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Zwischen Tokio und Kagoshima liegen nur wenige Seetage – kulturell jedoch Welten. Futuristische Metropolen wechseln sich mit historischen Hafenstädten, Vulkanlandschaften und stillen Tempelgärten ab. Eine Route der Explora III verbindet diese unterschiedlichen Facetten Japans entlang der Pazifikküste.

Von Tokio führt die Reise nach Shimizu, weiter über Kobe, Kochi, Nagasaki und Kagoshima, mit einem Abstecher nach Busan in Südkorea, bevor sie wieder in Tokio endet. Das Schiff wird dabei zum ruhigen Begleiter zwischen Regionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Jede Station eröffnet einen neuen Blick auf das Land – und gleichzeitig auf Ostasien.
 

Der Auftakt könnte kaum eindrucksvoller sein als Tokio. Zwischen gläsernen Wolkenkratzern stehen jahrhundertealte Schreine, winzige Izakayas behaupten sich neben Sternerestaurants und in den Gärten des Kaiserpalastes scheint der Lärm der Millionenstadt plötzlich ganz weit entfernt. Tokio steht exemplarisch für ein Japan, in dem Tradition und Gegenwart selbstverständlich nebeneinander existieren.

In Shimizu richtet sich der Blick auf eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes: den Mount Fuji. Seit Jahrhunderten inspiriert der nahezu perfekt geformte Vulkan Künstler, Dichter und Fotografen. Gleichzeitig zählt die Region zu den bedeutendsten Teeanbaugebieten Japans. Zwischen grünen Plantagen und der Pazifikküste zeigt sich eine deutlich ruhigere Seite des Landes.

Kobe erzählt wiederum eine ganz andere Geschichte. Die Hafenstadt gehört seit dem 19. Jahrhundert zu den internationalsten Städten Japans. Europäische Villen, moderne Architektur und ihre renommierte Gastronomie spiegeln die weltoffene Vergangenheit wider. Gleichzeitig beginnt hier die Region Kansai, die bis heute als kulturelles Herz Japans gilt.

Auf Shikoku scheint die Zeit etwas langsamer zu vergehen. Rund um Kochi prägen historische Burgen, traditionelle Märkte und die raue Pazifikküste das Bild. Hier begegnet man einem Japan, das viele internationale Besucher kaum kennenlernen – regional verwurzelt, naturverbunden und fernab der großen Metropolen.

Ein überraschender Perspektivwechsel erwartet die Reisenden anschließend in Busan. Südkoreas zweitgrößte Stadt bringt eine neue Kultur in die Route. Farbenfrohe Tempel, lebhafte Fischmärkte und moderne Hochhäuser treffen auf kilometerlange Strände. Nach mehreren Tagen in Japan verändern sich plötzlich Sprache, Küche und Atmosphäre – ein kurzer Abstecher, der den Blick auf Ostasien noch einmal erweitert.

Zurück in Japan erzählt Nagasaki eine Geschichte wie kaum eine andere Stadt des Landes. Über Jahrhunderte war sie Japans wichtigstes Tor zur Welt und der einzige Hafen, über den Handel mit Europa möglich war. Portugiesische Missionare, niederländische Kaufleute und chinesische Händler hinterließen hier bis heute sichtbare Spuren. Gleichzeitig erinnert Nagasaki an eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts und steht heute wie kaum ein anderer Ort für Versöhnung und Frieden.

Den Abschluss bildet Kagoshima, oft als das Neapel Japans bezeichnet. Über der Stadt erhebt sich der aktive Vulkan Sakurajima, dessen Silhouette das Leben der Region bis heute prägt. Heiße Quellen, fruchtbare Landschaften und eine entspannte Lebensart bilden den Gegenpol zu den großen Metropolen. Von hier aus wird noch einmal deutlich, wie unterschiedlich die Regionen des Landes sind.

Schließlich kehrt die Explora III nach Tokio zurück. Dazwischen liegen nicht nur mehrere tausend Seemeilen, sondern auch Landschaften, Kulturen und Traditionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Erst unterwegs wird deutlich, wie vielfältig Japan tatsächlich ist. Spiritualität und Hightech, jahrhundertealte Traditionen und moderne Metropolen existieren hier ganz selbstverständlich nebeneinander – und genau diese Gegensätze machen den besonderen Reiz dieser Route aus.


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