Autorennen. Sie ist Teil der europäischen Design- und Automobilkultur geworden.
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