Keine Messe, keine Bühne, dafür umso mehr Einblicke: Zur Open Design Week wird die Region Frankfurt RheinMain vom 5. Bis zum 14. Juni zur begehbaren Werkstatt. An über 100 Orten lässt sich erleben, wie Design heute als Werkzeug für Stadt, Gesellschaft und Zukunft gedacht wird.
Frankfurt war schon einmal der Ort, an dem Zukunft verhandelt wurde: 1848 in der Paulskirche, als die Demokratie erstmals Gestalt annahm. Heute ist die Stadt wieder ein Labor für Ideen, wobei diesmal nicht die Politik, sondern das Design eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Titel „World Design Capital 2026 Frankfurt RheinMain” wird die Region 2026 zur Schauplatz einer Frage, die aktueller kaum sein könnte: Wie gestalten wir ein besseres Zusammenleben?
Die Antwort ist kein Manifest, sondern ein Erlebnis, das im Juni in der Open Design Week gipfelt.
Was man nicht verpassen sollte
Zehn Tage lang öffnen sich Räume, die sonst verborgen bleiben. Design zeigt sich nicht als fertiges Objekt, sondern als Prozess – als etwas, das entsteht.
Must Sees:
- WDC Hub im Museum Angewandte Kunst
Ausgangspunkt und Denkraum zugleich – hier bündelt sich das Programm - Forward Festival Frankfurt 2026 im Massif E
Internationale Kreativszene, verdichtet auf zwei Tage - Kreativwirtschaftstag Frankfurt 2026
Auftakt der Woche – mit Fokus auf Design als wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft - Hessen Design Competition 2026
Nachwuchs im Fokus – ein Blick auf die nächste Generation - Brand Experience Night Frankfurt 2026
Marken, Raum und Inszenierung – Design als Erlebnis
Darüber hinaus: die WDC-Highlights im Mai
Was die WDC besonders macht, sind Projekte, die sich nicht sofort als „Event“ einordnen lassen:
- „Hier, wo wir sind“ – AR im Stadtraum
Digitale Kunst überlagert reale Orte und macht Geschichte sichtbar - WerkRaum Wiesbaden
Ein leerstehendes Kaufhaus wird zum „Vierten Ort“ für Stadt und Diskurs - DemokratieKioske
Alltägliche Treffpunkte werden zu Orten für Austausch und Beteiligung - Main-Light am Mainufer
Autarke Lichtinstallationen zeigen, wie Infrastruktur zur Gestaltung wird - „Positionen zur Freiheit“ im MAK
Eine Ausstellung, die Gestaltung als Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Teilhabe denkt - Spanish Design Pavilion
Temporäre Architektur als offener Raum für Begegnung und Kultur
Warum sich eine Reise lohnt
Frankfurt ist kein offensichtlicher Design-Hotspot. Und genau darin liegt seine Stärke. Zwischen Bankenarchitektur, Nachkriegsmoderne und einer wachsenden Kreativszene entsteht hier ein anderes Verständnis von Gestaltung: weniger Objekt, mehr Haltung. Weniger Inszenierung, mehr Wirkung.
Mehr Informationen: wdc2026.org
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