Von den Geneva Watch Days haben wir einige Neuheiten mitgebracht, die einen genaueren Blick verdienen. Eine davon kommt von Zenith: Die Chronomaster Solo Sport ist die erste Dreizeigeruhr der Kollektion. Ausgerechnet dort also, wo seit Jahrzehnten der Chronograph den Takt vorgibt, lässt Zenith ihn jetzt weg. Wir fragen uns: Was bleibt vom El Primero, wenn man ihm den Chronographen nimmt?
Eigentlich gehört beides zusammen. Seit Zenith 1969 das El Primero präsentierte, ist der Name untrennbar mit dem Chronographen verbunden. 5 Hertz, 36.000 Halbschwingungen pro Stunde und eine Konstruktion, die als weltweit erstes integriertes automatisches Hochfrequenz-Chronographenwerk Geschichte schrieb. Mehr als fünf Jahrzehnte später reduziert Zenith dieses Prinzip nun auf Stunden, Minuten und Sekunden.
Die neue Chronomaster Solo Sport ist deshalb interessanter, als eine weitere Dreizeigeruhr zunächst vermuten lässt. Denn im Inneren bleibt das El Primero erhalten. Das automatische Manufakturkaliber 3620 basiert auf dem Chronographenkaliber 3600, arbeitet weiterhin mit 5 Hertz und bringt eine Hemmung aus Silizium, Sekundenstopp und 60 Stunden Gangreserve mit.
Auch äußerlich geht Zenith einen Schritt weg vom klassischen Chronomaster-Chronographen. Das 40 Millimeter große Edelstahlgehäuse bekommt eine einseitig drehbare Keramiklünette, eine verschraubte Krone und ist bis 20 ATM wasserdicht. Neu sind auch die Zifferblätter aus Keramik. Ihre Oberfläche trägt ein sich wiederholendes Z‑Motiv im 45-Grad-Winkel, das Zenith eigens für die Solo Sport entwickelt hat. Zur Wahl stehen Schwarz, Weiß und Braun; die schwarze Version gibt es zusätzlich ohne Datum.
Interessant ist dabei mindestens ebenso sehr, was fehlt. Keine Totalisatoren, keine Chronographendrücker, keine Zehntelsekundenanzeige. Die hohe Frequenz bleibt trotzdem das technische Zentrum der Uhr. Das El Primero verliert damit seine bekannteste Funktion, nicht aber das Prinzip, das dahintersteht.
Neu ist auch die ZENCLASP am dreireihigen Edelstahlarmband. Die Faltschließe lässt sich ohne Werkzeug in 2,5‑Millimeter-Schritten über insgesamt zehn Millimeter verstellen. Hinter dem vermeintlich kleinen Detail steckt einiges an Entwicklung: Die Konstruktion besteht aus 41 Komponenten; laut Zenith flossen drei Jahre und rund 1.800 Stunden Forschung und Entwicklung hinein.
Die Chronomaster Solo Sport ist seit 2. September erhältlich.
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