Das Meer ist noch warm, in Plaka und Elounda wird es ruhiger und die große Sommerhitze ist vorbei. Phāea Blue am Golf von Mirabello ist ein guter Ausgangspunkt, um Kreta zu einer Zeit zu entdecken, die viele Reisende bislang kaum auf dem Radar haben.
Im Oktober hat das Meer vor Elounda noch immer Badetemperatur. Gleichzeitig werden die Straßen und Strände im Nordosten Kretas wieder ruhiger, Spaziergänge angenehmer und Ausflüge müssen nicht mehr um die Mittagshitze herum geplant werden. Wer Kreta bisher vor allem als Sommerziel kennt, erlebt die Insel jetzt in einem anderen Tempo.
Zwischen dem Fischerdorf Plaka und Elounda liegt Phāea Blue, ein kleines Anwesen mit 47 Bungalows und Suiten sowie einer separat buchbaren Villa. Von den terrassenförmig angelegten Gebäuden reicht der Blick über den Golf von Mirabello bis nach Spinalonga. Das Grundstück gehört seit Ende der 1980er-Jahre zur Familie Sbokos. Yannis Sbokos, Vater der heutigen Eigentümerinnen Agapi und Costantza Sbokou, erwarb es zu einer Zeit, als sich der Tourismus auf Kreta noch ganz anders entwickelte als heute.
Viele Jahre wurde das Haus als Blue Palace, a Luxury Collection Resort & Spa geführt. 2024 positionierten die beiden Schwestern es unter dem Namen Phāea Blue neu, seit 2025 gehört es zu den Small Luxury Hotels of the World. Mit der Verkleinerung auf 47 Bungalows und Suiten änderte sich auch der Charakter. Phāea Blue versteht sich heute bewusst eher als privates kretisches Anwesen denn als klassisches Resort.
Die Verbindung zur Insel zeigt sich dabei sehr konkret. In Zusammenarbeit mit dem Benaki Museum finden kuratierte Kunstpräsentationen statt. Im Haus begegnet man Arbeiten des Illustrators Philippos Theodorides und der Keramikerin Melina Xenaki, ebenso Entwürfen der griechischen Designerin Themis Zouganeli.
Auch die Küche bleibt nah an Kreta. In der Blue Door Taverna werden überlieferte Familienrezepte serviert. Für das Phāea Farmers Feast geht es zunächst gemeinsam mit einem Farmer und Executive Chef Giannis Kalivretakis in den Bio-Garten des Hauses. Was dort geerntet wird, landet später auf der langen Tafel im Freien. Mehr als 85 Prozent der Mitarbeiter des Hotels stammen aus der Region.
Im Herbst spielt sich vieles außerhalb des Anwesens ab. Zu Fuß geht es nach Plaka oder Elounda, mit dem hoteleigenen Caique hinaus auf den Golf von Mirabello. Die Fahrten führen vorbei an Spinalonga bis zur Bucht von Kolokytha. Gerade die kleine ehemalige Leprainsel vor Plaka gehört zu den Orten, die viel über die Geschichte dieser Region erzählen und vom Phāea Blue aus ständig im Blick bleiben.
Der Herbst verändert Kreta nicht. Aber er verändert, wie man die Insel bereist. Wenn die heißesten Wochen vorbei sind, bleibt mehr Zeit für die Dörfer, für einen Tag auf dem Wasser oder einen Abend, der nicht erst beginnt, wenn die Sonne untergegangen ist. Und baden kann man im Oktober auch noch.
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