Giorgetti, Armani/Casa, Riva1920 und Mezzo präsentierten auf der Milan Design Week 2026 ihre neuen Möbelkollektionen und zeigen, wie die Inneneinrichtung von morgen aussieht.
Trotz verschiedener Ansätze weisen sie eine klare Gemeinsamkeit auf: ihr Bekenntnis zu höchster Qualität. Dieses Jahr begeistern die Häuser mit Mid-Century-Glanz, visionären Holzdesigns, großen Proportionen und klaren Strukturen.
Giorgetti: Möbel für große Räume
Mit der neuen Kollektion zeigt Giorgetti einmal mehr, wie stark Architektur und Einrichtung zusammen gedacht werden. Bei Giorgetti hat man oft das Gefühl, man müsste zuerst das passende Haus zu den Möbeln bauen. Die Räume sind großzügig angelegt, die Proportionen klar, alles wirkt eher architektonisch als dekorativ. Sofas, Tische und Sessel stehen nicht einfach im Raum – sie definieren ihn. Materialien, Licht und Umgebung greifen ineinander und schaffen ein Gesamtbild, das weit über einzelne Produkte hinausgeht.
Armani/Casa: Ruhe als Konzept
Armani/Casa bleibt seiner Linie treu. Die neue Kollektion arbeitet mit bekannten Formen, ruhigen Farben und klaren Strukturen. Es geht weniger um Neuheit als um Verfeinerung. Räume wirken kontrolliert, fast still – alles ist aufeinander abgestimmt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Riva1920: Vom Baum zum Möbel
Riva1920 zeigt mit „100+6“ sehr klar, worum es der Marke seit über hundert Jahren geht: Massivholz nicht zu kaschieren, sondern als Ausgangspunkt des Designs zu zeigen. Sechs Holzarten stehen im Mittelpunkt – darunter Kauri, Zeder, Briccole aus Venedig, Barrique, Eiche und Nussbaum. Aus ihnen entstehen limitierte Neuinterpretationen bekannter Entwürfe, etwa von Renzo & Matteo Piano, Mario Botta oder Terry Dwan. Interessant ist weniger der Jubiläumsrahmen als die Konsequenz, mit der Herkunft, Oberfläche und Verarbeitung sichtbar bleiben. Möbel werden hier nicht über Dekor erzählt, sondern über Material.
Mezzo: Mid-Century neu interpretiert
Mezzo bleibt seiner Linie treu und setzt weiterhin auf Mid-Century-Design mit klaren Formen, warmen Materialien und kräftigen Farben. Sessel, Sofas und Tische greifen bekannte Motive der 50er- und 60er-Jahre auf und übertragen sie in einen zeitgemäßen Kontext.
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