Signature hat mit Otmar Michaeler darüber gesprochen, wann aus einem Apartment ein Zuhause wird – und warum genau darin der eigentliche Unterschied liegt.
Die Grenzen zwischen Wohnen und Hotellerie sind längst durchlässig geworden. Mit den Falkensteiner Residences entsteht ein Format, das beide Bereiche vereint – nicht als Erweiterung, sondern als eigenständiger Ortstyp. Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group entwickelt diese Orte aus einer klaren Haltung heraus: weniger Inszenierung, mehr Selbstverständlichkeit im Erleben. Geprägt von den Gründern Erich und Andreas Falkensteiner sowie CEO Otmar Michaeler, verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie.
Viele Hotelmarken sprechen heute von „Branded Residences“ – bei Falkensteiner wird bewusst der Slogan „Effortless Luxury Living“ genutzt. Was unterscheidet in Ihren Augen ein Apartment mit Hotelservice von einem Ort, an dem man tatsächlich ankommt und lebt?
Wir verstehen Luxus nicht als Überfluss, sondern als Mühelosigkeit. Dazu gehört auch, unsere Käuferinnen und Käufer von Anfang an zu begleiten und eine Investition im Ausland so einfach und transparent wie möglich zu gestalten. Wer in einer Falkensteiner Residence ankommt, spürt sofort: Alles ist vorbereitet. Abläufe sind intuitiv, Komfort selbstverständlich – im Service genauso wie in Ausstattung und Design. Gleichzeitig stehen sämtliche Annehmlichkeiten des Resorts zur Verfügung, ohne dass die Privatsphäre dabei verloren geht. Der Unterschied liegt für uns nicht darin, dass Luxus vorhanden ist, sondern darin, wie selbstverständlich er sich anfühlt. Wenn Dinge reibungslos funktionieren und nicht bewusst wahrgenommen werden müssen, entsteht ein Gefühl von echtem Ankommen. Genau in diesem Moment wird aus einem Apartment ein zweites Zuhause.
„Wer in einer Falkensteiner Residence ankommt, spürt sofort: Alles ist vorbereitet. Abläufe sind intuitiv, Komfort selbstverständlich – im Service genauso wie in Ausstattung und Design.” – Otmar Michaeler
Falkensteiner Residences entstehen oft in Zusammenarbeit mit Architekten wie Matteo Thun oder Boris Podrecca. Welche Rolle spielt Architektur in diesem Modell – ist sie Kulisse, Identitätsträger oder Teil des eigentlichen Produkts?
Architektur ist für uns kein Rahmen, sondern ein integraler Bestandteil des Erlebnisses. Im Zentrum steht das Prinzip „Ruhe durch Balance“. Unsere Raumkonzepte schaffen bewusst eine ruhige, klare Atmosphäre, in der Innen- und Außenräume ineinander übergehen. Großzügige Glasflächen öffnen die Gebäude zur Landschaft und lassen Licht, Natur und Jahreszeiten Teil des Alltags werden. Gleichzeitig verstärken natürliche, regionale Materialien den Bezug zum Ort. Sie geben den Räumen Wärme, Tiefe und Authentizität – und machen Architektur zu einem wesentlichen Bestandteil des Produkts selbst.
Branded Residences bewegen sich immer in einem Spannungsfeld zwischen Rückzug und Service. Wie definiert Falkensteiner diese Balance – und wo liegt die Grenze zwischen Hotel und Zuhause?
Echter Komfort beginnt dort, wo er nicht mehr bewusst wahrgenommen wird. In unseren Falkensteiner Residences bedeutet das, dass viele Leistungen im Hintergrund ganz selbstverständlich funktionieren. Auf Wunsch wird das Apartment bereits vor der Anreise vorbereitet. Ein diskretes Serviceteam übernimmt Aufgaben wie Housekeeping oder Instandhaltung – individuell abgestimmt und so integriert, dass der Alltag spürbar erleichtert wird. Auch in Abwesenheit der Eigentümerinnen und Eigentümer bleibt die Immobilie zuverlässig betreut und beaufsichtigt. Gleichzeitig sind unsere Residences keine isolierten Rückzugsorte, sondern Teil eines lebendigen Resorts. Eigentümer und Gäste haben Zugang zu SPA, Restaurants, Sportangeboten oder Kinderbetreuung. Dennoch bleibt das Gefühl, in den eigenen vier Wänden zu sein. Ein Aspekt, der dabei oft unterschätzt wird, ist die Gemeinschaft: Es entsteht ein Umfeld, in dem Menschen mit ähnlichen Ansprüchen und Interessen aufeinandertreffen. Das macht den Aufenthalt noch einmal persönlicher. Die Grenze zwischen Hotel und Zuhause definieren wir daher nicht über das Angebot, sondern über das Empfinden: Wenn Service unaufdringlich bleibt, entsteht Privatsphäre. Rückzug und Freiheit existieren parallel.
„Ein Aspekt, der dabei oft unterschätzt wird, ist die Gemeinschaft: Es entsteht ein Umfeld, in dem Menschen mit ähnlichen Ansprüchen und Interessen aufeinandertreffen. Das macht den Aufenthalt noch einmal persönlicher.” – Otmar Michaeler
Ihre Projekte entstehen meist in landschaftlich starken Kontexten – vom Gardasee bis zur kroatischen Küste. Wie beeinflusst der jeweilige Ort die Konzeption Ihrer Residences – und wie stellen Sie sicher, dass sie mehr sind als austauschbare Investmentprodukte?
Die Region ist der Ausgangspunkt jeder Konzeption. Sei es am Gardasee, wo die Falkensteiner Residences Lake Garda kurz vor ihrer Fertigstellung stehen und aktuell noch ausgewählte Einheiten verfügbar sind, oder an der kroatischen Küste, wo mit „Aurora” ein weiteres Residences-Projekt im Falkensteiner Resort Punta Skala bald seine Türen öffnet und ebenfalls noch Einheiten erworben werden können. Jede Region prägt Atmosphäre, Architektur und Materialität – der Charakter der Landschaft fließt direkt in das Konzept ein. Auch die gute Erreichbarkeit der Standorte spielt eine zentrale Rolle. Diese regionale Verankerung ist entscheidend dafür, dass unsere Projekte mehr sind als klassische Immobilienprodukte. Sie greifen die Identität des Ortes auf und übersetzen sie in ein stimmiges Gesamterlebnis. Ergänzend dazu bieten wir flexible Nutzungs- und Vermietungsmodelle, die persönliche Freiheit mit wirtschaftlicher Stabilität verbinden. Wenn ein Apartment nicht selbst genutzt wird, kann es unkompliziert über uns vermietet werden. Ein professionelles Property Management sorgt gleichzeitig für Werterhalt und einen reibungslosen Betrieb – für Eigentümer ebenso wie für Gäste.
Der Kauf einer Residence ist nicht nur eine Investition, sondern auch eine langfristige Beziehung zu einem Ort und einer Marke. Was spricht in diesem Zusammenhang für die Falkensteiner Residences?
Im Mittelpunkt steht bei uns nicht allein die Immobilie, sondern ein Lebensgefühl. Dieses basiert auf einer langen Markengeschichte, die für Qualität, Bodenständigkeit und verlässliche Gastfreundschaft steht. Viele unserer Eigentümer kennen bereits unsere Hotels und identifizieren sich mit unseren Werten. Das „Welcome Home“-Gefühl ist deshalb oft schon vorhanden, bevor eine Kaufentscheidung überhaupt konkret wird. Genau darin liegt der Unterschied: Die Entscheidung fällt nicht für ein anonymes Projekt, sondern für eine vertraute Marke mit klarer Haltung – und mit einem Qualitätsversprechen, das im Alltag spürbar ist.
Der Markt für Branded Residences wächst rasant – von globalen Luxusmarken bis hin zu klassischen Hotelgruppen. Wo sehen Sie die eigene Haltung im Vergleich zu den großen internationalen Playern?
Der Markt entwickelt sich dynamisch und viele internationale Marken definieren sich stark über Exklusivität und Preis. Unser Zugang unterscheidet sich insofern davon, als bei uns das tatsächliche Nutzungserlebnis im Zentrum steht – mit der Frage, ob ein Ort im Alltag funktioniert und sich langfristig richtig anfühlt. Gleichzeitig sind wir tief in unseren Destinationen verwurzelt, insbesondere im europäischen Raum. Das ermöglicht uns, standortbezogene Konzepte mit klarer Identität zu entwickeln, anstatt austauschbare Produkte zu schaffen. Unser Anspruch ist nicht maximale Inszenierung, sondern nachhaltige Qualität und spürbare Authentizität.
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