Licht ist mehr als Helligkeit. Es formt Räume, verleiht Materialien Tiefe, erzeugt Atmosphäre – und kann Menschen sogar zu Gestaltern ihres Umfelds machen. Ein Gespräch mit Axel Meise, Gründer und Chefdesigner von Occhio, über das sinnliche Zusammenspiel von Technologie, Gestaltung und Gefühl.
In einer Zeit, in der Wohnlichkeit, Atmosphäre und individuelle Lebensqualität an Bedeutung gewinnen, rückt eine oft unterschätzte Dimension in den Fokus: das Licht. Es ist nicht bloß funktional – sondern auch emotional. Es verändert, was wir sehen. Und wie wir uns fühlen.
Für Axel Meise ist Licht weit mehr als Technik – es ist Gestaltungselement und Ausdruck. Im Interview spricht er über seine Vision einer Lichtkultur, die Design, Technologie und Emotion zusammenführt.
Über Occhio
Gegründet 1999 von Axel Meise in München, steht Occhio für eine neue Kultur des Lichts. Die Marke vereint anspruchsvolles Design mit innovativer Lichttechnik und bietet modulare Leuchtensysteme für private wie öffentliche Räume. Im Fokus stehen individuelle Lichtsteuerung, hohe Farbwiedergabe (CRI 95 – 97) und ganzheitliche Beratung – vom eigenen Store bis zum Projekt on site. Occhio versteht Licht nicht nur als Funktion, sondern als Gestaltungsmittel für Lebensqualität.
Gründung: 1999 in München durch Axel Meise
Philosophie: Licht nicht nur funktional denken, sondern als sinnlich steuerbares Gestaltungselement – für Räume mit Atmosphäre.
Design & Technik:
- Modulare LED-Leuchtensysteme (z. B. Sento, Mito, Gioia)
- CRI-Werte von 95 – 97 für höchste Farbwiedergabe
- Lichtfarben flexibel steuerbar (2.500 – 4.000 K)
- Bedienung via App, Geste oder individuell programmierbare Szenen
Beratung: Persönlich im Occhio Store, online oder über spezialisierte Handelspartner
Besonderheit: Ganzheitliche Lichtgestaltung – von Wohnräumen bis zu Yachten, vom Office bis zur Gastronomie
Axel Meise: Lichtgestalter mit Magie im Blick
Wenn Axel Meise über Licht spricht, klingt das nicht nach Normen oder Wattzahlen. Es klingt nach Faszination, nach Verantwortung – und durchaus nach Poesie. Seit über zwei Jahrzehnten prägt der Münchner Visionär mit Occhio die Art, wie Menschen Licht erleben – in Wohnräumen, Restaurants, Büros, Yachten oder Showrooms.
Dabei geht es ihm nicht um einzelne Leuchten, sondern um das große Ganze: um Werkzeuge für Atmosphäre, für Szenen, für sinnliche Raumerlebnisse. Im Gespräch betont Meise: „Das Spannende am Licht ist die Magie, die es im Raum entfaltet. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Stimmungen verändern, wenn sich das Licht verändert.“
Vom Zauber des Lichts
Die Wirkung des Lichts hängt dabei eng mit seiner Umgebung zusammen. Was wir sehen, so Meise, sei nichts anderes als reflektiertes Licht. Ohne Licht: keine Farbe, keine Textur, keine Tiefe. Ob Holz, Stein oder Textilien – alles wird durch Licht zum Leben erweckt oder verliert an Wirkung.
Besonders wichtig ist dabei der Farbwiedergabeindex (CRI): „Ein schlechter CRI kann das schönste Interieur zerstören“, so Meise. Bei Occhio liegt dieser zwischen 95 und 97 – nahe am Sonnenlicht. Kombiniert mit steuerbaren Farbtemperaturen entstehen so individuell anpassbare Lichtstimmungen – für jede Tageszeit und jede Atmosphäre.
Doch Design allein reiche nicht aus. „Eine schöne Leuchte ist nicht genug“, sagt Meise. Occhio verfolgt einen holistischen Ansatz, der Lichtplanung, intuitive Steuerung und emotionale Wirkung verbindet – vom privaten Wohnhaus bis zur High-End-Gastronomie. Die Beratung erfolgt über Stores, Partner oder direkt vor Ort. Entscheidend sei immer, dass das Licht beim Menschen ankommt – als spürbare Qualität.
„Wir wollen Menschen zu Magiern ihres Raumes machen – mit Licht als Mittel, das nicht nur sichtbar macht, sondern fühlbar gestaltet.“ – Axel Meise, Gründer und Chefdesigner Occhio
Wärme, Schatten, Emotion
Atmosphärisches Licht sei kein Zeitgeist-Phänomen, sondern ein uraltes menschliches Bedürfnis, erklärt Meise. „Vom Lagerfeuer bis zur Glühlampe – warmes Licht war immer wichtig.“ Zwar sorgten frühe LEDs für kühleres Licht, doch mit heutiger Technologie lasse sich die Lichtstimmung wieder anpassen – dimmbar, wandelbar, persönlich.
Occhio macht diese Wandelbarkeit erlebbar: Fast alle Produkte lassen sich über App, Geste oder voreingestellte Szenen steuern. Licht wird so zum intuitiven Werkzeug des Alltags – und zur Verlängerung der eigenen Stimmung.
Statt uniformer Helligkeit plädiert Meise für gezielte Lichtinszenierung: Lichtinseln, bewusste Dunkelzonen, spannungsreiche Übergänge. „Licht braucht Schatten“, lautet eine seiner Grundregeln. Nur so entstehe Atmosphäre.
Lichtqualität trifft Lebensqualität
Im Zentrum steht dabei stets das Erlebnis. „Gutes Licht ist spürbar. Es verändert, wie Räume wirken – und wie wir uns darin fühlen.“ Deshalb geht es bei Occhio nicht nur um Technologie, sondern auch um Haltung.
Beispiele dafür finden sich viele. Etwa im Drei-Sterne-Restaurant Tohru in München, wo Occhios Linsentechnik gezielt die Speisen in Szene setzt. Oder in der Casa de la Luz auf Mallorca – ein Occhio-Showhouse, das zeigt, wie Licht ein ganzes Gebäude durchdringen kann. Selbst auf Yachten kommt das Konzept zum Einsatz – dort, wo Menschen das Erlebnis aus ihren Wohnwelten mit auf Reisen nehmen.
Was all diese Projekte verbindet: Sie machen sichtbar, wie Licht zur Bühne für das Leben wird. Und wie stark es unsere Wahrnehmung prägt – Tag für Tag, Szene für Szene.
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