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Nadine Djordjevic, 23, ist Junior-Chefin des Fischrestaurants Split. Sie liebt Fisch, Sarma und Wein. Ein Gespräch über kroatische Weine, Qualität im Lieferservice und Online-Tastings, die sie mit ihrem Partner organisiert.


Das Split ist ein Familienbetrieb. Heute gibt es Krautrouladen, nämlich Sarma. Was trinkt man dazu?
Grasevina Mitrovac (Anm: Welschriesling), weil die Säure nicht so aggressiv ist. Späternte, somit sehr vollmundig. Wirkt wie eine Spätlese, aber doch knochentrocken und fruchtig am Gaumen. 

Wein liegt immer im Trend.”

Wenn man kulinarisch an Kroatien denkt, kommen einem meist der Prsut (Anm.: luftgetrockneter dalmatinischer Schinken), frische Feigen, fruchtiges Olivenöl und Rotwein – besonders der Plavac in den Sinn. Kroatien kann jedoch in Sachen Wein viel mehr, oder?
Natürlich kann Kroatien mehr in Sachen Wein! Es gibt eine große Sortenvielfalt in Kroatien, dafür dass es eigentlich ein kleines Weinbauland ist. Es gibt sowohl weiß als auch rot, internationale Sorten und heimische, es wird angebaut von Norden bis Süden.

Wein spielt eine große Rolle in meinem Leben. Es ist meine Passion!”

In den letzten Jahren geht der Trend international wieder verstärkt zu autochtonen Sorten. Wie ist das in Kroatien?
Dass die zweit meist angebaute Rebsorte der autochtone Mali Plavac ist, zeigt, dass dieser Trend auch in Kroatien Fuß gefasst hat. 

Sie absolvieren gerade eine Ausbildung zur Sommeliere?
Ja, denn Wein spielt eine große Rolle in meinem Leben. Es ist meine Passion! Wein ist keine Kryptowährung die fällt und steigt. Wein liegt immer im Trend. Auch immer mehr junge Menschen interessieren sich dafür. Das schönste ist, wenn man die Sache für die man brennt, mit jemandem teilen kann. Mein Partner Aleks und ich haben uns durch die Liebe zum Wein kennengelernt (lächelt). (Anm: Die beiden organisieren Online-Tastings, die sie zu zweit moderieren)

Wein ist keine Kryptowährung.“

Ihr habt, wie auch andere Gastronomen, euer Lieferservice ausgebaut. Das ist bei Fisch & Co. heikel. Es gibt etwa Oktopous-Salat oder Tunfisch Tatare mit Avocado. Wie stellt ihr da Frische und Qualität sicher?
Um eben die beste Qualität bieten zu können, bestellen unsere Gäste am Vortag. Somit wissen wir, was wir bestellen müssen. Mit unserem Fischlieferant Eishken Estate klappt das einwandfrei. Wir haben eine kleine Karte – klein aber fein!

Früher hat Social Media für mich keine große Rolle gespielt. Heute ist das anders.“

Mir scheint, dass gerade in der Gastronomie-Branche Social-Media-Präsenz eminent wichtig ist. Wie gehen Sie als Junior-Chefin damit um?
Social Media hat in meinem Leben früher keinen großen Stellenwert gehabt. Dann hat sich mein Leben verändert. Jetzt dreht sich 24/7 alles um Wein und Gastronomie. Es gibt ja eine riesige Gastro-Community in Wien und ich habe so viele Weinhändler und Winzer kennen gelernt.

Online-Tastings werden immer wichtiger. Was plant ihr da?
Wir haben den Lockdown genutzt und haben drei Tele-Tastings mit Winzern gemacht und waren begeistert. Im Wohnzimmer sich ein paar Flaschen Wein aufmachen, dem Vortragenden zuhören und in einer netten Runde diskutieren ist einfach schön. Außerdem wollten wir kroatischen Winzern, die noch Insider sind, eine Bühne bieten. Sogar für meinen Partner Aleks Petrovic, der Diplom Sommelier ist und seine Ausbildung in Bordeaux absolvierte, waren kroatische Weine etwas ganz neues. Wir planen gerade eine Serie mit Online-Tastings. Lasst Euch überraschen!

2for1 Angebot im Fischrestaurant Split

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Restaurant Split
Hetzendorfer Straße 165
1130 Wien
+43/1/804 09 15
www​.splithietzing​.at
Restaurant Split auf FB

2 for 1 Gourmet
Retaurant Split

Restaurant Split

Das Restaurant verwöhnt mit traditionellen mediterranen Rezepten aus Großmutters Zeiten.

16. Dezember 2020 1404382932 gra

Helden am Herd

Wie sich internationale Haubenköche durch die Pandemie kochen. Ein kulinarischer Abstecher ins Mugaritz.

Wir leben in Zeiten, in denen Vorsorge und Vorausschau nicht unbedingt mit schweißtreibendem Kornaufsammeln verbunden sind. Mehr noch, glücklicherweise und in unseren Breiten: Nicht etwa nur pure Nahrungsaufnahme ist das alleinige Ziel, sondern die gehobene Vorfreude am Gaumenkitzel, am antizipierten Gourmet-Abenteuer. Aber auch dafür braucht es etwas, was auf den nicht sonderlich charmanten Namen Planung hört. Es lohnt sich daher im weltweiten Netz nach unseren Lieblingsrestaurants zu forschen. Damit man dann bereit ist, wenn es die aktuelle Lage wieder erlaubt. 

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13. Oktober 2022 Dior2

Was den Gaumen anzieht

Ein Designspaziergang durch die appetitliche Welt der Fashion-Restaurants.

In der aktuellen Romanverfilmung Mrs. Harris Goes to Paris“ ist Miss Harris alias Lesley Manville noch arg eingeschüchtert, als sie vom ­London der 1950er ins ungleich mondänere 
Paris kommt – auf der Suche nach ­einem ­Dior-Kleid, das genauso schön sein sollte wie jenes, das sie im Schlafzimmer ihrer Arbeitgeberin gesehen hat. Hätte es damals schon den Trend gegeben, Mode- und Parfummarken auch in Gourmet-Locations zu verwandeln – Miss Harris wäre wohl noch verwunderter gewesen. Dabei ist Monsieur Dior“ in der legendären Avenue Mon­taigne Numero 30 lediglich das Restaurant (nebst Pâtisserie) innerhalb des palast­artigen Stammhauses mitsamt seinem wundersamen Innengarten. 

Aber was heißt schon lediglich“, wenn hier in Design und mit kulinari­schem Feingespür all das, mit dem Dior seit nunmehr Jahrzehnten assoziiert wird, eine zusätzliche Krönung erfährt? Das Interieur ist eher einladend als einschüchternd: Halbrunde Sessel in Beige und Schachbrettmuster, dezentes ­Retro. Die Wände in transparentem Weiß, Fensterblick auf Avenue und Garten, dazu ein riesiges Porträt von René Bouché, das den freundlich-stämmigen Christian Dior beim Essen zeigt. Der größte Blickfang indessen ist die Wandinstallation von Guy ­Limone, die im anheimelnden Farbspektrum Schwarz-Weiß-Rot Tausende winziger Bildchen versammelt, die aus den Dior-Archiven stammen.

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18. März 2024 ARA1 Hauke c Caio Kauffmann

Zero Waste at home

Er weiß, wie man Abfall vermeidet und Ressourcen schont. Expertentipps von Dr. Harald Hauke, Geschäftsführer der Austria Glas Recycling GmbH.

Ressourcenschonung und Abfallvermeidung sind heute so wichtig wie nie zuvor. Und zum Glück wieder stark im Trend. Was können wir alle – als Unternehmer, als Privatpersonen – tun?
Das Ziel von Abfallvermeidung ist ganz klar – es soll nichts unverwendet übrigbleiben, kein Lebensmittel, keine Verpackung. Das ist im Falle von Glasverpackungen ein sehr einfacher aber weitreichender Schritt, den jeder und jede im Alltag problemlos setzen kann: Alle ausgelöffelten und leergetrunkenen Glasverpackungen (Lebensmittegläser wie Gläschen von Pesto, Marmeladen oder Sauergemüse ebenso wie leere Glasflaschen), die nicht im Mehrwegsystem geführt werden, gehören zum Altglas – auch mit Spuren von Inhalten. Für einen erfolgreichen Recyclingprozess müssen Glasverpackungen nicht ausgewaschen werden. Wichtig ist: Glasverpackungen keinesfalls zum Restmüll zu geben, weil sie dort fürs Recycling verloren sind. Das gilt für Gastronomiebetriebe aller Kategorien ebenso wie für private Haushalte. 

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