Als das Monte-Carlo Summer Festival 2006 erstmals seine Türen öffnete, war die Idee ebenso einfach wie ambitioniert: internationale Musikgrößen in einem Rahmen zu präsentieren, der Eleganz, Nähe und außergewöhnliche Spielstätten miteinander verbindet. Zwanzig Jahre später zählt die Konzertreihe längst zu den festen Größen des europäischen Kultursommers.
Zum Jubiläum präsentiert das Festival 2026 ein Programm, das unterschiedliche Generationen, Genres und Stilrichtungen vereint – von Jon Batiste und John Legend über Vanessa Paradis bis hin zu Laura Pausini.
Vom 3. Juli bis 15. August verwandeln sich die legendäre Salle des Étoiles und die prachtvolle Opéra Garnier Monte-Carlo erneut in Bühnen für Künstlerinnen und Künstler, die unterschiedliche Generationen und Musikrichtungen miteinander verbinden. Kuratiert wurde das diesjährige Line-up von Alfonso Ciulla, Artistic Director der Monte-Carlo Société des Bains de Mer. Sein Programm spannt einen Bogen von französischem Chanson über Soul und Pop bis hin zu zeitgenössischen internationalen Stimmen.
Den Auftakt macht der französische Musiker Sébastien Tellier, dessen eigenwilliger Stil seit Jahren zwischen Pop, Elektronik und surrealer Fantasie oszilliert. Ihm folgen Künstler wie der achtfache Grammy-Gewinner Jon Batiste, der internationale Popstar Jason Derulo, die britische Soul-Ikone Lisa Stansfield, John Legend, Juanes, LP sowie die italienische Sängerin Laura Pausini, die das Festival Mitte August beschließen wird. Auch die französische Musikszene ist prominent vertreten – unter anderem mit Vanessa Paradis und Aya Nakamura, die längst zu den einflussreichsten Stimmen des frankophonen Pop zählt.
Zu den spannendsten Programmpunkten zählt darüber hinaus The Last Dinner Party. Die Londoner Band hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der interessantesten neuen Stimmen der britischen Musikszene entwickelt und bringt ihren theatralischen Mix aus Rock, Pop und barocker Inszenierung erstmals nach Monte-Carlo.
Eine besondere Stellung nimmt auch die neue Produktion SOUL! (where legends come back) ein. Die eigens für Monte-Carlo entwickelte Show feiert die Geschichte afroamerikanischer Musik und erinnert an Pioniere wie Chuck Berry und Little Richard. Nach ihrer Premiere beim traditionellen Galaabend des Roten Kreuzes von Monaco wird sie mit mehreren Aufführungen den Sommer über Teil des Festivalprogramms sein.
Was das Monte-Carlo Summer Festival jedoch von vielen anderen Konzertreihen unterscheidet, ist weniger die Zahl der Stars als die Art ihres Auftritts. Die Salle des Étoiles mit ihrem berühmten, sich öffnenden Dach schafft eine Atmosphäre, die selbst große Namen überraschend nahbar wirken lässt. Während anderswo Arenen dominieren, bleibt hier ein Gefühl von Exklusivität und persönlicher Nähe erhalten. Genau darin liegt seit zwanzig Jahren die besondere Stärke des Festivals.
So wird Monte-Carlo auch 2026 wieder zu einem Ort, an dem Musik weit mehr ist als Unterhaltung. Zwischen Mittelmeer, Belle-Époque-Architektur und lauen Sommernächten entsteht eine Kulisse, die aus einem Konzertabend oft ein Gesamterlebnis macht. Und vielleicht erklärt genau das, warum das Festival längst zu den festen Terminen im europäischen Kultursommer zählt.
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