Mit „parents of time“ widmet sich Diana Bobb den Rhythmen, die Zeit für uns überhaupt erst erfahrbar machen – von den Bewegungen der Himmelskörper bis zu den Takten des eigenen Körpers.
Auch 2026 begleitet Signature den Wettbewerb Rado Moving Materials im Rahmen der Vienna Design Week als Medienpartner. Unter dem diesjährigen Leitthema „Architecture of Time“ präsentieren sechs Motion Designer ihre Arbeiten von März bis August auf der Video-Wall der Rado Boutique in der Wiener Kärntner Straße. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Zeit visualisieren, strukturieren und interpretieren lässt – inspiriert von der Farbwelt der Les Couleurs® Le Corbusier® Kollektion.
Der Gewinner des Awards wird am 3. Oktober im Rahmen der Vienna Design Week bekannt gegeben.
Der fünfte Eintrag rückt die Arbeit von Diana Bobb in den Fokus. Ihr Projekt „parents of time“ setzt sich mit jenen Rhythmen auseinander, die unser Verständnis von Zeit seit jeher prägen. Noch lange bevor der Mensch mechanische Uhren entwickelte, orientierte er sich an den wiederkehrenden Bewegungen der Natur: an Sternenkonstellationen, an den wandernden Schatten der Sonne, an der Länge der Nacht oder an den Phasen des Mondes. Aus diesen Zyklen entstand eine frühe Ordnung der Zeit – eine Architektur, die nicht gebaut, sondern beobachtet wurde.
Diana Bobb denkt diesen Ansatz weiter und bringt ihn mit modernen Vorstellungen von Zeit in Verbindung. Denn aus physikalischer Sicht ist Zeit keine starre, universell identische Größe. Seit Einsteins Relativitätstheorie gilt sie als abhängig von Bewegung und Gravitation – veränderlich also, nicht absolut. Gleichzeitig erlebt auch der menschliche Körper Zeit auf seine eigene Weise: im Herzschlag, im Atem, in biologischen Rhythmen und inneren Takten, die unser Empfinden von Dauer mitbestimmen.
Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich „parents of time“. Das Video, bestehend aus frame-for-frame animierten digitalen Malereien, untersucht die Beziehung zwischen zwei Ebenen: den kosmischen Rhythmen, die unseren Planeten strukturieren, und den biologischen Rhythmen, die das Leben organisieren. Daraus entsteht eine Arbeit, die Zeit nicht nur als abstrakte Größe, sondern als erfahrbare Bewegung begreift. Sie stellt die Frage, ob Zeit im Universum bereits angelegt ist – oder ob sie erst durch Wiederholung, Rhythmus und Wahrnehmung Form annimmt.
Damit fügt sich Bobbs Beitrag präzise in das Jahresthema „Architecture of Time“ ein. Ihre Arbeit versteht Zeit als Zusammenspiel von Ordnung und Empfindung, von äußerem Takt und innerem Erleben. Was daraus entsteht, ist kein lineares Zeitbild, sondern eine vielschichtige Betrachtung darüber, wie eng unser Dasein mit wiederkehrenden Mustern verbunden ist.
Diana Bobb arbeitet als freie Illustratorin und Grafikdesignerin in Wien. Ihre interdisziplinäre Praxis verbindet analoge und digitale Techniken und umfasst Projekte aus den Bereichen Animation, konzeptionelle Illustration, Editorial Design und weiteren visuellen Medien. Charakteristisch ist ihre metaphorische Bildsprache, die ihren Arbeiten spielerisch zusätzliche Bedeutungsebenen verleiht. Neben ihrer gestalterischen Tätigkeit ist sie auch als Gastdozentin in Berlin aktiv.
Die Uhr: Farbe als architektonisches System
Mit der True Thinline Les Couleurs® Le Corbusier® greift Rado auf eine der einflussreichsten Farbtheorien der Moderne zurück. Basierend auf der Polychromie Architecturale entstehen Uhren in präzise definierten Farbtönen, die ursprünglich für die Gestaltung von Raum und Architektur entwickelt wurden. Gefertigt aus Hightech-Keramik, verbinden die Modelle reduzierte Form mit materieller Tiefe und hoher Widerstandsfähigkeit. Jede Variante ist Teil einer limitierten Edition und versteht Farbe nicht als Oberfläche, sondern als konstruktives Element – ganz im Sinne von Le Corbusiers Ansatz, Raum über Farbe zu strukturieren und zu emotionalisieren.
Nichts mehr verpassen – wir halten Sie auf dem Laufenden!
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.
Design & Architecture — September 2026
The Whale: Ein Museum taucht auf
Neues Walmuseum eröffnet 2027
Design & Architecture — September 2026
Lake Como Design Festival 2026
Wo Design an seine Grenzen geht
Design & Architecture — August 2026
Paris Design Week: Die Stadt wird zum Designparcours
Historische Architektur, junge Talente und neue Ideen
Design & Architecture — August 2026
Jerusalem Design Week: Match Point
Wie Design den Sport zum Ereignis macht
Design & Architecture — August 2026
Homo Faber 2026: The Art of Making
Wie inszeniert man Handwerk, ohne in Nostalgie zu geraten? Es Devlin antwortet mit Licht.
Design & Architecture — August 2026
Rado Moving Materials 2026
Vol. 6: Simon Hundsbichler & Jonas Nath