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Ob realistisch oder geometrisch-abstrakt – ein symbolträchtiges Kleinod schlängelt sich durch die Designgeschichte von Bulgari.


Sinnlich, anmutig und grazil schlängelt sie sich seit alters her durch die griechische und römische Mythologie. Die Schlange gilt als Symbol für Verjüngung, Wiederge­burt, Unsterblichkeit, Weisheit sowie Lebenskraft und spielte historisch stets eine wichtige Rolle. Nicht nur bei Adam und Eva, die sie laut Altem Testament verführte, die Frucht vom Baum der ­Erkenntnis zu kosten, auch in der Welt des Schmucks fand sich schon früh das Symbol der Schlange. So entdeckte man etwa bei Ausgrabungen in Pompeji Armreifen in Schlangenform. Und die sagenumwobene schöne Pharaonin Kleopatra nutzte die Symbolkraft der Schlange bis zu ihrem Tod. Auch die königlichen ­Juwelen, die die schöne Herrscherin trug, ehrten das exotische Reptil: so auch im Film Kleopatra“, in dem sich die berühmte Schauspielerin Elizabeth Taylor 1963 in zahlreichen Szenen verführerisch – umschlungen mit Schlangenschmuck von Bulgari – in Szene setzte. 

Bulgari brachte Charlize Theron und Elizabeth Taylor zum Glitzern.

Stars im Glanz

Aber auch abseits des Films hatte die große Hollywood-Diva ein Faible für das italienische Schmuckimperium, das 1884 von Sotirio Bulgari, einem Mann griechischer Abstammung, in Rom ­gegründet wurde. Ihr On-Off-Ehemann Richard Burton meinte sogar, dass die Stil- und Schönheitsikone Taylor nur ein einziges italienisches Wort gekannt habe und das lautete: Bulgari.

Mit der Liebe zur herausragenden Handwerkskunst, zu den außergewöhnli­chen Edelsteinen und zum raffinierten Design war sie aber nicht allein und stand in einer Reihe mit vielen anderen Stars, die zur prominenten Kundschaft des Unternehmens zählten. So waren etwa Audrey Hepburn, Grace Kelly, Gina Lollobrigida oder Romy Schneider immer wieder in der Via dei Condotti in Rom zu sehen, dem Ursprungsort und Hauptsitz der Marke. 

Im Rampenlicht: Bulgari steht für außergewöhnliche Edelsteine und raffiniertes Design.

Extravagante Technik

Bis heute schlängelt sich jedenfalls die sogenannte Serpenti-Kollektion in zeitloser Bulgari-Manier elegant um Handgelenk, Hals, Ohr und Finger. So trug etwa ­Oscarpreisträgerin Charlize Theron anlässlich der 91. Oscarverleihung eine High-Jewellery-Halskette aus Weißgold der Serpenti-Kollektion von Bulgari. US-Sängerin Alicia Keys trug als Gastgeberin der Grammy Awards eine High-Jewellery-Serpenti-Halskette. Möglich war das Ganze durch die sogenannte Tubogas“-Technik. Dabei handelt es sich um eine Verarbeitungstechnik, die bei der Herstellung von Gasrohrleitungen in den 1920er-Jahren zum Einsatz kam. Sie wurde von Bulgari in den 1970er-Jahren wiederbelebt und entwickelte sich zu einem Markenzeichen des Unternehmens. Mit dieser anspruchsvollen Machart ließen sich leichte, biegsame und in ihre Form zurückspringende Armbänder kreieren. Mittlerweile umfasst die Serpenti-Linie von Bulgari neben außergewöhnlichem Schmuck auch elegante Sonnenbrillen und erlesene Taschen aus exklusivem Leder. 

Die Serpenti-Kollektion schlängelt sich stilsicher durch Bulgaris Designgeschichte.

Echte Römer

Auch die Bauwerke und architektonischen Schätze Roms inspirierten Bulgari seit jeher, was im Schriftzug des Logos – BVLGARI – zum Ausdruck kommt. Es erinnert an klassisch lateinische ­Inschriften. Die Idee der Luxusuhr BVLGARI ROMA nimmt Anleihen bei Münzen aus dem antiken Rom. Die limitierte Digitaluhr wurde 1975 zu Weihnachten an die 100 wichtigsten Kunden verschickt. Es war ein Riesenerfolg, worauf 1977 der Bvlgari-Bvlgari-Zeitmesser mit einem der legendärsten Designs in der Geschichte der Uhrmacherkunst eingeführt wurde. Das gravierte Logo BVLGARI BVLGARI wurde in das Design des Zeitmessers integriert, entwickelte sich zum berühmten Kennzeichen und avancierte ebenso zum Markenzeichen von Ketten, Manschettenknöpfen, Ringen, Armbändern und Ohrringen.

Schmucke Münzen

Apropos antike Münzen: Nicola Bulgari, Enkel von Sotirio Bulgari und Bulgari-Vice-Chairman seit 1984, ist als begeisterter Münzsammler bekannt. Kein Wunder also, dass er sich voller Enthusiasmus für die Kreation von Bulgari-„Monete“-Schmuckstücken einsetzte. Die ersten Schmuckstücke mit Münzen aus dem Jahr 1966 waren ebenso elegant wie modern. Sie wurden mit den Namen der Kaiser, ihrer Regierungszeit und der Art der Münze graviert. Dieses herausragende Element wurde zu einem festen Bestandteil der Münzschmuckkollektionen.

Neuentdeckung von Eden

Aber auch der Garten Eden kommt bei Bulgari nicht zu kurz. In der Kollektion Eden – The Garden of Wonders“ verführen königsblaue Saphire ebenso wie grüne Smaragde die modernen Evas rund um den Globus. Auch die Schlange im legendären Serpenti-Design mit einem rosa Saphir darf nicht fehlen. Es ist und bleibt einfach ein Paradies auf Erden – so ein Besuch bei Bulgari.

Zeitlos im Trend

Der einzigartige italienische Juwelier Bulgari hat seit dem 11. Juli auch in Wien seine Tore geöffnet. Der neue Flagship Store in der Wiener Innenstadt am Kohlmarkt 4 ist eine Hommage an die ewige Stadt Rom, den Ursprungsort des Luxuslabels mit den typischen Bulgari-Elementen. Der Master of Colored Gemstones“ lässt hierbei die reiche Geschichte seines Heimatlandes mit mediterranen Wurzeln und die bunte italienische Seele in seinem Design mit vielen ‑Marmorelementen und außergewöhnlichen Designelementen immer wieder hervorblitzen. Angelehnt an das Stammhaus in der Via dei Condotti 10 in Rom, hat man bereits beim Betreten der neuen Boutique das Gefühl, sich mitten in Italiens glamouröser, geschichts- und kunstträchtiger Hauptstadt zu befinden. 

Der neue Flagship Store in der Wiener Innenstadt ist eine Hommage an die ewige Stadt Rom.

Der zentrale Raum beherbergt eine ovale Vitrine aus Glas und Marmor, inspiriert vom berühmten italienischen Architekten Carlo Scarpa und gekrönt von einem handgefertigten Kron-leuchter aus Muranoglas. Ein weiterer Hingucker sind die in die Wände eingelassenen Vitrinen, ausgekleidet mit safranfarbener Shantung-Seide, die ebenfalls an das Bulgari-Stammhaus in der Via Condotti in Rom angelehnt sind. Farbenfrohe Kunstwerke des berühmten Künstlers Andy Warhol bilden einen modernen Kontrast zu den klassischen römischen Designelementen. 

Die Reinterpretation der majestätischen Symbole der Stadt Rom findet sich auch in den exquisiten Schmuck‑, Uhren‑, Accessoire- und Parfumkreationen wieder und bringt so Italien nach Österreich. In der neuen Boutique sind die ikonischen Designs, hergestellt in den Bulgari-Manufakturen in Italien und der Schweiz, wie die Schmucklinien B.zero1 und Serpenti, Damenuhren aus der Serpenti- und Herrenuhren aus der Octo-Kollektion sowie handgefertigte Accessoires zu finden. Sowohl die Fassade mit dem ikonischen goldenen BVLGARI-Logo auf schwarzem Hintergrund als auch das innovative Box-in-Box Konzept, das von den Jahreszeiten inspiriert wird, tragen die kreative Designhandschrift des berühmten US-(Innen-)Architekten und Kunstsammlers Peter Marino. bulgari​.com

15. April 2021 X Getty Images 640483956

Ganz schön im Trend

Diese Kosmetik-Neuheiten dürfen in keinem Beauty-Case fehlen. Barbara Lang ist Education Managerin der Hautpflegemarken Biotherm, Kiehl’s & Helena Rubinstein und verrät im Experten-Talk News in Sachen Schönheit.


Kosmetik ist längst zum nachgefragten Luxusgut geworden. Welche Produkte liegen gerade im Trend?
Essencen in Form von Lotions. Diese alte Tradition aus Asien sind Lotions, die so flüssig sind wie Wasser aber so wirkstoffintensiv wie Seren. Sie sind transformierend in der Textur, dringen tief in die Hautschichten ein und hinterlassen ein pralles Hautgefühl. Nach der Reinigung und vor der Pflege werden sie mit den Händen sanft auf das Gesicht, den Hals und das Dekolletee aufgedrückt. Meine Produkttipps dazu: Biotherm Life Plankton Essence, Kiehl’s Iris Extract Activating Treatment Essence, Helena Rubinstein Powercell Skinmunity Essence

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05. Oktober 2022 Theuerer Kauffmann

Außergewöhnlich glanzvoll

Thomas und Mathias Theuerer führen mit Juwelier Theuerer beim Wiener Stadtpark eine besondere Familiengeschichte in die Zukunft.

Juwelier Theuerer gibt es seit nun mehr 66 Jahren. Können Sie uns etwas zur Gründung des Unternehmens erzählen? 

Thomas Theuerer (TT): Unsere Großmutter ist der Liebe wegen nach Wien gezogen und wollte ins Juwelier-Geschäft einsteigen. Daraufhin haben unsere Urgroßeltern kurzerhand alles verkauft, sind – um der Tochter weiterhin nahe zu sein — mit nach Wien gezogen und haben ihr damit die Gründung eines eigenen Unternehmens 1956 an dem Standort, wo wir heute noch sind, ermöglicht. Eine Geschichte, die auch für uns heute noch beeindruckend ist.

Mathias Theuerer (MT): Mit dem Einstieg unseres Vaters in das Geschäft 1984 wurde der Standort weiterentwickelt, das Geschäft mehrfach umgebaut, das Sortiment erweitert und auf digitale Systeme umgestellt. Eine gute Basis um seit diesem Jahr auch einen Online-Shop auf theuerer​.at anbieten zu können. Leider ist unser Vater sehr früh nach kurzer Krankheit verstorben und Thomas und ich haben die Leitung des Geschäfts 2015 übernommen.

War davor von Ihnen ein Einstieg ins Familienunternehmen geplant? 

MT: Eigentlich nicht, es erfüllt uns allerdings heute mit Stolz und Freude, dass wir unseren Familienbetrieb als Brüder führen dürfen und wir sehen diese Herausforderung, als großes Privileg. Unsere Familie hat seit jeher viel Wert auf eine exzellente, kompetente und persönliche Beratung gelegt. Wir wollen das Zwischenmenschliche in den Vordergrund stellen und die Tradition bei Juwelier Theuerer weiterführen.

Als Juweliere in dritter Generation, gibt es sicherlich Stammkunden, die schon seit Jahrzehnten treu sind.

MT: Ja wir haben einen Kunden, der 1958 bei Theuerer seinen Verlobungsring gekauft hat und bis heute zusammen mit seiner Frau zu uns kommt. Vor kurzem hat uns die Schwiegermutter eines Freundes, deren Mann kurz davor verstorben war beauftragt, aus zwei Edelsteinen, die sie von ihm geschenkt bekommen hat, Schmuckstücke für die beiden Töchter anzufertigen. Das sind Geschichten, die sehr berühren.

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17. September 2020 X Silhouette Endkontrolle SUN CR unlimited Lightwork

Stilvoller Durchblick

Handwerk, das sich sehen lassen kann. Tradition und Innovation von Silhouette.

Das 1964 gegründete Linzer Familienunternehmen Silhouette brilliert längst auf dem internationalen Markt, produziert aber in Österreich. Silhouette Brillen stehen für eine Fertigung, die auf möglichst viel Handarbeit setzt. Zum Beispiel das Modell Titan Minimal Art“, das 1999 Brillengeschichte schrieb und sogar in der Raumfahrt verwendet wird. Nur 1,8 Gramm leicht ist die Titan Minimal Art – und ohne Rahmen, Schrauben und Scharniere. Inter­essantes Detail: Von den 264 Arbeits­schritten werden 250 von Hand ausgeführt. Weltweit sind an die 1.500 Designer, Handwerker und Wissenschaftler für den Betrieb im Einsatz.

Mehr Information unter silhouette​.com

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