teilen via

Natürlich kann man einen Sommer ohne Ibiza verbringen. Aber warum sollte man? Die Insel gehört zu jenen Reisezielen, für die es keinen großen Anlass braucht. Ein paar Tage reichen, und manchmal ist die spontane Entscheidung ohnehin die beste.

Das OKU Ibiza liegt bei Cala Gració an der Westküste der Insel. Ein Haus, das mit Naturstein, Holz und zurückhaltenden Farben zunächst erstaunlich ruhig daherkommt – bis man am 50 Meter langen Pool auf Missoni trifft.

Die italienische Modemarke ist nach ihrer Premiere im vergangenen Jahr wieder zurück. Ihre unverkennbaren Muster ziehen sich über Sonnenliegen, Handtücher und Sofas rund um den Pool und setzen einen ziemlich selbstbewussten Kontrapunkt zum reduzierten Design des Hotels. Was auf dem Papier nach zwei sehr unterschiedlichen Welten klingt, funktioniert erstaunlich gut. Schließlich darf Ibiza ruhig ein bisschen Farbe vertragen.

Überhaupt versteht sich das OKU weniger als Rückzugsort, an dem Ruhe mit völliger Abgeschiedenheit verwechselt wird. Musik gehört ebenso zum Haus wie lange Tage am Pool. Im Restaurant TEYO trifft japanisch inspirierte Nikkei-Küche auf eine offene Küche und einen Soundtrack, der auch nach dem Dinner noch bleiben darf.

Am nächsten Morgen sieht die Sache schon wieder anders aus. Gemeinsam mit PANGAIA hat OKU für die Saison einen Wellness Club entwickelt. Auf dem Programm stehen Yoga, Pilates und Sound Healing. Die Einheiten sind bewusst langsam angelegt und finden morgens statt – eine durchaus angenehme Art, einen Tag auf Ibiza zu beginnen, besonders wenn der vorherige etwas länger geworden ist.

Dass Essen und Musik auf dieser Insel selten streng voneinander getrennt werden, zeigt auch Party with the Chefs“. Was im OKU Ibiza als gemeinsamer Abend mit internationalen und lokalen Köchen begann, geht 2026 erstmals auf Reisen. Nach Andalusien führt die Tour im September nach Bodrum und im Oktober weiter nach Kos. Ibiza bleibt der Ausgangspunkt der Idee.

Und dann ist da noch die Lage. Cala Gració ist nur wenige Minuten von Sant Antoni entfernt und trotzdem weit genug weg, um zwischendurch das Tempo herauszunehmen. Das Hotel selbst bietet genügend Gründe, einen Tag einfach dort zu verbringen. Aber es wäre eben auch schade, auf Ibiza nur am Pool zu liegen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Insel so viele Menschen immer wieder zurückholt. Man muss sich hier nicht zwischen Ruhe und langen Abenden entscheiden. Man kann morgens langsam anfangen und später sehen, was aus dem Tag wird.


Nichts mehr verpassen – wir halten Sie auf dem Laufenden!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.