Zu Besuch im Museum der Zeit: Das Schweizer Musée Atelier Audemars Piguet lädt ein, die Geschichte der Haute Horlogerie im Vallée de Joux zu entdecken.
007-Agent James Bond wäre begeistert vom kleinen, weißen Haus mit den vielen Fenstern, das sich harmonisch ins Dorfbild von Le Brassus, einem Tal des Schweizer Jura, einbettet. Das Geburtshaus von Audemars Piguet könnte durchaus als perfekte Tarnung durchgehen, denn hinter den altehrwürdigen Mauern verbirgt sich ein spiralförmiger, etwas geheimnisvoll anmutender Glasbau, der sich wie ein Uhrwerk in die Natur einschraubt und gemeinsam mit dem historischen Gebäude von 1868 das Musée Atelier Audemars Piguet bildet.
Zeitlose Geschichte der Zeitmesser
Im zeitgenössischen Glasgebäude werden 300 Zeitmesser in sphärischen goldfarbenen Vitrinen, kinetische Installationen und Apparate präsentiert, die zu einer Entdeckungsreise in die zwei Jahrhundert alte Geschichte der Haute Horlogerie im Vallée de Joux einladen. Darunter sind zahlreiche Raritäten zu bestaunen, wie die Sonderanfertigung für den Schah von Persien Naser ad-Din Shah von 1884 oder die «Universelle» aus dem Jahr 1899, die Audemars Piguet als komplizierteste Uhr bezeichnet, die jemals von ihnen hergestellt wurde.
Kultstatus trifft Marvel
Ebenfalls zu bewundern sind die zahlreichen Royal Oak Modelle, die bei ihrer Einführung im Jahre 1972 als revolutionär galten, heute jedoch absoluten Kultstatus erreicht haben. Bei Nostalgikern und Comic-Fans ganz oben auf der Liste der Lieblingsuhren ist zweifelsohne die neue Royal Oak Concept „Spider-Man“ Tourbillon, eine auf 250 Exemplare limitierte Edition. Und natürlich darf ein Augenschein auf die exklusiven Code 11.59 by Audemars Piguet nicht fehlen.
Auszeit im Hôtel des Horlogers, Le Brassus
Für all diejenigen, die nicht nur Uhren, sondern auch die Natur lieben, lohnt sich eine Verlängerung der Reise im Vallée de Joux. Wenige Meter vom Musée Atelier Audemars Piguet entfernt, befindet sich im Dorfkern von Le Brassus das Hôtel des Horlogers. Das avantgardistische, einem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz realisierte Hotel überrascht nicht nur äußerlich durch sein ausgefallenes Zick-Zack-Muster. Das architektonische Innenleben ist genauso beeindruckend, wobei bei der Gestaltung die Natur bewusst als Hauptakteurin diente. In der Lobby wachsen Bäume von der Decke, während in der Bar und im Restaurant austernförmige Lampen für einen richtigen Wow-Effekt sorgen. Ein weiteres Highlight: Die Panoramafenster der 50 sorgfältig konzipierten und lichtdurchfluteten Zimmer bieten einen atemberaubenden Blick auf den angrenzenden Risoud-Wald.
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