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Jeder hat seine Lieblings-Alhambra. Onyx, Perlmutt, Malachit oder Gold. Bis Van Cleef & Arpels plötzlich Rosa ins Spiel bringt – und ausgerechnet Gold für die Farbe sorgt. Falling in love. Again? Sieht ganz danach aus.

Vier Blätter. Mehr braucht es eigentlich nicht. Ein Blick auf die charakteristische Form, die feine Kontur aus Goldperlen – und Alhambra ist erkannt. Seit fast sechs Jahrzehnten funktioniert das Motiv, ohne dass Van Cleef & Arpels seine Grundidee wesentlich verändern musste.

Das ist ein beneidenswertes Designproblem: Was macht man mit einer Form, die jeder kennt? Wie verändert man sie, ohne genau das zu verlieren, was sie unverwechselbar macht?

Van Cleef & Arpels hat die Antwort darauf nicht erst 2026 gefunden. Sie zieht sich durch die gesamte Geschichte von Alhambra.

1968 … and everything got a little easier

Alhambra entstand in einer Zeit, in der sich auch der Umgang mit Schmuck veränderte. Was lange stark an Anlass, Abend und gesellschaftliche Konventionen gebunden war, wurde beweglicher und selbstverständlicher im Alltag getragen.

Van Cleef & Arpels hatte diese Entwicklung bereits 1954 mit La Boutique aufgegriffen. Schmuck wurde unkomplizierter, farbiger, verspielter und sprach eine jüngere Klientel an, ohne deshalb die Welt der Haute Joaillerie zu verlassen.

1968 folgte das erste Alhambra-Sautoir mit 20 Motiven aus strukturiertem Gelbgold. Leicht, beweglich und lang genug, um unterschiedlich getragen zu werden. Die Kette funktionierte lang ebenso wie doppelt gelegt und passte ziemlich gut in eine Zeit, in der auch Eleganz lockerer wurde.

Das Kleeblatt war im Haus längst bekannt. Bereits ab 1906 finden sich in den Archiven Kleeblätter, Talismane, Charms und andere Glücksbringer. Jacques Arpels formulierte die Verbindung später sehr einfach: Um Glück zu haben, muss man an das Glück glauben.“

1968 bekam dieser Gedanke eine Form, die bleiben sollte.

Never change a good design

Und sie blieb tatsächlich.

Die Geometrie änderte sich kaum, die charakteristische Einfassung aus kleinen Goldperlen ebenso wenig. Die Veränderung fand woanders statt: bei Material, Farbe, Oberfläche und später auch bei den Größen.

Schwarz mit Onyx, Rot mit Karneol, Grün mit Malachit, tiefblau mit Lapislazuli, changierend mit Perlmutt. Diamanten kamen hinzu, guillochiertes Gold, sogar Porzellan aus Sèvres.

Onyx macht Alhambra grafisch und klar. Malachit bringt seine natürliche Zeichnung mit. Perlmutt verändert sich mit dem Licht. Bei guillochiertem Gold übernehmen feine Gravuren das Spiel mit den Reflexen. Dieselbe Grundform, vollkommen unterschiedliche Wirkung.

Später kamen weitere Proportionen und Variationen hinzu. Magic Alhambra spielt seit 2006 mit unterschiedlichen Motivgrößen, Lucky Alhambra mit Schmetterlingen, Herzen und Blättern, Sweet Alhambraübersetzt das Design seit 2007 ins Kleinformat.

Die Form blieb. Das Material übernahm die Veränderung.

Und damit sind wir bei einem Phänomen, das vermutlich jeder kennt, der Alhambra mag: Man hat einen Favoriten.

Onyx oder Perlmutt? Malachit oder guillochiertes Gold? Darüber muss man meist nicht lange nachdenken. Die Entscheidung ist persönlich – und ziemlich eindeutig.

Bis die nächste kommt.

Und jetzt kommt 2026: Rosa also

Van Cleef & Arpels fügt der Alhambra-Familie transparente rosa Emaille hinzu. Fünf neue Kreationen gehören dazu: ein Vintage-Alhambra-Anhänger, ein Armband mit fünf Motiven, eine Halskette mit zehn und eine lange Halskette mit 20 Motiven sowie Magic-Alhambra-Ohrringe.

Die Form kennt man. Die Goldkontur auch. Neu ist dieses intensive, transparente Rosa.

Und das hat eine ziemlich gute Geschichte. Und ich bin in Love. Again.


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