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Mit Screentime“ endet die diesjährige Ausgabe von Rado Moving Materials: Eine Arbeit über die Zeitlichkeit digitaler Bilder, über gespeicherte Spuren der Vergangenheit und eine Gegenwart, die sich in endlosen Schleifen fortschreibt.

Auch 2026 begleitet Signature den Wettbewerb Rado Moving Materials im Rahmen der Vienna Design Week als Medienpartner. Unter dem diesjährigen Leitthema Architecture of Time“ zeigen sechs Motion Designer ihre Arbeiten von März bis August auf der Video-Wall der Rado Boutique in der Wiener Kärntner Straße. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Zeit in visuelle Formen übersetzen lässt – angeregt durch die Farbwelt der Les Couleurs® Le Corbusier® Kollektion.

Der Gewinner des Awards wird im Herbst im Rahmen der Vienna Design Week bekannt gegeben.

Mit der sechsten und letzten Folge findet die Saison ihren Abschluss. Für Vol. 6 präsentieren Simon Hundsbichler und Jonas Nath die gemeinsame Arbeit Screentime“. Die Animation widmet sich der Zeitlichkeit digitaler Bilder und setzt genau dort an, wo das Thema am unmittelbarsten erfahrbar wird: am Bildschirm selbst, jenem Medium also, auf dem die Arbeit schließlich auch eine Woche lang in der Rado Boutique zu sehen ist.

Im Zentrum stehen zwei gegensätzliche Phänomene des Screens. Zum einen das Ghost Image – ein Nachbild, also der physische Abdruck eines digitalen Raums oder Bildes, der im Display als Spur zurückbleibt. Zum anderen der Screensaver, dessen ursprüngliche Funktion gerade darin besteht, ein solches Einbrennen zu verhindern. Das eine verweist auf ein Bild, das sich festgesetzt hat; das andere auf eine Bewegung, die genau diese Verfestigung abwehren soll.

Aus diesem Gegenüber entwickelt Screentime“ einen ebenso poetischen wie präzisen Zugang zum Thema Zeit. Das Ghost Image erscheint als konservierte Spur, als Rest von Vergangenheit, der im Medium selbst gespeichert bleibt. Der Screensaver dagegen steht für eine fortlaufende, beinahe hypnotische Gegenwart: für ein Bild, das sich ständig erneuert, ohne je wirklich anzukommen. Zwischen diesen beiden Zuständen entfaltet sich eine Erzählung darüber, wie digitale Medien unser Zeitempfinden verändern.

Die Arbeit fragt damit nicht nur, wie Bilder auf Bildschirmen erscheinen, sondern auch, wie sie Dauer erzeugen. Was bleibt, was verschwindet, was wiederholt sich? Und was bedeutet Zeit in einem Medium, das zugleich speichern, auslöschen und endlos aktualisieren kann? Hundsbichler und Nath verhandeln diese Fragen nicht abstrakt, sondern über das konkrete Verhalten des Screens selbst – und führen das Jahresthema Architecture of Time so zurück an seinen technischen und visuellen Ursprung.

Simon Hundsbichler und Jonas Nath kennen sich aus dem Studium und sind seit dem ersten Tag befreundet. Auch künstlerisch kreuzen sich ihre Wege immer wieder: Beide bewegen sich in visuellen, digitalen und experimentellen Gestaltungsfeldern und arbeiten gerne gemeinsam an Projekten, in denen Bild, Bewegung und mediale Wahrnehmung ineinandergreifen. Für Screentime“ bündeln sie diesen gemeinsamen Zugang und richten den Blick auf den Screen als Ort, an dem digitale Bilder nicht nur erscheinen, sondern Zeit selbst sichtbar wird.


Die Uhr: Farbe als architektonisches System

Mit der True Thinline Les Couleurs® Le Corbusier® greift Rado auf eine der einflussreichsten Farbtheorien der Moderne zurück. Basierend auf der Polychromie Architecturale entstehen Uhren in präzise definierten Farbtönen, die ursprünglich für die Gestaltung von Raum und Architektur entwickelt wurden. Gefertigt aus Hightech-Keramik, verbinden die Modelle reduzierte Form mit materieller Tiefe und hoher Widerstandsfähigkeit. Jede Variante ist Teil einer limitierten Edition und versteht Farbe nicht als Oberfläche, sondern als konstruktives Element – ganz im Sinne von Le Corbusiers Ansatz, Raum über Farbe zu strukturieren und zu emotionalisieren.


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