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Für die vierte Ausgabe von Rado Moving Materials 2026 richtet Thomas Albdorf den Blick auf die kleinen Dinge des Alltags – und darauf, wie Film und Animation ihre eigene Zeitlichkeit erzeugen.

Auch 2026 begleitet Signature den Rado Moving Materials Wettbewerb im Rahmen der Vienna Design Week als Medienpartner. Unter dem diesjährigen Thema Architecture of Time“ präsentieren sechs Motion Designer ihre Arbeiten von März bis August auf der Video-Wall der Rado Boutique in der Wiener Kärntner Straße. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zeit sichtbar, spürbar und gestaltbar wird – inspiriert von der Farbwelt der Les Couleurs® Le Corbusier® Kollektion.

Der Gewinner des Awards wird im Herbst im Rahmen der Vienna Design Week bekannt gegeben.

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Philipp Josef Rossmann ©

Nach den ersten drei Positionen der Serie widmet sich Folge vier dem Künstler Thomas Albdorf. Sein Projekt Time Well Spent (The Relentless Pursuit of Nothing)” beschäftigt sich mit jenen Objekten, die den Alltag meist unauffällig begleiten. Dinge, die ständig da sind, ohne viel Aufmerksamkeit einzufordern. Bei Albdorf rücken sie ins Zentrum der filmischen Inszenierung – nicht als Requisiten, sondern als Hauptdarstellerinnen einer stillen, fast meditativen Beobachtung.

Die Arbeit versteht Zeit dabei nicht als Ressource, die optimiert oder gefüllt werden muss. Vielmehr entsteht ein Gegenmodell zur permanenten Zwecklogik: eine ziellose, konzentrierte Konfrontation mit vermeintlich banalen Gegenständen. Der Titel spielt mit diesem Gedanken. Time well spent“ wird hier nicht über Produktivität definiert, sondern über die Fähigkeit, Freude in der Wiederholung, im Sehen und im scheinbar Nebensächlichen zu finden.

Filmisch beginnt Albdorf mit einer konventionellen Annäherung an die Objekte. Erst in der Nachbearbeitung verschiebt sich ihre zeitliche Darstellung. Verschiedene Ebenen werden parallel sichtbar, Bewegungen überlagern sich, Wahrnehmung wird gedehnt oder gebrochen. So entsteht ein Blick auf die Möglichkeiten von Film und Animation, die über das hinausgehen, was das Auge im Moment erfassen kann.

Damit passt die Arbeit präzise zum Jahresthema Architecture of Time“. Zeit erscheint hier nicht als lineare Abfolge, sondern als gebautes Gefüge: geschichtet, verschoben, montiert. Aus alltäglichen Dingen entstehen Bilder, die weniger erzählen als beobachten – und gerade dadurch die Frage stellen, wie viel Zeit ein Moment eigentlich enthalten kann.

Thomas Albdorf Portrait Crop s RGB
Thomas Albdorf ©

Thomas Albdorf studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und schloss sein Studium 2013 ab. Er wurde vom British Journal of Photography als einer der Artists to Watch“ ausgezeichnet und gewann den UNSEEN Amsterdam Talent Award. Seine Arbeiten waren unter anderem in institutionellen Einzelausstellungen im FOAM Amsterdam und im Museum Folkwang zu sehen, außerdem in Galerien in Europa und den USA. Porträts und Interviews erschienen in internationalen Medien wie dem FOAM Magazine, dem British Journal of Photography, The New Yorker, The New York Times, Vanity Fair und dem Wall Street Journal.


Die Uhr: Farbe als architektonisches System

Rado True Thinline Les Couleurs Le Corbusier
Maxmoviez ©
Die True Thinline Les Couleurs® Le Corbusier®

Mit der True Thinline Les Couleurs® Le Corbusier® greift Rado auf eine der einflussreichsten Farbtheorien der Moderne zurück. Basierend auf der Polychromie Architecturale entstehen Uhren in präzise definierten Farbtönen, die ursprünglich für die Gestaltung von Raum und Architektur entwickelt wurden. Gefertigt aus Hightech-Keramik, verbinden die Modelle reduzierte Form mit materieller Tiefe und hoher Widerstandsfähigkeit. Jede Variante ist Teil einer limitierten Edition und versteht Farbe nicht als Oberfläche, sondern als konstruktives Element – ganz im Sinne von Le Corbusiers Ansatz, Raum über Farbe zu strukturieren und zu emotionalisieren.


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