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Tauchfreudige Solarzellen sorgen für eine energiereiche Revolution unter Wasser.

Jetzt gehen auch Solarzellen baden. Auch unter Wasser benötigen Netze, Maschinen und Sensoren Strom. Dieser wird mühsam und vor allem nicht nach öko­logischen Gesichtspunkten unter die Wasser­oberfläche geleitet. Um hier etwas umweltverträglicher arbeiten zu können, ent­wickelten Forscher der New York University Solarzellen, die Gerätschaften in bis zu 50 Metern Tiefe mit Elektrizität versorgen können. Die Herausforderung dabei bestand darin, dass gängige Solarzellen, die aus Silizium bestehen und vor allem Licht im roten Bereich und Infrarotstrahlung absorbieren, so umgebaut werden mussten, dass sie den grünen und gelben Bereich des sichtbaren Lichts nutzen können. Denn nur der bleibt in 50 Metern Tiefe noch bestehen. Die Wissenschaftler beschlossen, organische Solarzellen aus Rubren und Pentacen zu benutzen. Die Effizienz dieser Technik würde bei etwa 65 Prozent liegen.

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10. Juli 2023 Gardenbay

Bloom Boom

Art schlägt Wurzeln: Wie Kunst natürlich aufblüht und die Natur selbst zum Kunstwerk wird. Eine Tour zu Gärten, Werken und inspirierenden Ideen.

I don’t paint nature. I am nature.“ So selbstbewusst brachte wohl nur Jackson Pollock den universellen Zusammenhang von Kunst und Natur auf den Punkt. Ganz ohne florale Muster, rein mit abstrakten Farbtropfen schüttete er die Kraft der Natur auf die Leinwand. Den Spitznamen Jack the Dripper“ musste man sich schließlich erst einmal verdienen. Mit seinen ­Action Paintings hinterließ der US-amerikanische Künstler markante Spuren in der Kunstszene, die bis heute für Rekordpreise in Millionenhöhe sorgen. Und auch die eine oder andere Frage aufwerfen: Immer wieder scheinen findige Kritiker Muster aus der Natur in seinen Werken zu erkennen. Eine Interpretation, auf die der Künstler Zeit seines Lebens eine klare Antwort parat hatte: My concern is with the rhythms of nature … I work inside out, like ­nature.“ Der Künstler als kreatives Werkzeug der Natur.

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10. Februar 2021 Photo Irwin Wong Handmadein Japan gestalten2020

Große Gestaltungsgeister

Design zum Lesen: Wer uns in Form bringt, aufbaut und die Welt von ihrer schönsten Seite zeigt.

Alte Handwerkskünste gibt es überall auf der Welt. Doch die japanischen Papiermacher, Indigofärber, Schwertmacher, Maskenschnitzer und Schirmhersteller sind einfach unverkennbar. In Farbe, Form und Material spiegeln sich jahrhundertelang gepflegtes Wissen und kulturelle Erzählungen, wie sie nur in Japan vorkommen. Wer tief eintauchen möchte in die buddhistische Ruhe und Konzentration, mit der hier Regenschirme aus Ölpapier gefertigt, Stoffe mit mystischen Motiven bemalt und Samuraischwerter stundenlang geschärft werden, dem ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Da gibt es den Kimonomacher, der dieses traditionelle Gewand aus den Seidenstoffrollen Tan“ schneidert. Kimonos, die Seidenkaftans, gibt es seit vielen Jahrhunderten: Der Kimono lebt bis ‑heute in vielen Formen und Farben weiter, er hat längst internationale Designer inspiriert. Doch den traditionellen Kimono macht das Ise-Katagami-Design aus: Das sind traditionelle Druckschablonen, mit denen man Muster auf die Stoffe bringt. Gefertigt werden sie aus speziellem Japanpapier, das mit dem Saft einer Kaki-Frucht gefärbt wird. 

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19. November 2020 1 NASA

Schöner Schimmer

Die Aurora borealis ist eines der faszinierendsten und gleichzeitig geheimnisvollsten Naturschauspiele der Welt. Physiker und Nordlicht­forscher Asgeir Brekke bringt Licht ins Dunkel.

Im nordnorwegischen Tromsø, dem Tor zur Arktis“, wie die Stadt auch genannt wird, kann man das Nordlicht besonders gut beobachten. Das heißt, wenn man nicht gerade zwischen Ende Mai und Ende Juli hierherkommt, denn während dieser beiden Monate ist hier Mittsommerzeit: Die Sonne leuchtet dann 24 Stunden vom Himmel. Um das Nordlicht zu sehen, braucht es einen dunklen Himmel und eine klare Sicht, weiß der Physiker und Nordlichtforscher Asgeir Brekke. Seit über 50 Jahren lebt und forscht er in Tromsø und beschäftigt sich mit diesem faszinierenden Lichtschauspiel am Himmel. In all seinen Einzelheiten ist das Phänomen bis heute nicht erforscht. Im Gespräch gibt Brekke erhellende Einblicke.

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