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Wohnen ist heute mehr denn je ein fließender Zustand. Zwischen Laptop und Lounge, Yoga-Matte und Esstisch, Rückzug und Gesellschaft verwandeln sich unsere Räume im Tagesverlauf in immer neue Szenarien. Und mit ihnen verändern sich auch unsere Bedürfnisse: mal suchen wir Ruhe und Konzentration, mal Wärme und Geselligkeit, dann wieder Energie oder Leichtigkeit. Was bleibt, ist der Wunsch nach einem Zuhause, das uns nicht nur schützt, sondern inspiriert. Einem Raum, der nicht perfekt, aber persönlich ist – und in dem Atmosphäre auf Lebensrealität trifft.

Hier kommen textile Materialien und Lichtgestaltung ins Spiel. Denn sie sind es, die Atmosphäre formen, ohne laut zu sein. Teppiche zonieren Räume und schaffen visuelle Tiefe. Decken und Kissen laden zur Pause ein, spenden Struktur und Geborgenheit. Leuchten setzen nicht nur Akzente, sie modellieren mit ihrem Licht Räume, rhythmisieren Übergänge und tragen dazu bei, dass selbst multifunktionale Zonen wohnlich bleiben. Gerade weil unsere Wohnwelten so flexibel geworden sind, lohnt sich der bewusste Blick auf textile und lichtgestalterische Details.

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Carlotta Manaigo ©

5 Akzente für Stil und Stimmung

Designer und Hersteller setzen dabei zunehmend auf haptische Materialien, starke Texturen und nachhaltige Herkunft. Teppiche werden zu poetischen Kunstwerken unter den Füßen oder an der Wand. Plaids und Kissen bringen Farbe, Charakter und Komfort in den Raum. Und Leuchten – oft skulptural gedacht – erzeugen eine neue Art von Lichtlandschaft: warm, zonierend, emotional. Wer heute in Stoffe und Licht investiert, entscheidet sich nicht nur für Stil, sondern für Stimmung.

Was zählt, ist die richtige Mischung: aus hochwertiger Verarbeitung, fein abgestimmter Farbgebung und einem Gespür für sinnliche Präsenz. Die aktuellen Kollektionen internationaler Marken zeigen, wie behaglich und dabei überraschend modern Coziness“ sein kann – als kuratierte Geste zwischen Funktion, Form und Gefühl.


1. Plaids & Throws – Cozy Vibes mit Decken und Plaids

Plaids und Decken sind mehr als Accessoires – sie erzählen von Wärme, Weichheit und Wert. Ihre Aufgabe? Atmosphäre verdichten. Zonen akzentuieren. Textur und Farbe ins Spiel bringen, ohne laut zu sein. Und ganz nebenbei: maximalen Komfort bieten.

In einer Zeit, in der Wohnräume multifunktional genutzt werden – zwischen Homeoffice, Yoga-Session und Dinnerparty – übernehmen Plaids eine stille, aber zentrale Rolle. Aus einem Accessoire wird ein Stimmungsanker – leise, aber wirkungsvoll. Designer setzen auf ausgewählte Naturfasern wie Cashmere, Merinowolle oder Alpaka. In gedeckten Tönen oder akzentstarken Farbvarianten bringen sie Textilität, Tiefe und Leichtigkeit in Einklang.


2. Cushions – Colors & Texture mit Kissen


Kissen sind Statements in kleiner Form – sie strukturieren Räume, balancieren Farben aus und schaffen durch ihr Zusammenspiel aus Material, Farbe und Haptik ein Gefühl von Geborgenheit. Ob als grafisches Element, monochromer Akzent oder organisches Texturspiel: Sie definieren, zonieren – und verwandeln Möbelstücke in Persönlichkeiten.

In der Gestaltung werden Kissen zunehmend bewusst inszeniert: als textile Skulpturen, als taktile Farbflächen, als modulare Elemente eines sich ständig wandelnden Interiors. Hochwertige Bezüge aus Leinen, Samt, Chenille oder Wolle treffen auf handwerkliche Details, kontrastierende Nähte und subtile Layerings. So entsteht ein textiler Kosmos zwischen Eleganz und Experiment.


3. Curtains – Layers of Light mit stilvollen Vorhängen


Vorhänge sind weit mehr als textile Begleiter der Fenster. Sie sind bewegliche Raumfilter, emotionale Zwischenschichten, Atmosphärenverstärker. Ihre Wirkung entfaltet sich im Spiel mit dem Licht – sanft gestreut, weich gebrochen oder bewusst inszeniert. Gerade in einem Wohnumfeld, das sich täglich wandelt, helfen sie dabei, Räume temporär zu gliedern und zugleich sinnlich zu aktivieren.

Zunehmend werden Vorhangstoffe als dynamische Elemente verstanden: transluzent oder deckend, grafisch oder fließend, subtil oder akzentuiert. Je nach Materialität und Webart filtern sie Tageslicht oder verdichten Räume in den Abendstunden zu schützenden Kokons. Technische Textilien mit natürlichen Anmutungen, neue Fasermischungen und innovative Bindungen eröffnen dabei gestalterische und funktionale Spielräume – zwischen Struktur, Farbe und Lichteffekt.

Designstudios und Textilmanufakturen arbeiten mit Layering, Gegensätzen und Transparenzgraden – und schaffen so textile Lichtlandschaften, die sich zwischen Sichtschutz und ästhetischem Statement bewegen. Curtains sind längst nicht mehr nur Rahmen – sie sind Akteure auf der Bühne des Wohnens.


4. Lighting – Warmth by Design mit Leuchten und Lampen

Licht ist weit mehr als Funktion. Es ist Stimmungsmacher, Raumbildner und Emotionsverstärker. In einer zunehmend flexiblen Wohnlandschaft übernimmt Licht die Rolle eines unsichtbaren Architekten – es definiert Zonen, schafft Übergänge, bringt Tiefe und richtet den Blick.

Aktuelle Leuchtenkollektionen denken Licht nicht als reine Technik, sondern als Ausdruck von Haltung und Identität. Sie setzen auf warme Lichtfarben, dimmbare Szenarien und taktile Materialien. Das Ergebnis: Räume, die reagieren. Auf den Tag. Auf die Stimmung. Auf das Leben.

Von ikonischen Re-Editionen bis zu experimentellen Lichtskulpturen zeigt sich: Wer mit Licht gestaltet, formt mehr als nur Helligkeit – er formt ein Gefühl. Und genau darin liegt die wahre Stärke von Licht: in der Fähigkeit, Architektur sinnlich erfahrbar zu machen.


5. Rugs – Stage for Living mit tollen Teppichen

Ein Teppich ist nicht bloß ein Teppich. Er ist Bühne, Orientierung, Kulisse – ein zentrales Gestaltungselement zwischen Farbe, Form und Funktion.

Ob als grafisches Statement oder taktile Fläche mit zurückhaltender Wirkung – Teppiche prägen Räume, ohne sie zu dominieren. Sie erzählen Geschichten über Herkunft, Handwerk und Haltung. Und sie tun das im Dialog mit Licht, Material und Maßstab. In modernen Interiors markieren sie nicht nur Zonen, sondern Atmosphären.

Aktuelle Kollektionen zeigen: Teppiche werden bewusster gewählt denn je – als textile Interventionen, die Bodenhaftung mit Ausdruck verbinden. Dabei reicht die Palette von kunstvollen Unikaten bis zu taktilen Basics, von flächigem Minimalismus bis zu skulpturalem Farbspiel. Ob gewebt, getuftet oder geknüpft – jeder Teppich wird zur Bühne für das tägliche Leben.


Mag Ali Rahimi
Rahimi & Rahimi ©
Mag. Ali Rahimi, Geschäftsführer von Rahimi & Rahimi.

Kunst am Boden: 125 Jahre Rahimi & Rahimi und der neue Teppich-Trend

Während der Teppichmarkt früher über Jahrzehnte gleich blieb, erlebt er heute eine kreative Revolution. Neben klassischen Persern gibt es neoklassische Varianten, moderne Designs, Vintage-Looks oder Seide-Wolle-Mischungen. Viele Kunden möchten ihren Teppich individuell gestalten – bei Rahimi & Rahimi sind bereits rund 30 % Sonderanfertigungen. Möglich macht das die hauseigene Designabteilung im Palais Szechenyi und enge Kooperationen mit renommierten Designern.

Ein Teppich ist Kunst am Boden“, sagt Rahimi. Er kann Räume strukturieren, Behaglichkeit schaffen – und das jahrzehntelang.“ Denn handgeknüpfte Stücke aus Naturmaterialien sind nicht nur schön, sondern auch nachhaltig: reparierbar, langlebig, generationenübergreifend.

Neben einer erlesenen Auswahl – von Vivienne Westwood bis Jan Kath – überzeugt das Haus durch Service: Teppiche werden zur Ansicht nach Hause geliefert, gewaschen, repariert sowie restauriert. Das Palais ist zudem Ort der Begegnung, wo Kultur, Charity und Design zusammenfinden. Im Trend liegt heute vor allem eines: Teppiche, die Harmonie schaffen – und gefallen, weil man selbst mit ihnen lebt.


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