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Diese auf 825 Exemplare limitierte Collector’s Edition ist weit mehr als ein Buch – sie ist eine Hommage an den Mythos des America’s Cup. In Zusammenarbeit mit Louis Vuitton entstanden, zeichnet der 564 Seiten starke Band die Geschichte und Gegenwart des ältesten internationalen Sportwettbewerbs nach: Von legendären Skippern und herausragenden Designern über wegweisende technische Innovationen bis hin zu bisher unveröffentlichten Anekdoten und Bildern aus der Welt der Herausforderer und Titelverteidiger.

Gestalterisch ist die Edition ein Statement: Das Hardcover ist in Baumwollsegelstoff gebunden, mit Silberschnitt versehen und durch einen exklusiv von Louis Vuitton gefertigten Metallverschluss gesichert. Mit einem Format von 3343 cm und einem Gewicht von 7,65 Kilogramm wird das Werk selbst zum Sammlerstück. Entworfen wurde es von Stardesigner Marc Newson – eine eindrucksvolle Würdigung eines einzigartigen Wettkampfs.

Erhältlich ab September 2025

Der America’s Cup im Wandel: Wie aus einer Regatta ein globales Spektakel wurde

Von einem Schoner zur fliegenden Hightech-Yacht, vom Gentleman’s Game zum milliardenschweren Technologieduell – der America’s Cup ist ein sportliches Kuriosum. Keine andere Trophäe blickt auf eine derart lange Geschichte zurück, keine andere Veranstaltung im Wassersport vereint so eng nationale Ehre, technologische Innovation und wirtschaftliche Potenz. Der Cup ist nicht Turnier, sondern Duell – zwischen Verteidiger und Herausforderer, zwischen Tradition und Fortschritt.

Ein Blick zurück: Siegesserien, Zäsuren und Symbole

Der Mythos begann 1851 mit dem Sieg der Yacht America um eine silberne Kanne, gefertigt in London, gestiftet von einem britischen Yachtclub. In America’s Cup” umbenannt, wanderte der Pokal in die USA und blieb dort – für 132 Jahre. Der New York Yacht Club verteidigte den Cup 24 Mal, geschützt durch ein Regelwerk, das dem Verteidiger weitreichende Kontrolle über die Rahmenbedingungen einräumt. Es war ein Wettbewerb unter ungleichen Voraussetzungen – und genau das wurde zu seiner DNA.

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Getty Images: Bettmann ©
Australia II siegt dank revolutionärem Flügelkiel und unerschütterlichem Teamgeist

Die erste große Zäsur kam 1983, als Australia II mit einem revolutionären Flügelkiel und unerschütterlichem Teamgeist das scheinbar Unmögliche schaffte: den Fall der amerikanischen Bastion. Eine zweite folgte 2013: Oracle Team USA holte nach 1:8‑Rückstand gegen Emirates Team New Zealand acht Siege in Folge – unterstützt von Echtzeit-Datenanalyse und einem taktischen Umbau an Bord. Der Cup war nun endgültig im digitalen Zeitalter angekommen.

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Getty Images: Ezra Shaw / Staff ©
Oracle Team USA holt acht Siege in Folge

Technologischer Fortschritt als Wettbewerbsformel

Die Evolution der Boote illustriert den Wandel am deutlichsten: vom hölzernen Schoner zum AC75 – einem fliegenden Einrumpfboot mit Tragflügeln, das bei über 90 km/​h über das Wasser gleitet. Segeln ist hier eher eine Mischung aus Softwaresteuerung, Aerodynamik-Feintuning und körperlicher Höchstleistung als romantisches Windspiel.

Zugleich hat sich die Rolle der Akteure verschoben. Heute prägen Unternehmer wie Larry Ellison oder Patrizio Bertelli den Wettbewerb. Ihr Interesse gilt nicht nur dem sportlichen Sieg, sondern auch der Demonstration technologischer und organisatorischer Überlegenheit.

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Getty Images: David Ramos / Staff ©
Aus hölzernen Schonern wurden die eleganten AC75

Der Cup als Bühne: Neapel 2027

Mit der 38. Auflage schreibt der Cup ein neues Kapitel: Zum ersten Mal wird das Duell um den Auld Mug in Italien ausgetragen – in Neapel, vor der dramatischen Kulisse des Vesuvs. Der Titelverteidiger Emirates Team New Zealand trifft dort auf eine noch nicht benannte Herausforderernation – der Challenger of Record wird bis Anfang 2026 feststehen.

Neben dem sportlichen Fokus rückt einmal mehr die Frage in den Mittelpunkt, was der America’s Cup heute ist: Ein nationaler Wettstreit? Ein Showroom für Ingenieurskunst? Eine Bühne für Luxusmarken? Wahrscheinlich alles zugleich. Was ihn einzigartig macht, ist genau diese Mischung – zwischen archaischem Duell und Hightech-Schau, zwischen Mythos und Marketing.

Fazit: Eine Trophäe als Spiegel ihrer Zeit

Der America’s Cup ist kein Traditions-Event im klassischen Sinne. Er bewahrt nicht, sondern wandelt sich – mit jeder Generation, jedem Reglement, jeder Yacht. Was bleibt, ist die Gravitation des Pokals: ein silbernes Gefäß, das Ehrgeiz, Erfindungskraft und internationale Rivalität bündelt wie kaum ein anderes Symbol im Weltsport. In Neapel 2027 wird dieser Mythos neu verhandelt.


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