Beim Wildstrubel by UTMB führen bis zu 113 Kilometer durch Wallis und Berner Oberland – über historische Pässe und Tausende Höhenmeter.
113 Kilometer, 6.600 Höhenmeter und maximal 30 Stunden Zeit: Wer beim Wild 110 an den Start geht, weiß, worauf er sich einlässt. Das längste Rennen des Wildstrubel by UTMB führt einmal rund um das Wildstrubel-Massiv und durch eine Landschaft, die den Läufern wenig schenkt – dafür aber einen ungewöhnlichen Querschnitt durch die Schweizer Alpen bietet.
Vom 10. bis 13. September 2026 treffen hier internationale Trailrunner auf eine Strecke, die nicht an Kantons- oder Sprachgrenzen haltmacht. Sie verbindet das Wallis mit dem Berner Oberland und führt durch fünf bekannte Schweizer Bergdestinationen: Crans-Montana, Leukerbad, Kandersteg, Adelboden und Lenk.
Das Wild 110 startet am Freitagabend in Crans-Montana. Von dort geht es über Alpweiden, Bergwege und hochalpine Passagen einmal um das Wildstrubel-Massiv. Zu den markanten Punkten der Region zählt der 2.268 Meter hohe Gemmipass, seit Jahrhunderten eine wichtige Verbindung zwischen dem Wallis und dem Berner Oberland. Wo einst Händler, Säumer und Reisende die Alpen überquerten, sind heute Trailrunner unterwegs.
113 Kilometer sind allerdings nur eine Möglichkeit, den Wildstrubel laufend zu erleben. Das Programm reicht vom Wild 70 mit 72 Kilometern und 4.600 Höhenmetern über den Wild 55 mit 55 Kilometern und 3.300 Höhenmetern bis zum Wild 25 und Wild 10. Neu ist 2026 der Wild Glacier Marathon: Auf 42 Kilometern sind 2.700 Höhenmeter zu bewältigen. Er startet in Lenk und ergänzt das Programm um die klassische Marathondistanz – wenn auch in einer Variante, die mit einem gewöhnlichen Stadtmarathon wenig gemeinsam hat.
Gerade die unterschiedlichen Distanzen zeigen, wie breit Trailrunning inzwischen aufgestellt ist. Was alle Rennen verbindet, sind Bedingungen, die sich nicht normieren lassen. Wetter, Höhenlage und Untergrund gehören ebenso zur Herausforderung wie Kondition und Erfahrung. Wer auf Asphalt gewohnt ist, Kilometerzeiten zu vergleichen, muss in den Bergen ohnehin umdenken: Hier entscheiden Höhenmeter und Gelände mindestens ebenso sehr wie die reine Distanz.
Interessant ist der Wildstrubel by UTMB aber auch abseits des Sports. Für vier Tage werden Orte miteinander verbunden, die touristisch meist einzeln wahrgenommen werden. Die Strecken führen durch zwei unterschiedliche alpine Regionen und über Wege, die teilweise seit Jahrhunderten dem Austausch zwischen Nord und Süd dienen.
Damit wird das Rennen auch zu einer ziemlich unmittelbaren Art, die Schweiz kennenzulernen. Allerdings zu einer, für die man gut trainiert sein sollte.
Wildstrubel by UTMB
10. – 13. September 2026
Wallis und Berner Oberland
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