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Austrian Fashion Awards: Eine neue Generation aus Wien verbindet klare Designcodes mit strategischem Denken und baut internationale Präsenz kontinuierlich aus.

In Wien hat sich in den vergangenen Jahren eine Modeszene entwickelt, die ohne viel Aufhebens stetig an internationaler Präsenz gewonnen hat. Sie setzt auf kreative Handschriften, präzise Verarbeitung und ein Verständnis von Mode, das sich nicht allein über Trends definiert. Auffällig ist, wie selbstverständlich österreichische Designer heute global denken und dennoch in einem lokalen Netzwerk arbeiten, das künstlerischen Austausch und handwerkliche Qualität fördert.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Austrian Fashion Association (AFA). Seit 2014 unterstützt sie Talente dabei, professionelle Strukturen aufzubauen, internationale Kontakte zu knüpfen und langfristig sichtbar zu bleiben. Unter der Leitung von Camille Boyer hat sich die AFA zu einem Dreh- und Angelpunkt der heimischen Szene entwickelt – mit einem klaren Fokus auf Qualität und nachhaltige Karriereentwicklung.

Österreichs Modelandschaft

Wie vielfältig diese Landschaft geworden ist, zeigten die Austrian Fashion Awards, getragen von der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Präsentiert wurden Positionen, die Mode mit Kunst, Performance, Handwerk und Materialforschung verbinden. Von zarten Silhouetten bis zu experimentellen Konzepten reichte das Spektrum — stets verbunden durch eine deutliche ästhetische Handschrift und einen präzisen Zugang zur Form.

Charakteristisch ist das bewusst gewählte Tempo. Viele Atelierstrukturen sind klein gehalten; Kollektionen erscheinen gezielt statt im schnellen Takt. Kooperationen, Upcycling-Ansätze und limitierte Editionen gehören ebenso zum Selbstverständnis wie die Suche nach internationalen Vertriebswegen. Dieser Ansatz schafft Raum für Präzision und klare Positionierungen — und zeigt, dass wirtschaftliche Ambition und künstlerische Tiefe sich nicht gegenseitig ausschließen.

Dass diese Strategie Wirkung zeigt, belegen Namen wie Arthur Arbesser, Florentina Leitner oder Martin Niklas Wieser, die heute auf internationalen Bühnen präsent sind und aus Wien heraus globale Karrieren aufgebaut haben.

Prämierte Mode: Gewinnerinnen der Austrian Fashion Awards

In diesem Jahr gingen die höchsten Auszeichnungen an zwei starke Positionen: Laura Andraschko, deren Entwürfe Erinnerungen, Jugendkultur und persönliche Emotion in textile Erzählungen überführen; und Petra Zimmermann, die historische Materialien in zeitgenössische Schmuck- und Modeobjekte transformiert und Fragen nach Wert und Schönheit neu interpretiert. Zwei Ansätze, die die Bandbreite österreichischer Mode zeigen — sensibel und poetisch auf der einen Seite, konzeptuell und materialscharf auf der anderen.

Österreichisches Modedesign wirkt damit heute klar konturiert: international anschlussfähig, kulturell verankert und ästhetisch differenziert – ein starkes Statement im globalen Modekontext.


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